INFERNAL ANGELS - Ars Goetia (Review)
Infernal Angels - Ars GoetiaGenre: Black/Death  Metal
Label: My Kingdom Music
Veröffentlichung: 20.01.2017
Bewertung: Gut (6/10)

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Vergesst Pizza und Spaghetti – Der heißeste Shit aus Italien heißt Black Metal! Genauer und ganz wörtlich: INFERNAL ANGELS. Nach drei Jahren melden sich die Italiener zurück mit ihrem neuen Album ‚Ars Goetia‘.
Für alle, die noch nicht ganz im Bilde sind: Die Jungs sind 2002 auf dem Black Metal Radar erschienen und haben noch im selben Jahr ihr erstes Album veröffentlicht. Seither waren sie sehr fleißig: Bis jetzt sind es insgesamt sieben Stück, darunter auch das Album ‚Midwinter Blood‘, das nicht nur in Italien großen Anklang fand. Seitdem das Ding auf dem Markt ist, bezeichnet sich die Band selbst als „Oberhaupt“ des Italienischen Black Metal. Dabei haben sie als Einflussgeber kaum eine bekannte Black Metal Band ausgelassen: DISSECTION, TAAKE und GORGOROTH sind nur ein paar wenige, an die sich die Jungs lässig anlehnen.
‚Ars Goetia‘ lässt uns schon mit dem Intro ‚Amdusias – The Sound Of Hell‘ den Pfad in die dunkelsten Abgründe hinabsteigen. Die langsamen und tiefen Klänge der Gitarre sowie Regen und Donner leiten die typische Kälte des Black Metal szenisch ein, bevor das große Knüppeln beginnt.
Der Einstieg des Albums mutet zunächst etwas holprig an, bevor sich auch der ein oder andere melodische Part raushören lässt. Der Wechsel zwischen clean Vocals und Growling ist gekonnt und hüllt uns zuweilen in einen gruftigen Mantel ein. Ebenso manche Passagen, die mit Chorgesängen untermalt sind, die die Unruhe aus dem gängigen Geschrammel nehmen. Zwischendrin werden die Tracks etwas fad und es drängt sich der Eindruck auf, als würde der Vollständigkeit halber so ziemlich jedes musikalische Stilmittel angewandt, um das Ruder rumzureißen.
Besonders auffällig und omnipräsent sind Gitarre und Gesang; sie drängen alle weiteren Instrumente ein wenig in den Hintergrund, was dem Tonus des gesamten Albums aber nicht abträglich ist – im Gegenteil: Diese beiden Parts allein schaffen schon den dunklen melodischen Faden, der durch fast alle Tracks führt. Ab dem letzten Drittel des Albums nehmen die Jungs nochmal richtig Fahrt auf. Doublebase, Gitarrengeschrammel und fast schon wehklagender Gesang sind Programm.
Fasst man alle musikalischen Skills zusammen, kommt dabei ganz guter melodischer Black Metal raus. Die gewisse Würze, die das Album pikanter macht, ist besonders durch den so typischen Black Metal Move des Schlonzens hier und da gegeben, wobei sich oft die Frage stellt, ob der Sänger sich verschluckt oder keinen Bock mehr auf seinen Text hat. Allein dieses Geräusch gibt der gesamten Musik einen richtig dreckigen, abgefuckten Touch.
Der letzte Track ‚Beleth- Lord Of Chaos And Spirals‘ erinnert stark an ‚Blow Your Trumpets Gabriel von BEHEMOTH. Majestätisch lassen INFERNAL ANGELS ihr Album ausklingen.