ROCKHARZ 2017 – Der Bericht inkl. Campingplatzgalerie


—DIENSTAG—

Für einige Leute ist bereits der Dienstag der Anreisetag des Rockharz Festivals, so natürlich auch für Captain Pikachu und seine Crew von Betrunkenen. Die Erwartung war eigentlich, dass es wie jedes Jahr Stunden dauert, um auf das Gelände zu kommen, doch dem war nicht so. Respekt an die Organisatoren des Festivals, denn wir kamen etwa zwei Stunden nach Campingplatzeröffnung und mussten nur etwa 15 Minuten warten, um auf das Gelände zu kommen. Danach ging es dann ans typische Zeltaufbauen und zelebrieren, genau wie es sein soll.

 

—MITTWOCH—

Der Mittwoch ist beinahe wie der Dienstag, mit dem kleinen Unterschied, dass es zumindest ein paar Bands gibt, die die Bühnen des Rockharz Festivals bespaßen. Eine dieser Bands ist STAHLMANN, die ein wenig an Rammstein erinnern, nur halt eben in deutlich besser.
Das erste Besondere das auffällt ist, dass die vier Mannen zur Abwechslung nicht silber sind, da sie, wie sie selber sagen, ihre Schminke irgendwo zwischen Mannheim und dem Harz vergessen haben. Der Stimmung und der Show tut dies zum Glück keinen Abbruch, denn beides ist absolut grandios. Songs wie „Spring Nicht“ oder „Plasma“ werden von Band und Publikum genutzt, um so richtig zu eskalieren und zu feiern. Ein wirklich gelungener Einstieg in das Rockharz Festival.

Kurz danach standen ORDEN OGAN auf der Bühne, die eine beachtliche Fangemeinde im Harz zu haben scheinen, da es bereits am Mittwoch richtig voll vor der Bühne war. Hier und da waren ein paar Crowdsurfer unterwegs, die die Securitys noch zu später Stunde ins Schwitzen brachten. Wie es für das RockHarz schon seit Jahren üblich ist, war natürlich auch hier der Sound absolut grandios, sodass es für jeden Fan ein noch geileres Erlebnis war als ohnehin schon. Songs wie „Gunmen“ feiert das Publikum richtig ab und auch die Band hat sichtlich Spaß an ihrem Auftritt.

 

— DONNNERSTAG —

Der Donnerstag begann ein wenig verkatert und der halbe Campingplatz fühlte sich offenbar so, als wäre man die Nacht zuvor kollektiv von der Teufelsmauer gesprungen. Dazu kam noch eine sagenhafte Hitze, sodass sich alle später im Krebsgang befanden, zumindest rein optisch.

Mit APRON ging der Tag los und diese und haben das Publikum gleich in ihren Bann gezogen. Das Publikum war von Beginn an, trotz der frühen Stunde, auf der Seite der Band und haben ihre Show gnadenlos zelebriert. APRON dankten es dem Publikum, indem sie beim Song „Taktstock“ nicht nur kleine Partietröten, sondern auch Vodka ausgegeben haben – stilecht in Glasflaschen versteht sich, demnach sehr zur Freude der Securitys. Nach einem viel zu kurzem Auftritt folgte dann die nächste Band.

Mit NACHTBLUT ging es weiter, diese brauchten nicht lange, um zu merken, dass die Tageszeit definitiv die falsche war. Der Sound war, unüblich für‘s RockHarz, nicht perfekt aber dennoch noch weit über dem Durchschnitt. Andere Festivals sollten sich hier wirklich eine Scheibe abschneiden. Unser seriöser Redakteur nutze den Tag, um Cocktails im VIP Bereich auf Sonnenliegen zu trinken – mit perfektem Blick auf die Bühne.

Nach ein paar Bands Pause für typische Festivalaktivitäten folgte dann bereits eines der Highlights des Festivals: KADAVAR. Gefühlt befand sich der gesamte Campingplatz bereits im Infield, um die Jungs zu feiern. Diese haben die Unterstützung des Publikums sichtlich genossen, sodass Fans und Band gleichermaßen einen wundervollen Donnerstagabend miteinander verbracht haben. Der Sound hätte zwar ein wenig drückender sein können, aber ein paar kleine Abstriche müssen ja überall gemacht werden.

