HUMAN DEBRIS - Life Off Formation

lofcdcoverGenre: Melodic Death Metal
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 18.11.16
Bewertung: Klasse (8/10)

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HUMAN DEBRIS haben dieses Jahr ihr drittes Studioalbum herausgebracht, waren auf Tour, haben ihre Medienpräsenz mit neuem Design überarbeitet und von Stillstand keine Spur. Da lohn sich auf jeden Fall er Blick das Album der Death Metaller aus Hamburg.
Den Start macht „Anatoxin“, und zeigt, wo das Album hingeht. Ein (im Kontext dieses Albums) ruhiger Start mit gutem Gitarrenriff, bis dann Sängerin Elena Con Tauri loslegt. Die Frontfrau löste Sebastian, alias S.E.B., als Sänger ab. Dieser steht nun an der Gitarre, aber lässt es sich nicht nehmen Mitzusingen. So entsteht ein schöner Kontrast zwischen männlichen und weiblichen Growls und gibt einen Abwechslungsreichen, harten Sound.
Nach dem Opener gleich der Titeltrack. „Life Off Formation“ ist ein Musterbeispiel für Melodic Death Metal, wie man sich ihn vorstellt. Lead-Gitarren Melodien vor starkem Rythmus mit schnellen Drums und brutalem Growling. Dazu ein markanter Refrain mit Shouting-Chor im Hintergrund. So muss das! Auch empfehlenswert: das dazugehörige Musikvideo, gedreht in einer verlassenen Irrenanstalt. Findet ihr natürlich auf der DVD.
Achtung, jetzt wirds romantisch: „Love Is Not Enough“ außer dem Outro ist der Song alles andere als kuschelig. Dieses geht dann nahtlos über in „Rotation“, der mit der leichten Akustik und klarem Gesang startet. Abgesehen von einem kleinen Aggressionshöhepunkt in der Mitte bleibt der Song eine Ballade im Duett und zieht sich durch bis in das Intro von „Shattered Head“, der die Romantik schnell wieder verschwinden lässt. Der Song ist hart, macht aber eine kleine Pause mit Spracheinspielung und holt ein wenig Luft bevor er zum Finale nochmal ordentlich zulegt. „Ocean Park“ bietet ein paar ordentliche Blastbeats und zeigt gut die Spannbreite, in der sich diese Band bewegt.
„Chalysery“, was auch immer das heißen mag, kommt melodischer daher und ist, mit Ausnahme des Endes, ein wenig langsamer als seine Vorgänger.
„‚Til Death Do Us Part“ bleibt im Kopf dank des Refrains und dem wie schon in „Life Off Formation“ eingesetztem Chor, der den Song immer wieder hinterlegt.
Weiter gehts mit „Embrace the Former“, der nach langem Intro gute Gitarrenmelodien und diesmal auch einen Engelschor hat. (Oder die Herren der Band haben alle ihre Hose zu weit nach oben gezogen)
„The Red in the Sky is Ours“ setzt zum Ende nochmal ein Statement in Sachen Death und ist der härteste Song des Albums. Ein richtiger Kracher also nochmal zum Schluss.

Fazit: Vielseitig und Stilecht präsentieren sich Human Debris auf ihrem neuen Album. Ein Must-Have für alle Fans des Melodic Death, die auf der Suche nach Neuem sind.