SCHAFOTT - The Black Flame
Schafott_The_Black_Flame_Vinyl-Cover Genre: Black/ Thrash Metal
 Label: High Roller Records
 Veröffentlichung: 25.08.2017
 Bewertung: Klasse! (08/10)

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Für alle, die es etwas ruppiger mögen, kommt diesen August ganz was Feines in die Plattenläden: SCHAFOTT veröffentlichen dann nämlich ihr zweites Album „The Black Flame“. Die Band ist noch recht frisch, 2013 erst gegründet haben sie ein Jahr später ihr Demo „Satan’s Throne“ released und seitdem diverse Liveauftritte kredenzt.

Das Intro fängt ganz harmlos an mit düsterem Wummern und wiederkehrenden Stimmen in verschiedenen Lautstärken, die ein- und ausfaden, als würden sie an einem Karussell vorbeiziehen. Als dann die melodische Gitarre einsetzt, klingt es fast wie ein Abspann eines achtziger Jahre Actionfilms, bevor einen im ersten Song die volle Wucht aus Geschwindigkeit und aggressiven Backgroundvocals trifft. Die Musik legt ein ordentliches Tempo vor, das von flotten Gitarrenriffs und den für Thrashmetal so typischen schnellen Drums angeführt wird. Gesanglich erinnert das Ganze beim ersten Hören an eine Mischung aus Rechtsrock und Blackmetal – es ist kratzig, rau und aggressiv. Hier und da schleicht sich das ein oder andere höhere Gitarrensolo rein, was einen ganz subtilen Beigeschmack von Speedmetal mit sich bringt.
Es folgt der namensgebende Song des Albums und die Dresdner prügeln mit einer schönen Mixtur aus Black und Thrash drauf los. Die Vocals werden rotziger und ziehen sich am Ende etwas in die Länge. Der Hall auf dem Gesang komplettiert das düster-feuchte Klima, das man vom Black Metal erwartet. Das Schlagzeug ist hier absolut vordergründig und gibt das Tempo vor – bei einem Live Auftritt würden spätestens bei dem Song die Fetzen fliegen!
Weiter geht’s mit flotten Gitarren, während der Gesang immer schwärzer wird; ein markerschütternder Schrei jagt den nächsten, bevor die Musik langsamer wird und gewichtig voranschreitet. Die Passagen werden mittendrin melodischer und durch die Doublebase noch gewaltiger.
Was dem Ganzen ein gewisses Crowdfeeling gibt, sind die Backgroundvocals von den anderen Bandmitgliedern, die Musik hat auf jeden Fall Eskalationspotential!
Im weiteren Verlauf werden Bass und Rhythmusgitarre etwas vordergründiger, während die Sachsen immer wieder zwischen Black, Thrash und rauem Hooligansound schwanken. Gegen Ende des Albums kommt mehr und mehr dumpfes Getrommel dazu, was die Mischung abrundet. Zum Schluss liefern uns die Jungs nochmal schön langsame Gitarrensounds, die sich melodisch ein bisschen an Hard rock anlehnen, bevor wieder Doublebase und entferntes Geschrei einsetzen.
Insgesamt haben SCHAFOTT eine sehr interessante Mischung gezaubert, die so einige Einflüsse aus verschiedensten Genres zu bieten hat. Seid gespannt auf das, was da im August auf euch zurollt. Es wird groß!