ARCH ENEMY kamen nur wenige Minuten später auf die Bühne und was soll man hier noch groß sagen? Die Mannen und Frontfrau Alissa White-Gluz können von sich behaupten, jedes Mal totalen Abriss zu liefern. Songs wie „Ravenous“ oder „War Eternal“ kommen bei dem Publikum einfach immer an, da ist es auch nicht weiter schlimm, dass Sängerin Aissa nicht wirklich auf der gesanglichen Höhe ist und das gewisse „Etwas“ fehlt, dennoch wuselt sie die ganze Show über auf der Bühne und und her und heizt dem (männlichen) Publikum ordentlich ein. ARCH ENEMY sind und bleiben einfach eine Institution und eine sagenhaft gute Liveband.

Zur Abwechslung wird es nun mal richtig laut, denn offenbar hat der Mischer endlich die richtigen Regler gefunden. Natürlich hätte es bei keiner Band schlechter passen können wie bei IN EXTREMO, die sich zwar einer enormen Fangemeinde erfreuen, aber dennoch einfach immer nur denselben Kram machen. Ungebildet wie ich bin, habe ich mir dies auch nicht zum tausendsten Mal angehört, denn, wie ein freundlicher Kollege so schön sagte: „Hast Du die ein Mal gesehen, wird Dich gar nichts mehr überraschen. Die Show ist immer gleich“. Das muss man sich zu später Stunde dann nicht noch antun.

Die letzte Band des Abends ist auch gleichzeitig die Band, die für den Muskelkater am nächsten Tag verantwortlich ist. FIDDLERS GREEN haben ihre Wall Of Folk im Gepäck und lassen so richtig die Sau raus. Hier wird gesungen, gelacht, getanzt und was nicht noch alles. Egal ob man die Musik mag oder nicht, FIDDLERS GREEN machen einfach immer Show und Stimmung, hier konnte sich niemand auf den Beinen halten und das gesamte Infield entwickelte sich zu einem tobenden Hochofen aus eskalierenden und feiernden Menschen. Eine Party, die man nicht mal mit einem Kanister Tequila wieder vergessen kann. Sagenhaft, mehr muss man hier gar nicht zu sagen.

 

—FREITAG—

Der Freitagsbericht ist in diesem Fall etwas ganz besonderes, denn dieser wurde direkt am Samstag auf die wohl dümmste Weise überhaupt geschrieben. Cpt. Pikachu hatte nämlich die grandiose Idee, sich mit seinem Laptop an den Campingplatz zu setzen, um in der Sonne die Berichte der bisherigen Bands zu schreiben. Team Rocket, alias das Camp des Captains, kam dann auf die grandiose Idee, hieraus ein Spiel zu machen. Jeder im Camp muss einen Begriff auf einen Zettel schreiben, der dann irgendwie sinnvoll in den Bericht eingebaut werden musste. Die folgenden Zeilen werden also äußerst interessant. Die farbigen Begriffe zählen zur Aufgabe.

Los ging es dann am Freitag mit einem Met mit Kirschsaft, einem Klopper mit 20% und CYPECORE. Die Jungs aus Mannheim geben gleich so richtig Gas und starten direkt mit ihrem Flaggschiff „The Hills Have Eyes“. Die Show ist, wie typisch für CYPECORE, eine absolute Wucht. Fans sind leider nicht besonders viele vor Ort, doch die wenigen machen dafür umso mehr Stimmung und singen zu ihren Lieblingssongs wie „Identity“ oder „Saint Of Zion“ textsicher mit. Das einzige Problem ist, dass der Gesang am Anfang nicht zu hören war. Hier hätte der Tontechniker die Kabel lieber mal mit etwas Panzertape flicken sollen.

