SPONGEBOB - Mein Gedudel (Review)
BobGenre: Technical Extreme Pineapplegrind
Label: Sony Music Entertainment Germany GmbH
Veröffentlichung: 21.04.2014

Bewertung: 947/10 (Mega Krasse Scheiße)

Das Album ist schon etwas älter, aber wie das bei Geheimtipps im Undergound so üblich ist,
dauert es eine Weile, bis man darauf aufmerksam wird. So ist es auch diesmal mit dem
Album „Mein Gedudel“ der Brutalo-Metal-Combo SPONGEBOB. Schon das Cover ziert
ein diabolischer gelber Quadratschädel. Düstere Pink- und Hellblautöne stellen hier noch
mal schnell klar in welche untoten und tiefen Abgründe es hier gehen soll.
Das Album startet mit dem Brecher „Bibabo…“ der mit einem kranken Monolog beginnt und in einem Inferno endet. Textlich handelt es sich hier um ein Konzeptalbum, indem die Odyssee einer Suche nach einem fünfbeinigen Gefährten und Krieger in der ozeanischen Unterwelt geschildert wird. Der Song „Ich heb ab“ haut dem Hörer ordentlich in die Fresse.
Psychodelische Sounds begleiten hier den treibenden Beat der sich unaufhörlich durch den Song prügelt. Wenn dieses Album auch eher ein Geheimtipp ist, wird deutlich, dass es insbesondere in der Popszene einen enormen Einfluss hinterlassen hat.
Unzählige Songs und Elemente wurden hieraus entnommen und von bekannten Künstlern zu radiotauglichen Popsongs verarbeitet. So auch bei dem Song „Hinterher!“, welcher zur Abwechslung mit einem heftigen Industrialpart daher kommt. Stimmliche Höchstleistungen werden beim Song „Komm schon, Gary“ vollbracht. Thematisch wird hier das Bondage mit schleimigen Haustieren beschrien und bekeift. Folk-Elemente hat man bei „Krosse Krabbe!“ in das Geprügel eingebaut. Der Höhepunkt des Albums ist der Titelsong „Mein Gedudel (XXL-Version)“, ein dreiminütiges Gemetzel, mit einem enorm technischen Schlagzeugsolo und einem genial in Szene gesetzten Background-Chor. Kann man diese Musik eigentlich stadiontauglich machen?

Ja man kann… bei „Ramba Zamba“ hat man es geschafft südamerikanische Rhytmen mit heftigstem Grindcore zu vermischen. Nach einem düsteren Start hat man dies auch bei dem erschreckend negativen Song „Hurra“ umgesetzt. Zum Ende des Albums wird es nochmal richtig krass. Der so genannte „…(Hidden Track)“ ist so komplex, dass es schwer wird ihm überhaupt nur ansatzweise zu folgen. Hier handelt es sich technisch um ein musikalisches Meisterwerk, welches Seinesgleichen sucht.

Wer anspruchsvollen, technischen Metal mit hohem Grind-Anteil sucht, ist mit dem Album „Mein Gedudel“ sehr gut bedient.