SYRON VANES - Chaos From A Distance

Syron Vanes - Chaos From Within (album cover)Genre: Heavy Metal
Label: Mighty Music
Veröffentlichung: 27.01.2017
Bewertung: Durchschnitt (5/10)
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Die Schweden SYRON VANES gibt es nicht erst seit gestern. Seit 1980 sind die Herren bereits im Geschäft. Nach einer langen Pause in den 90er Jahren wurde 2003 Comeback gefeiert. Es folgten weitere Alben und im Jahre 2017 nun das aktuelle Album „Chaos From A Distance“.

Der Opener „Gods Of War“ legt nach einem kurzen elektronischen Intro groovig los. Und weite Teile des Albums bleibt es auch so. Man legt hier weniger Wert auf Gitarrensoli in Überschallgeschwindigkeit und schwindelerregend hohen Gesang, dafür auf kraftvolle Gitarrenriffs und treibende, aber keinesfalls hektische Drums.

„Trial By Spirit“ ist mit gut acht Minuten das längste Stück auf der Platte. Das Stück steigert sich von klimpernden, cleanen Gitarren im Intro zu einem düster angehauchten Epos. Es ertönen Glocken im Intro, auch Keyboards kommen zu Einsatz, diese halten sich allerdings vornehm im Hintergrund.

Eine rockige, straighte Nummer ist „I Don’t Wanna See You Die“. Im Mittelteil des Songs sorgen melodische Gitarrenleads für eine kurze Verschnaufpause, bevor der Song wieder Fahrt aufnimmt.

„Master Of Overkill“ entpuppt sich als schwerer, fast schon finsterer Midtempo-Song. Für einen kurzen Moment macht der Gesang mal einen Abstecher in höhere Gefilde und das Schlafzeug darf mal ein paar Takte für sich spielen, bevor die anderen Instrumente einsetzen. Da kann man live bestimmt ganz ausgezeichnet die Fans mitklatschen lassen.

So weit, so gut. Leider hat “ Chaos From A Distance“ auch so einige Schwachstellen. Der Sound könnte eindeutig besser sein, man erkennt gute Absichten bei der Produktion, aber trotzdem klingt das ganze eher, als hätte man es von YouTube heruntergeladen.

Auch beim Songwriting fehlt es mir an Abwechslung. Der raue, kehlige Gesang erinnert in einigen Momenten an GRAVE DIGGER, aber ein bisschen mehr Vielfalt und Ausdruck dürfte es gerne sein. Die Gitarren haben durchaus das eine oder andere lässige Riff in petto, aber da ginge sicher noch mehr: mehr Soli, mehr Twin-Leads, generell einfach mal ein paar hübsche Melodien stünden diesem Album gut zu Gesicht.

Fazit: solide musikalische Hausmannskost. Nicht schlecht, aber leider auch nicht gut genug, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Zum entspannten Mitwippen eignet sich dieses Album allerdings trotzdem.