Weiter ging es mit EWIGHEIM, die ein wenig so wirken, als hätten sie ein wenig zu viel Desoxyribonukleinsäure in ihren Radischentee gekipppt. Die Bewegungen sind eher statisch und gelangweilt, viel Stimmung kommt hier leider nicht auf. Der Sänger wirkt ein wenig wie ein jüngerer Heino-Verschnitt und hat am heutigen Tage einfach nicht das gewisse Etwas. Hier kann man die Zeit also getrost auf dem Dixiklo verbringen.

Ein wenig folkig wurde es dann mit FIRKIN, die mit Songs wie „Whiskey In The Jar“ das Publikum ordentlich zum Feiern gebracht haben. Das ein Flötist mehr Stimmung macht als alle Anderen in der Band ist zwar ungewöhnlich, aber keineswegs negativ. Die Stimmung war auf dem absolutem Höhepunkt und die Fans fanden sich nach und nach auf dem Infield ein, um sich ein wenig in ihrer zweiten Heimat, der RockHarz Entwicklungsumgebung, auf die nächsten Bands vorzubereiten.

Während der nächsten Bands wurde dann ein feuchtfröhliges Interview mit dem symphytischen Frontmann von CYPECORE geführt. Die wundervolle Teletubbie-Sonne musste zwischenzeitlich Regen und Hagel weichen, doch auch dies war schnell vorüber

Die letzten Züge von UNZUCHT wurden dann noch genutzt, um ein wenig den Metal Markt zu erkunden, der neben den klassischen Metal-Produkten wie Hörnern, Schmuck und  Klamotten auch Holzvibratoren verkaufte….vermutlich für einsame Stunden in Zentralafrika.

Um das Koherenzgefühl ein wenig mehr zu steigern, ging es dann vorerst zurück auf den Campingplatz. Im selben Zuge kann man die freien Stunden nutzen, um ein paar Fotos vom Geschehen auf dem Campingplatz zu machen. Hier findet man einfach alles. Nackte Typen die einem Wookie sehr ähnlich sehen liegen direkt neben nackten Typen die weder Sackbehaarung noch sonst ein Haar am Köper tragen. Ich wünschte wirklich ich hätte mir das ausgedacht. Ein paar Fotos von interessanten Camps und Flunkyballturnieren, auf denen interessanterweise IMMER eine ominöse Gestallt namens Olaf – dem alten Eiersollbruchstellenverursacher–  zu finden ist, sind natürlich auch dabei. Als kleiner Tipp für’s Leben: Wenn man beim Flunkyball vor‘m Kotzen eine Safari anmeldet, gibt es kein Strafbier.

Nach einer kurzen Stärkung ging es dann auch wieder auf das Gelände, um eine der Headlinerbands zu sehen. HEAVEN SHALL BURN haben nicht abgeholt, sondern richtig abgeliefert. Eine Institution ein Aggressivität und Brutalität, die ihre Fans von der ersten Sekunde an absolut im Griff haben. Der Sound ist absolut überragend und drückt zum ersten Mal des Tages so richtig im Gesicht. Das Infield ist so voll wie ein Dixi, bei dem man alleine vom Ansehen Angst hat, sich mit einer Mischung aus Super-AIDS und Eichelkäse zu infizieren. Selbst wenn man, so wie ich, kein Fan der Band ist, kann man hier nicht bestreiten, dass HSB eine fabelhafte Show abgeliefert haben, die scheinbar jedem Besucher gefallen hat.

Eine der Bands, die etwas böser sind und daher zu später Stunde auftreten, wenn die kleinen Kinder schon schlafen, ist BELPHEGOR. Diese macht jedoch ihr böses Image schnell durch lächerliche Ansagen kaputt. Guturaler Gesang ist zwar schön und gut aber derartige Ansagen können das Ganze ein wenig lächerlich klingen lassen, sodass viele Leute vieles einfach falsch verstehen und „Lucifer Incestus“ schnell zu „Party Bus“ wird. Die Show ist dennoch ein ordentliches Brett und der Platz ist trotz später Stunde noch brechend voll. Eigentlich muss man zum Sound gar nichts mehr sagen, denn dieser stimmt auf dem RHZ einfach, bis auf einige ganz wenige Ausnahmen aber da kann man mit Leben.

