MYGRAIN - Planetary Breathing (Review)

mygrainGenre: Melodic Death Metal
Label: Spinefarm Records
Veröffentlichung: 27.09.2013
Bewertung: Klasse (8/10)

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Die Schweden mögen den Meldodic-Death Metal zwar erfunden haben, aber dass die lieben Nachbarn aus Finnland diesen ebenso gut beherrschen, wissen wir dank so bekannten Bands wie Children of Bodom nur zu gut.

Abseits der internationalen Bühne gibt es selbstverständlich noch etliche Bands, deren Bekanntheit im eigenen Land geblieben ist. Eine davon ist MYGRAIN aus Helsinki. Zuerst einmal ein Spoiler: die Band hat sich im Mai 2015 leider aufgelöst. Nichts desto trotz lohnt sich das Reinhören in ihr letztes Album, PLANETARY BREETHING.

Der Sound der Band im Allgemeinen betont das Melodic deutlich mehr als das Death im Metal. Keine Panik, es bleibt hart und nicht weichgewaschen. Das macht schon der erste Song WAKING UP THE DAMNED nach dem Intro INCANATION klar. Nach dem eingängigen Riff geht es mit einem eher Thrash-Metal üblichen Gesang statt tiefem Growling und schnellen Drums zum ersten von vielen melodischen Refrains, der vom Synthesizer hinterlegt wird. Der Song gibt dem Hörer alles, was das Metal Herz begehrt. Eine schnelle Bridge zum Ende lässt den Song hart ausklingen und bereitet gut auf den nächsten, AMBIVALENTINE, vor. Hier kommen die Synthie Melodien mehr zur Geltung und schwingen sehr passend im Hintergrund des Refrains mit.

BACK LIGHT SUPERNOVA bringt als erstes das Albumthema zur Geltung und startet mit theatralischem Intro, bevor es mit schwerem und vergleichweise langsamen Rythmus weitergeht. Dann wird es richtig spacig: DREAMSCAPE startet wie ein 80er Jahre Disco-Hit, bevor der Metal wieder die Oberhand gewinnt. Der schnelle RATS IN THE CRADLE und der langsamere THE GHOST IN ME scheinen sich dann ein wenig von den bisherigen zu distanzieren und bleiben klassischer Melodic-Death wie man ihn mag.

MECHANIMAL INSTINCT beginnt mit Grußworten von R2D2, bevor es dann mit schön thrashigen Strophen und gewohnt melodischen Refrains weitergeht. Für mich der beste Song des Albums. Bei THE FINAL SKYLINE wird es ein wenig schwermütig und es kommen gesprochene Passagen als Stilmittel hinzu. Das Ablum endet mit dem Titeltrack PLANETARY BREATHING. Es wird noch einmal thetralisch, das Tempo bleibt die ersten 2 Minuten von insgesamt 6:23 ruhig bevor sich konstant steigert und auf einem hohen Level bleibt. Das Outro, die Durchsage einer Bodenstation beim Raketenstart, lässt das Album sehr treffend ausklingen.

Fazit: Alles in allem ein wirklich gutes Melodic-Death Metal Album, bei dem man die Musiker der mittlerweile aufgelösten Formation auf jeden Fall im Auge behalten sollte!