COUNT II ZERO Interview

Die Zwei Pikachu-Cap-Reporter Alex Diamond und Patrick Star trafen sich für ein wildes Interview mit der Hamburger Post-Hartcore Band COUNT II ZERO, die noch gerade zuvor als lokaler Support für VITJA im Rahmen ihrer ‚Digital Love 2017‘-Tour das Logo heiß gemacht haben. Der Versuch einer Sortieraktion nach Körpergröße, um den Eindruck der Dalton-Brücker aus Lucky Luke zu erwecken, endete leider im Chaos. Es konnte schließlich der unsortierte Haufen auf dem Unigelände der Universität Hamburg mit reichhaltigen und sinnbefreiten Fragen bombardiert werden.

Alex Diamon:
Ja hallo erstmal. Stellt Euch doch mal ganz kurz alle vor! Wer seid Ihr? Was macht Ihr? Und was ist Euer Lieblingsbier?

Ganze Band im Kanon:
Wir sind COUNT II ZEROOOO~ !!!

Adrian:
Ich bin der Adrian, ich Spiele Gitarre und mache die Clean Vocals. Ja und Lieblingsbier ist wohl Astra oder 5.0.

Marc:
Jo also ich bin der Marc und ich ersetze Adrian an der Gitarre, wenn er es verpatz. Aber ich spiele auch sonst Gitarre in der Band. Ich trinke eigentlich immer das Bier was am günstigsten ist.

Olli:
Moin ich bin der Olli und ich mache die Main Vocals und ersetze Adrian wenn er die Vocals verkackt. Ich trinke kein Bier, denn ich bin ja ein verantworungsvolles Menschlein.

Miriam verwundert pöbelnd von der Seite:
Was??? Du trinkst nie Bier?

Olli:
Ah klar! Ich trink doch Astra! Aber nur ganz selten mal.

Marc wirft ein:
Ja! Er ist ja nähmlich Kung-Fu Weltmeister!

(ein erstautes „Uhhh Hooooo“ geht durch dir Runde)

Olli:
Ja vielen Dank! Mehr Werbung braucht man nicht! Aber ich reiche mal weiter an der Großen.

Ulf (a.k.a. Ubu):
Hey ich bin der Ubu und ich spiele Bass in der Band. Und mein Lieblingsbier …

(mehre Sekunden vergehen während er die Bierflasche in seiner Hand inspiziert)

… ah Jever! Und wenn mal alle Gitarren aussetzen, dann helfe ich aus, denn ich hab ja einen 5-Saiter Bass und kann damit praktisch alles machen. Aber sonst bin ich der Ruhepol und der Brummbär in der Band.

Miriam (a.k.a. Mimi):
Also ich bin die Mimi und ich spiele Schlagzeug in der Band und meine Lieblingsbier ist Carlsi … also Carlsberg.

Alex Diamon:
Ja besten Dank! Wir kommen jetzt mal direkt zum harten Schinken. Ihr habt ja jetzt gerade Euren dritten Auftritt mit Eurem neuen Sänger Olli und leider auch den letzten mit Miriam am Schlagzeug. Erzählt doch mal! Wie ist es dazu gekommen?

Marc:
Also unser alter Sänger hatte, glaube ich, keine Lust mehr auf diese Art von Musik. Von heute auf morgen hat er auf einmal tschüss gesagt. Wir haben es alle nicht so richtig verstanden und plötzlich stand er da. (mit dem Finger auf Olli zeigend)

Olli:
Ja genau! Die haben mich auf Tinder aufgegabelt. Es gab halt einen ‚Match‘, dann haben wir uns mal zum Unterwäscheaustausch getroffen und das hatte dann ganz gut gepasst.

Miriam:
Ja also ich hab mich immer sehr wohl gefühlt in der Band, aber ich bin momentan leider gesundheitlich angeschlagen und kann kräftemäßig leider nicht mehr weiter machen.

Alex Diamon:
Das Interessante an dem Job des Interviewers ist es ja immer Fragen zu stellen, die einen etwas aus dem Konzept bringen. Ich könnte ja alle möglichen Fragen fragen, die man überall sonst nachlesen kann. Aber das wäre ja langweilig! Also wer von euch kann den besten Apfelkuchen backen?

(Wildes Rumgeschreie beginnt, bei dem jeder behauptet er/sie wäre der/diejenige welche/r den besten Apfelkuchen backen könnte. Nach einiger Zeit einigt man sich.)

Ulf:
Ja also ganz klar Miriams Mutter!

Alex Diamon:
Ja aber aus der Band?

Miriam:
Ja dann bin ich das! Ich habs ja schließlich geerbt!

(Verbales Handgemenge beginnt von Neuem. Eine nicht zuordenbare Stimme ruft: „TRIAL BY COMBAT“.  Es wird weiter diskutiert und unsachlich bemängelt, dass die Apfelkuchen von einander gar nicht probiert wurden und daher keine übereinstimmende Antwort abzugeben sei!)