Als allerletzte Band des Tages sind die Piraten von MR. HURLEY UND DIE PULVERAFFEN auf der Bühne, die gleich zu Beginn ihre Dankbarkeit ihren Fans gegenüber zum Ausdruck bringen, dass diese noch überaus zahlreich vor der Bühne zu finden sind. Obwohl es bereits weit nach 01:00 Uhr Nachts ist tanzen und singen die Leute als hätten sie gerade einen erholsamen Mittagsschlaf gehalten. Hier zeigen die Fans wirklich Durchhaltevermögen.

—SAMSTAG—

Der letzte Festivaltag ist gefühlt bereits viel zu schnell gekommen und die ersten Besucher sind bereits mitten in der Abreise, offenbar wissen diese nicht, dass mit die besten Bands erst Samstag die Bühne betreten. Los ging es direkt mit THE VINTAGE CARAVAN, die während der Mittagshitze die Bühne entern. Die Isländischen Bluesrocker haben eine beachtliche Fangemeine im Harz und haben sichtlich Spaß an ihrem Auftritt. Gitarrist Oskar übertrifft an verschiedenen Gesichtsausdrücken beinahe noch Lenny von ENDSEEKER und sorgt so für viele Lacher im Publikum.

Einige Zeit später ging es dann weiter mit KORPIKLAANI, die nüchtern gar nicht mal so gut wirken. Einige Fans feiern dennoch ordentlich mit aber dem Großteil scheint besonders die Songauswahl nicht zu gefallen. Die Band versucht beinahe verzweifelt eine grandiose Show zu liefern und das Publikum zu animieren, dennoch springt der Funke bei vielen Besuchern einfach nicht über, denn neben einigen einzelnen Ausdruckstänzern und einem kleinen Pit stehen die meisten Leute nur gelangweilt rum und unterhalten sich. KORPIKLAANI sollte man halt einfach nicht um 19:30 des letzten Tages auf die Bühne lassen.

Umso besser wurde es danach mit dem unangefochtenem Meister der grandiosen Liveshows: Mikael Stanne und seine Jungs von DARK TRANQUILLITY. Wer diese Band noch nie gesehen hat, kann es sich nicht vorstellen. Sänger Mikael sieht nur das Publikum an uns dieses fängt an zu jubeln, er will eine Ansage machen und kommt nicht zu Wort, weil das Publikum in Ekstase fällt und absolut alles zelebriert. Die Band ist und bleibt eine feste Größe der Szene und bei Song wie „ThereIn“, „The Science Of Noise“ oder „Miserys Crown“ bräuchte Mikael selbst gar nicht singen, bei der wahnsinnigen Textsicherheit des Publikums. Hier und da gibt es noch ein paar kleine Witze von der Band und eine Vorstellungsrunde der vielen neuen Musiker. Übrigens wurde die Band von Chris Amott (ex- Arch Enemy) an der Gitarre unterstützt, dieser ist übrigens der erste Musiker, der jemals direkt per Flugzeug zum Flugplatz in Ballenstedt (Gelände vom RockHarz) geflogen wurde. Was soll man noch sagen? DARK TRANQUILLITY muss man erlebt haben.

Direkt danach entert die Band die niemand richtig auszusprechen glaubt die Bühne: ELUVEITIE (Ausgesprochen wird es übrigens Elveitie). Das Publikum ist im Gegensatz zu DT noch eine ganze Ecke gewachsen und auch hier gibt es zahlreiche Gesangchöre, wenn die Schweizer Songs wie „Call Of The Mountains“ oder ihren Dauerbrenner „Inis Mona“ anstimmen. Auch hier ist der Sound wieder super abgemischt, auch wenn er, wie fast die ganze Zeit schon, ein wenig zu leise erscheint. ELUVEITIE liefern immer eine super Show ab, jedoch fehlt hier und da gelegentlich das gewisse Etwas, ebenso bei dieser Show. Aber das ist schon meckern auf ganz hohem Niveau.

