Your Heroes Are Dead Tour – Hamburg 29.04. – MS Stubnitz

Your Heroes Are Dead

Wie einige anhand unseres Trashtalk-Interviews mit Olli & Tobi von FINSTERFORST erkannt haben, waren wir bei der Tour vor Ort, um Euch auch live ausführlich und in adäquater Art und Weise zu Berichten. Los geht’s!

Kurz nachdem das Interview beendet und das Bier geleert war, ging es dann auch das erste Mal in die gute Stubnitz selber. Die Landratten Paddy und Alex – die absolut rein gar nichts beruflich mit Schiffen zu tun haben….., haben sich natürlich sofort zurecht gefunden und sofort die Bühne entdeckt. Wie bei jedem guten Schiff befindet sich diese auch bei der Stubnitz – oder auch liebevoll „Stubi“ genannt – unter Deck.

Mit EVERTALE wurde der Abend eröffnet. Die Jungs spielen tighten Power Metal aber ohne das bekannte Geschrei, das nur Hunde hören können. Mit Wombo von FINSTERFORST an den Drums gibt es auch noch ordentlich Geballer von der Trommel-Fraktion. EVERTALE liefern ein richtiges Brett ab und zeigen, dass sie wohl den Gitarristen mit den heftigsten Skills des Abends haben. Der gute Herman von Dragonforce kann einpacken. Als Opener sind EVERTALE gut gewählt, sorgen noch für den einen oder anderen Lacher durch die leicht selbstironischen Ansagen und machen gut Stimmung für die nächste Band.

FIRTAN sind, wie uns Olli verraten hat, die kleinen Schwestern von FINSTERFORST, müssen sich jedoch keinesfalls verstecken hinter ihren großen Brüdern. Die Jungs liefern ihre ganz eigene Auffassung von Black Metal ab und sind zweifelsfrei für die Bühne geboren. Bei FIRTAN geht es einfach nur um die Musik und die liefern sie grandios ab. Hier gibt es keine ausführlichen 37-Minütigen Monologe zu den folgenden Songs, wie es bei anderen Genrevertretern leider häufig üblich ist. Hier gibt es einfach nur auf die Fresse. Leider ist aber auch hier die Stubi noch nicht wirklich gut gefüllt und das Publikum ist eher verhalten. Doch man müsste meinen, dass sich dies spätestens bei der nächsten Band ändert.

Die JBO des Paganmetal betreten die Bühne: FINSTERFORST!  Der Platz vor der Bühne ist noch immer nicht wirklich voll, aber das scheint die Band nicht zu stören, denn diese ergötzt sich an den paar treuen Headbangern und seriöse Journalisten mit Pikachu-Caps. Die Band gibt gleich richtig Gas und haut richtige Brecher raus. Zwischenzeitlich werden dann noch alle Musiker der anderen Bands auf die Bühne geholt, um so richtig abzufeiern. Die Idee zeigt Wirkung, denn auch das Publikum feiert so richtig. FINSTERFORST ist eine Band, die man einfach lieben muss und das sage ich nicht nur, weil ich von Ihnen Alkohol bekommen habe. Nein, ich sage es auch, weil die Band live einfach absolut überzeugt und in einer perfekten Symbiose mit den Fans steht. Hier und da ein paar kleine Ansagen, um die Fans bei Laune zu halten und den Rest der Zeit ordentlich Geballer mit tighten Songs. So muss das sein.
Mit ELVENKING betreten die Headliner die Bühne und kurze Zeit nach Beginn, verlassen viele der ohnehin schon wenigen Fans Fluchtartig den Raum, denn Sänger Damna scheint ein paar zu viel gehabt zu haben. Sehr gemischte Gefühle treten auf, wenn man den Sänger recht hilflos betrunken auf der Bühne sieht. Ein Teil ist Mitleid, ein Teil Verwirrung und ein Teil – der wohl größte – eine Mischung aus Wut und innerer Freude. Es ist schon lustig den Guten so zu sehen, wäre ich aber nur für eben diese Band gekommen, hätte ich jetzt wohl ne Hasskappe. Also einfach abhauen und die Band mal machen lassen. Passiert jedem Mal.

Alles in allem war der Abend jedoch ein voller Erfolg, schade nur, dass nicht mehr Fans den Weg zur Stubnitz gefunden haben, um einen grandiosen Abend zu verbringen.

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