(Nach unzähligen Augenblicken…)

Patrick Star:
Ou man… das wird viel zum Abtippen.

Alex Diamond:
Ihr hab ja vor einiger Zeit eine EP rausgebracht mit fünf Tracks. Habt Ihr für die nähere Zunkunft etwas neues geplant mit der neuen Besetzung?

Marc:
………..Nö

(dramatisches Gelächter)

Miriam:
Mensch! Wir waren doch gerade erst im Studio man!!!

Patrick Star:
Im Fitness Studio?

Adrian:
Wir waren tatschächlich gerade im Recording-Studio und haben ein paar Songs aufgenommen, müssen aber mal schauen, was daraus wird.

Ulf:
Wir müssen auch nochmal schauen, wie wir den Verlust von Miraim kompensieren. Wir sind ja immer eine Einheit gewesen als Band. Auch jetzt mit unserem neuen Sänger. Und wenn wir was neues geschrieben haben, dann waren auch immer alle daran beteiligt. Da kann jetzt nicht einfach einer ankommen und sagen: „Jo da bin ich ich! Ich will jetzt mal hier ein bisschen drummen!“. Da müssen wir mal abwarten, bis wir einen würdigen Ersatz gefunden haben.

Patrick Star:
Jetzt mal zurück zu den etwas generischen Fragen. Ihr habt ja gerade als Opener für VITJA gespielt. Wie ist Eure Selbeinschältzung von Eurem Auftritt? Hab Ihr abgeliefert oder abgeholt?

Miriam:
Es war suuupppiiiii!!!

Marc:
Ja alles! Wir haben abgeliefert und abgeholt!

Adrian:
Ja … und vielleicht auch runter geholt…

Miriam:
Hast du die ‚Wall Of Death‘ gesehen?! Die war der Hammer! Sowas hab ich noch nie gesehen!

Patrick Star:
Ja hab ich! Ich war dabei!

Adrian:
Und vorallem, dass du die ganz alleine gemacht hast!

Patrick Star:
Ja ich hab mich einfach um mich selbst gedreht!

(Klarstellung der Tatsachen: Es gab wirklich eine ‚Wall Of Death‘, die aus unzählichen Menschen bestand, und nicht nur aus einer Person.)

Patrick Star:
Mal eine andere Frage. Ihr spielt ja nicht immer als Vorband von irgendwem. Ihr spielt ja auch ab und zu mal als Headliner eine Veranstaltung. Habt ihr da verschiedene Herangehensweisen wie ihr euer Set zusammensetzt, bis auf natürlich den Zeitfaktor?

Marc:
Also im Prinzip spielen wir jedes Mal das gleiche Set und schneiden es einfach hinten ab, je nach Länge der Zeit, die uns zu Verfügung steht.

Adrian:
Bei einigen Locations muss man echt sehr darauf achten, dass man nicht überzieht, weil die selber nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit laute Musik spielen dürfen. Wenn man dann als Opener überzieht, nimmt man automatisch den anderen Bands Spielzeit weg. Das ist natürlich nicht ok.

Patrick Star:
Und wie läuft das bei Euch mit den Ansagen zwischen den Songs? Überlegt Ihr Euch da vorher etwas oder seid Ihr da eher spontan?

Olli:
Also ich bin da ja tatschächlich eher spontan drauf. Ich schau wie der Abend so läuft und wie das Publikum so drauf ist. Wenn man in die Menge schaut, sieht man meistens recht deutlich, ob die Leute Bock haben oder fast einschlafen. Also man kann ja was vorschreiben und es auswendig lernen, aber ich halte da nicht so viel von.

Alex Diamond:
Es ist ja als kleine Band in einer so großen Stadt wie Hamburg, die natürlich von Bands komplett überlaufen ist, nicht besonders einfach an gute Auftritte ranzukommen. Und wenn, dann hat man meisten noch einen recht schlechten Pay-To-Play-Deal mit dem Laden. Wie läuft das bei Euch? Hab Ihr jemanden der sich fest um das Booking kümmert?

Ulf:
Bis jetzt war es echt jedes mal so, dass wir gefragt wurde, ob wir irgendwo spielen wollen. Sei es jetzt in der großen Markthalle, Pooca Bar oder im Logo. Wir mussten sogar viele Gigs absagen, weil wir an demselben Abend bereits woanders einen Auftritt hatten. Die ersten drei Anfragen für einen Auftritt im Logo mussten wir alle absagen! Wir wurden auch letztens eingeladen auf einem Festival in Böblingen zu spielen. Da haben wir dann einen Typen von einer Band names SCARECROW kennengelernt, die wir an dieser Stelle einmal ganz herzlich grüßen wollen.

Marc:
Wir haben ja auch mittlerweilen einen sehr guten Booker! Das darf man nicht vergessen!