ELUVEITIE sind Geschichte, jetzt kommen die Power Metal Legenden von BLIND GUARDIAN auf die Bühne. Hier stimmt alles. Sänger Hansi ist absolut auf der Höhe und die Band zockt sich durch die gesamte Bandgeschichte. Das Publikum ist völlig in Ekstase und singt so ziemlich jeden Song der Band mit. Bei einer Band, die es bereits über 30 Jahre gibt und die schon überall auf der Welt unterwegs war, hat aber auch einfach so viel Erfahrung, dass die Erwartung immer sehr hoch sind und die Band nicht immer diesen gerecht wird, hier jedoch schon, denn BLIND GUARDIAN haben richtig abgeliefert und dem RockHarz einen würdigen letzten Headliner des Jahres geliefert.

 

Fazit: Das RockHarz ist eines der besten Festivals Deutschlands. Die Securitys sind sagenhaft nett, entspannt und hilfsbereit – hier fühlt man sich richtig wohl. Die Besucherzahl ist mit etwa 13000 nicht zu groß und nicht zu klein, sodass man nicht eine Stunde über den Campingplatz laufen muss, um endlich an den Bühnen zu sein, sondern entspannte zehn Minuten schlendern selbst vom letzten Platz aus reichen. Was dann doch ein wenig gestört hat ist, dass es nur eine Wasserstelle gab und der Sound, so gut er auch war, im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich leiser war. Ansonsten ein absolut geniales Festival, welches ich nur jedem ans Herz legen kann. Leute, ab in den Harz!

 

 

5 Kommentare zu „ROCKHARZ 2017 – Der Bericht inkl. Campingplatzgalerie

  1. Da ich ebenfalls auf dem RockHarz war möchte ich mal meinen Senf zu dem Bericht dazu geben, meine Eindrücke scheinen wohl von denen des Autors eindeutig abzuweichen. Diese anderen Eindrücke möchte ich hier mal festhalten, sofern ich dem Autor nicht zustimme.

    Mittwoch
    Dass Stahlmann eine bessere Band als Rammstein sein soll lese ich hier zum ersten Mal. Einen essentiellen Teil seines Bühnenoutfits nicht dabei zu haben und nicht zu wissen wo dieser sich befindet ist mehr als nur unprofessionell und sollte in keinem Falle vorkommen, geht einfach nach vielen Jahren Konzerten überhaupt nicht!

    Donnerstag:
    Ob Kadaver nun ein Highlight eines Festivals ist oder nicht scheint wohl im Auge des Betrachters zu liegen, zumindest dem Slot nach, den Sie bespielt haben scheint die Band ja von der Orga des RoHa nicht so eingeschätzt worden zu sein wie vom Autor.
    Da der Autor Arch Enemy hier in den siebten Himmel lobt möchte ich mich mal ein wenig auskotzen, eigentlich nur darüber wie schlecht die Jungs vom Sound ihre Arbeit gemacht haben. Das ganze Konzert über war es möglich zwei Dinge zu tun: Alissa nicht zu verstehen und sich auf halber Strecke zwischen Bühne und Sound-Tower in Zimmerlautstärke zu unterhalten. Das Abmischen hatte ich aus 2015 definitiv besser in Erinnerung! Sehr schade, dass die Tontechniker unter anderem dieses Konzert auf der Darkstage verkackt haben.
    Dass InEx mittlerweile alte Hasen sind, ist definitiv ein offenes Geheimnis. Aber muss mich eine Band denn jedes Konzert aufs neue überraschen um mich mit ihrer Musik zu fesseln und mitzureißen? Arch Enemy, Blind Guardian und wie sie nicht alle heißen tun dies auch nicht. Ich frage mich eher ob da beim Autor eine gewisse Antipathie gegen InEx herrscht, wenn Arch Enemy kurz vorher auch nur ihr Programm runter gespielt haben und das da noch nichts schlechtes war?!

