STEEL MESSIAH – Of Laser And Lightning

Steel-MessiahGenre: Heavy Metal
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichung: März '16
Bewertung: Schwach (4/10)

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Bei manchen Bands weiß man wirklich nicht, was man von Ihnen halten soll. Bei STEEL MESSIAH ist dies jedoch relativ klar: wenig!

Ich stehe wirklich auf Trash in allen Variationen, aber diese Band ist selbst mir zu krass, insbesondere weil ich mir noch nicht sicher bin, ob die Jungs das wirklich alles ernst meinen. Schon das Albumcover ist eine einzige Parodie und erinnert ein wenig an „Conan – Der Barbar“, leider in weniger cool. Es wirkt, als hätte es ein Kindergartenkind gemalt, das zufällig riesiger Fan von Arnold Schwarzenegger ist – oder von Manowar.

Die Platte fängt mit „Struck By Lightning“ an, das Gitarrenintro ist auch wirklich klasse, bis Sänger Marius seinen Begrüßungsschrei loslässt. Kopfstimme schön und gut, aber ein wenig lachen muss man dabei schon. An und für sich nutzt er seine überaus hohe Kopfstimme sehr gut aber leider zu häufig. Als Akzent sicher gut und super einsetzbar aber bei gefühlt jedem zweitem Wort?
Weiter geht es dann mit „Dr. Steel“ und auch hier ist das Intro, welches stark an den guten alten Heavy Metal mit Hard Rock Einflüssen erinnert, wirklich sehr gut – danach wird’s dann schlecht. Sänger Marius klingt schon sehr erschöpft, als wäre es Song Nummer 49 auf einem Livealbum. Leider wird das im Verlauf der Platte auch nicht wieder besser und auch seine Stimmeneskapaden, die zwischenzeitlich wohl nur Hunde hören können, werden nicht besser.

„Bringer Of Pain“ ist der wohl beste Song des Albums,  denn hier wird relativ wenig gesungen. Ein kleines, schniekes Gitarrensolo gibt es auch noch. Man merkt, die Gittscher sind beide nicht untalentiert, ebenso Drummer Moritz sticht hervor. Allerdings nimmt man die Drums bei dem Gitarrensolo(!) auch das erste Mal so richtig war – kann man jetzt von halten was man will.

Ich will die Band eigentlich auch gar nicht zerpflücken, denn die Mannen können was, zumindest Instrumental. Auch Sänger Marius ist ein fähiger Sänger, wenn er nicht immer so erschöpft werden würde und wenn weniger Akzente in seinem Gesang nutzen würde. Außerdem ist das Album wirklich lustig, ohne lustig sein zu wollen, aber immerhin etwas.

Ich empfehle dennoch jedem das Album zu kaufen und es sich reinzuziehen aus genau zwei Gründen:
1. Wer die Nacktaffen von Manowar mag, wird auch STEEL MESSIAH mögen
2. Das Manowar-Trinkspiel wird ja auf Dauer langweilig, aber mit STEEL MESSIAH geht das auch. Ich Empfehle bei den Worten „Steel“, „Laser“, „Pain“ oder bei jedem zu hohen Ton zu trinken.

In diesem Sinne: Ein Prost auf die offenbar beste Satire-Band der Welt (hoffe ich), auch wenn sie es wirklich übertrieben haben.

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