BLUTGERICHT - Krieg der Künste
17492693_1724339547583336_2543096023731352646_oGenre: Metalcore
Label: Independent
Veröffentlichung: 17.03.2017
Bewertung: Gut (6/10)

Facebook

Der Bandname in Zusammenhang mit dem Albumcover war zunächst verwirrend für mich, da der Name eher nach Death Metal klingt und das Cover eher nach Holi Festival aussieht, aber als ich gesehen habe, dass es sich um Metalcore handelt, hat es doch ein wenig mehr Sinn ergeben. Somit war ich also gespannt, was mir die Band auf ihrem Album bieten wird.

BLUTGERICHT platziert ihre Musik in einem Spektrum zwischen Metalcore und NDH, was sich wohl am deutlichsten im variablen Gesang wiederfindet. Das bringt Abwechslung in die doch schon oft gehörten Liedstrukturen rein und hebt einige Textpassagen gut hervor. Der Albumtitel „Krieg der Künste“ könnte wohl an dieser Stelle so interpretiert werden, dass sich die beiden Genres quasi duellieren, aber die Kompositionen lassen doch eher auf eine ganz gut gelungene Vermischung durchblicken. Auf der Scheibe sind fünf Songs zu finden, die alle kurz, energiegeladen und auf den Punkt sind. Am Anfang legt „5 vor 12“ sofort mit zügigen Gitarren los. Besonders Lied Nummer drei „Untergehen“ macht hier Spaß, weil die Gitarre zusammen mit dem Schlagzeug schön nach vorne drischt, was unweigerlich Lust auf Headbangen macht.

Das ganze Album ist sowohl technisch als auch produktionsmäßig sehr solide, aber die Jungs bringen weder etwas noch Ungehörtes mit rein, noch gibt es ein besonderes Merkmal, was sie herausstechen lässt. Auch textlich geht noch mehr. Was aber gleichzeitig bedeutet, dass da noch viel Potenzial ist und die Band sich mit Sicherheit noch weiterentwickeln wird.