    Freitag:
    Kann ich nichts zu schreiben, da ich keine der Bands gesehen habe, die sich der Autor angeschaut hat, aber hier wieder die Frage: Haben Heaven Shall Burn auf dem RoHa etwas anderes getan als sonst auch? Im Bericht kommen Sie ja viel besser weg als InEx vom Donnerstag.

    Samstag:
    Dass Korpiklaani keine Band ist, die man am letzten Abend auftreten lassen sollte, wo viele schon anfangen ihren Alkoholkonsum runter schrauben kann ich bestätigen. Noch dazu kam leider, dass die Band im Vergleich zum Sänger auf der Darkstage, wie seit Tagen schon mal wieder viel zu leise war (so wie die ganze Bühne insgesamt).
    Nun zu Eluveitie, einer Band die mir viele Jahre Spaß gemacht hat. Bis Samstag. Dass was ich dort erleben durfte hat mich dazu verleitet den Eluveitie-Patch am nächsten morgen von der Kutte zu trennen und zu verbrennen. Dass die Band anders sein würde als zu Zeiten wo Anna Murphy noch gesungen hat ist klar, dass Sie sich aber eine so derart unpassende Sängeirn suchen hat mich sehr negativ überrascht. Der Stimme von Fabienne fehlt jegliche Tiefe, ich würde ihre Stimme eher als ein zartes Band beschreiben, das jederzeit reißen kann. Tut mir Leid Eluveitie, aber damit seid ihr einfach auf die Fresse geflogen, nicht empfehlenswert sich die Band live anzuhören oder dafür Geld auszugeben. Urteil: grauenvoll!
    Nun, da die Band schon schlecht weggekommen ist muss ich erneut über die Tontechnik meckern und schimpfen. Ich weiß nicht wo der Autor stand, ob er überhaupt vor der Bühne war oder was er womöglich getrieben hat, allerdings kann ich seinen Bericht nicht nachvollziehen. Das ganze Konzert über war Eluveitie unglaublich schlecht abgemischt und noch dazu hat die Tontechnik Soundprobleme, die für regelmäßiges „knacken“ in den Line Arrays gesorgt haben, NICHT in den Griff bekommen, das trübt den sowieso schon nicht vorhandenen Genuss dieses Konzerts um ein Vielfaches.
    FAZIT: Eines der schlechtesten Konzerte die ich bis heute gesehen habe, sowohl von der Band als auch von der Tontechnik!
    Dass Blind Guardian so gut weg kommt wundert mich, wo doch InEx noch für das Abspielen ihres „normalen“ Programms gescheltet wurde, in unserem Camp sind viele bereits nach der Hälfte wieder ins Camp zurück, wohingegen bei InEx das ganze Konzert genossen wurde obwohl es anfangs nur wenige Songs werden sollten.

    Bevor ich nun mit dem Bericht abschließe: Es ist ja schön ein paar Eindrücke vom Festival in verbildlichter Form zu zeigen, aber diese Wirken auf mich reichlich unkreativ: Das selbe Szenario in dreifacher Ausführung nur um die Galerie aufzupumpen kommt mit dem Urteil „lieblos“ wohl noch glimpflich weg. Warum nicht auch einige Aufnahmen auf dem Infield von den Menschenmengen/massen vor den Bühnen? Warum nicht abwechslungsreicher?

    Alles in allem (und nachdem ich den Autor dieses Artikels persönlich getroffen habe) finde ich seinen Bericht vor allem in Bezug auf die Tontechnik sehr stark geschönt. Auch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der nicht gerade geringe Alkoholkonsum des Autors wohl einige Lücken hinterlassen hat, da sich einige bandunabhängige Eindrücke von meinen stark abweichen.
    Da der Autor ja nun gleichzeitig auch derjenige ist, der dieses Magazin ins Leben gerufen hat könnte er meiner Meinung nach über folgende Frage ein wenig nachdenken: Wie seriös soll mein Magazin durch solche Berichte wirken?
    Das Fehlen von jeglicher Kritik abseits der Bandberichte finde ich unaufmerksam (da gibt es mMn defintiv welche, die angeführt werden sollte – daraus können auch die Veranstalter lernen und sich verbessern!) und bevor ich einige wenige Szenarien in mehrfacher Ausführung zeige, dann doch lieber keine.