Ulf:
Genau. Der hat uns schon ganz viele geile Gigs an der Start gefahren. Zum Beispiel am 30.05. im Kaiserkeller mit AVIANA und AWAKE THE DREAMER. Der organisiert uns da immer schöne Sachen zusammen. Auch hier einen lieben Gruß an den Jonas!

Patrick Star:
Um an das Thema anzuschließen. Was war den Euer größer Auftritt bis jetzt?

Miriam:
Also ich glaube das war der Gig in der großen Markthalle mit 10 Bands.

Adrian:
Wobei der letztens in Stade im Schlachthof war auch echt groß. Vorallem die Bühne war dort sehr geil!

Alex Diamond:
Wie läuft das bei Euch nach den Gigs. Setzt ihr Euch dann zusammen und analysiert Eure Leistung auf der Bühne? Macht das jeder für sich? Ihr seid ja sicherlich auch daran interessiert Euch als Live-Musiker ständig zu verbessern?

Ulf:
Also man merkt es ja nach einem Gig, wenn bei einem selbst oder einem Bandkollegen etwas schief gelaufen ist und nach einem Gig reden wir dann auch ganz offen drüber und versuchen dann das Problem zu beheben.

Adrian:
Das kommt immer drauf an. Wir sind ja alle in gewissem Maße selbstkritisch, sodass man auch selber merkt „Fuck! Du hast da was verkackt… oder nicht“ oder man merkt halt, dass bei jemandem anders was los war und dann redet man halt darüber. Aber wir sind jetzt nicht so drauf, dass wir uns da mit einem Flip-Chart hinsetzten und alles analysieren, wie solche Rugby-Spieler, die ihre Züge da planen. Wir benutzen ja auch viel Technik. Zum Beispiel einen Laptop mit Click und Backing Tracks. Wenn da etwas nicht funktioniert, dann ist das halt so. Da muss man nicht lange darüber diskutieren, sondern einen neuen Laptop kaufen. Aber generell ist das so, das sich hauptsächlich jeder für sich ärgert wenn derjenige was verpatz hat.

Miriam:
Genau! Jeder weiß ja, wie es laufen muss.

Patrick Star:
So jetzt gibts noch ein paar richtig beknackte Fragen zum Ende hin! Macht ihr eher Musik für Jungs oder für Mädchen?

(Bandmitglieder schauen sich ratlos gegenseitig an)

Marc:
Hmmm… ja also eigentlich für beide.

Adrian:
Wohl eher Singen für die Mädels und Gitarrespielen für die Jungs!

Olli:
Ja das sehe ich auch so! Absolut!

Ulf:
Ja wir machen für alle Menschen vor der Bühne Musik.

(ein „awwwww“ geht durch die Reihen)

Patrick Star:
Wenn Ihr eine Crew aus einem Comic oder einem Film sein würdet,  welche Crew wärt Ihr dann?

Ulf:
Reservoir Dogs!

Miriam:
Duck Tails!

Olli:
Power Rangers oder Ghost Busters!

Alex Diamon:
Also ich wäre ja für Pokémon.

(Miriam bestätig mit einem sehr laut, und hoch geschrienem „JA!“)

Adrian:
Naja… also das ist schon sehr schwierig.

Marc:
X-Men!

Adrian mit entsetztem Geschichtsausdruck:
Was??? Weil wir aussehen wie Mutanten?

Marc:
Ja genau.

Alex Diamond:
Sehr gut! Also bevor wir zur aller letzten Frage kommen. Habt Ihr noch aller letzte Worte, die Ihr noch gerne an die Welt entsenden wollen würdet?

Miriam:
Wir haben Euch lieb!

Ulf:
Mama! Ich bin im Fehrnsehen!

Miriam:
Für mich war es eine sehr schöne Zeit in dieser Band und ich freue mich sehr dabei gewesen zu sein! Wir hatten eine tolle Zeit zusammen! Und jetzt muss ich leider gehen.

Ulf:
Ohje… Also ich findes es gut an unserer Band, dass wir immer zusammen stehen und die Musik spielen die wir mögen und lieben. Ich finde es sehr schade das die Dame neben mir gehen muss, aber es geht weiter.

Olli:
Ja ich freu mich auf die gemeinsame Zeit zusammen mit der Band und auf alles was noch so auf uns zu kommt! Gigs, größere Gigs und Festivals und was auch immer!

Marc:
Also ich fands bis jetzt schön mit Euch, und ich werde es auch in Zukunft mit Euch schön finden. Ich freu mich auf die gemeinsame Zeit. Achja… und Weltfrieden! Die Weltherrschaft ist unser!

Adrian:
Ich schließe die Runde jetzt mal ab mit „Wir haben uns alle lieb!“.

Alex Diamond:
So letzte Frage! Welchem Magazin habt ihr gerade eine Interview gegeben?

(großes Gelächter aller Anwesenden)

Adrian:
Mens Health!

Ulf:
Penthouse oder Bild Zeitung!

(nach mehreren Tipps hat Miriam dann als erste den Namen unseres Magazins zusammenbekommen)