PIKES EDGE – All Of Our Beauty

pikes-edge-all-of-our-beauty-237x237Genre: Heavy Metal
Label: Hammer Music
Veröffentlichung: 25.11.2016
Bewertung: Gut (6/10)

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PIKES EDGE sind mir eher zufällig über den Weg gelaufen. Wer kennt es nicht? Man spielt in Hamburg ein Konzert als Support für eine Band aus München und über eben diese Band schreibt man später ein Review, weil sie live einfach nur begeistern. Geschichten, die das Leben schreibt.

„All Of Our Beauty“ geht  mit dem Song „Denial Of Service“  gleich in die Vollen.  Sänger Pike hat eine sagenhafte Power in seiner Stimme. Mit nahezu mechanischer Präzision trifft er jeden Ton und ist in seinen emotionalen Passagen deutlich besser als in dem „Geshoute“, denn hier verliert er leider recht viel von der Magie. Begleitet wird er dabei von drückenden Drums und melodischen Gitarren. Man merkt schnell, dass die Band viele Einflüsse hat. Der Heavy Metal überwiegt zwar, doch hier und da kommt auch mal ein kleines Thrash-Riff durch die Boxen geschallert, ebenso wie überaus groovige Einflüsse. Man fühlt sich immer mal wieder an eine Mischung aus MAIDEN, METALLICA und einem Hauch KREATOR erinnert.  Melodiös geht es mit „Save Me“ weiter, zum Glück kein Cover des Edguy „Hits“, sondern ein eigener Song, der mit Gänsehaut-Chor überzeugt.

Bei „Just Go To Hell“ hört man ganz klar, Sänger Pike sollte lieber noch einmal üben, bevor er Gesangspassagen a lá Phil Anselmo in Angriff nimmt. Der „aggressive“ Gesang klingt hier ein wenig wie ein Chihuahua, der sich für einen Schäferhund hält. Nichtsdestotrotz überzeugt Pike gerade bei Songs wie „Oldboy“ oder „House Of Bones“. Auch instrumental muss sich die Band vor niemandem verstecken. Die Truppe aus München hat ordentlich was auf dem Kasten. Drückende und treibende Drums werden perfekt ergänzt durch die Gitarren…bla bla bla. Man hat diesen 08/15 Journalisten-Satz schon gefühlte 1000 Mal gehört und leider geht es einem so auch ein wenig bei PIKES EDGE. Gute Musiker und gute Musik, doch leider alles nichts Neues. Abgesehen von der wirklich hervorragenden Gesangarbeit ist auf der Platte wenig Neues. Kein Dauergast im Player, aber einer, den man immer mal wieder gerne zu Besuch hat.