    1. Um meinen Kommentar zusammenzufassen möchte ich dem Autor und anderen Lesern gerne folgenden Frage stellen:
      Habe ich ein andere RockHarz gesehen?

  2. Moin J.T., wo haben wir uns denn getroffen? Das Pseudonym sagt mir nämlich gerade gar nichts.

    Zu STAHLMANN: Hier sollte man vielleicht ein wenig zwischen den Zeilen lesen. Rammstein und Stahlmann haben ein ähnliches Genre, dennoch bin ich kein Rammstein-Fan, wie ich in früheren Berichten bereits kundgetan habe, daher ein derartiger Vergleich, ok? Und jeder kann mal etwas vergessen, das ist ganz natürlich. Dennoch auf die Bühne zu gehen und das Ganze locker zu überspielen zeugt jedoch von Kompetenz.

    Da bei KADAVER sehr viele Leute waren und ist die Beschreibung wohl zutreffen.
    Bei ARCH ENEMY hast Du offenbar nicht richtig gelesen, da ich zum einen sogar geschrieben habe, das Alissa selbst nicht auf der Höhe war und zum Sound habe ich hier zur Abwechslung mal gar nichts geschrieben, da man nicht zu jeder Band die selben drei Punkte abarbeiten kann bzw. sollte. Mal ist Fresse halten besser.

    InEx sind hier anders als Blind Guardian oder HSB – sie sind eher wie Sabaton. Wenn eine Band sogar jedes Mal die exakt selben Ansagen macht, dann ist dies schon eher traurig. Auch werden hier selten Songs getauscht, auch hier sind HSB und Bind Guardian anders.

    Nun zu ELUVEITIE: Dir ist schon bewusst, dass der Sound, besonders bei einem Open Air, stark vom Wind und vom Standpunkt abhängig ist, oder? Wenn ein Autor schreibt der Sound war z.B. gut, bezieht sich das nicht auf das gesamte Areal, sondern auf sienen Standpunkt. Gehe mal von der ersten REihe und die letzte und von ganz links nach ganz recht, dann noch Wind dazu und du wirst etliche verschiedene Soundprofile erleben. Niemand, auch kein Autor, kann während der ganzen Show nur von A nach B laufen, um auch jedes Soundprofil bis ins Detail zu erörtern. Ich hatte meinen Standpunkt allerdings gut gewählt, sodass ich dieses Problem zum Glück gar nicht hatte.Wenn Dir die neue Sängerin nicht gefällt, dann ist das halt so. Jeder mit Ahnung wird Dir jedoch ihr Talent bescheinigen, häufig ist es Geschmackssache. Ich z.B. finde auch die zweite Nightwish-Sängerin besser als die erste – muss ich mich jetzt schämen?

    Das mit den Fotos: Dir ist schon bewusst, das man für den Fotograben und das Infield sogenannte Fotopässe benötigt, um dort mit derarigem Equipment zu fotografieren, ja? Wenn man diese nicht hat, tja dann muss man sich auf das Campinggeläde beschränken. Und das man ein Motiv gleich zwei oder drei Mal ablichtet und in eine Galerie stellt, ist absolut normal – schau Dir gerne mal andere Galerien an.

    Dein Fazit lässt vermuten, dass Du den Bericht gar nicht bis zum Ende gelesen hast. Kritikpunkte sind durchaus angeführt, auch wenn Du etwas anderes schreibst. Und ja, ich habe etwas getrunken – ich Schelm, war jedoch nur Dienstag (wo wohlgemerkt keine BAnds gespielt haben) richtig betrunken. Also unterstehe Dich derartige Falschaussagen zu tätigen.Und zuletzt zur seriösität: Schau Dir doch noch mal genau unsere Websitebeschreibung an. Wir sagen von uns selbst, anders, verrückt und zynisch zu sein und das wir gerne alles ein wenig ad absurdum führen…..wer diesen Schreibstil nicht mag ist bei uns falsch.

    1. Hallo Alex,
      Da ich diese Seite noch nicht allzu lange verfolge könnte dann darauf schließen lassen, dass ich deiner Abneigung gegen Rammstein anscheinend noch nicht begegnet bin, also sei es um den Vergleich – da werden wir wohl nicht auf einen Nenner kommen. Ist ja aber in einer Zeit wo jedem seine Meinung zusteht auch in Ordnung.

      Was die Farbe der Stahlmänner angeht haben wir wohl ebenfalls unterschiedliche Vorstellungen von Kompetenz, ich sage der Fehler hätte nicht passieren dürfen und du lobst den lockeren und ehrlichen Umgang Band damit, ich denke beide Standpunkte haben ihre Berechtigung.

      Zu dem KADAVER-Kommentar: Woran misst du die Mengenbezeichnung „sehr viele“? An einer absoluten Anzahl oder an dem Bekanntheitsgrad einer Band und wie viele dafür im Verhältnis (relativ) da waren bzw. zu erwarten wären? Wäre für eine Abschätzung interessant zu wissen.

      ARCH ENEMY: Ob Alissa nun so sehr auf der Höhe war oder nicht mag ich tatsächlich nicht zu sagen, dafür hab ich an meinem Standort zwischen den Sound-Towern einfach zu wenig von ihr raushören können. Schade.

      InEx: Dass deine Kritik darauf abzielen sollte ist für mich wohl nicht deutlich geworden, aber nun verständlicher.

      ELUVEITIE: Dass ich nicht auf dem ganzen Gelände den gleichen Sound erlebe ist mir bewusst, daher lasse ich das mal unkommentiert und stelle noch einmal die Frage, wie diese unglaublich widerlichen Geräusche, als würden man einen Klinkenstecker bei voller Anlagenstärke einstecken, nicht überall zu hören waren? Kann ich mir schwerlich vorstellen. Wir waren zwar recht weit hinten (hinter den Sound-Towern), jedoch ging einem dabei jedes Mal ein zucken durch den Körper.
      Wenn du Spaß an dem Eluveitie-Konzert hattest, dann möchte ich dir diesen auch gönnen. Ich wollte lediglich deutlich machen, dass ich mit der Band sehr unzufrieden war und noch immer bin, da ich auf einen passenderen Ersatz für Anna Murphy gehofft hatte.

      Zu den Fotos: Ich möchte NICHT auf jeder Seite 5000 Bilder aus dem Graben geschossen sehen, wird auch langweilig – da hast du Recht. Was ich mir allerdings wünsche sind auch Bilder vom Infield, von den Fanmengen, in der man als Redakteur vielleicht sogar selber drin steht. Vom Leben an den Merch-Ständen. Einfach von allem, was zu einem Festival gehört – da ist am Eingang zum Infield eben noch nicht das Ende erreicht. Ich denke dazu sollte es auch ohne Fotopass Möglichkeiten? Gerade als (noch?) recht kleines Magazin dürftet ihr es euch erlauben können nicht den Mainstream mit Graben-Bildern bedienen zu müssen. Dazu bedarf es auch keiner Spiegelreflex für die schnell eine unverhältnismäßig hohe Summe an Geld ausgegeben werden kann. Ich hoffe das wird durch diese Ausführung deutlicher.
      Also in kurz: Mehr Abwechselung, jede Szenerie maximal 1-2x Mal. Dadurch würde die Gallerie mMn ansprechender werden, auch wenn die maximale Anzahl an Bildern nicht groß anwachsen muss.

      Leider muss ich dir sagen, dass ich deinen Bericht sehr wohl bis zum Schluss gelesen habe, deine Kritikpunkte scheinen aber nicht so prägnant herausstechend gewesen zu sein, dass sie bis zum Ende hängen bleiben. Vielleicht habe ich auch einfach nur ein überdurchschnittlich schlechtes Kurzzeitgedächtnis, wir werden es wohl nicht erfahren… (Vorsicht: Humor!)

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