MAGENTA HARVEST – And Then Came The Dust
magenta_harvest_frontcover_1400x1400pxGenre: Death Metal
Label: Apostasy Records
Veröffentlichung: 1.9.2017
Bewertung: Bombe (9/10)

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Finnland ist das Paradies für alle Metaller – hier ist nämlich Metal absolute Volksmusik! Nicht nur mit Lordi waren die Skandinavier schon beim Eurovision Song Contest erfolgreich, auch ist hier die Dichte der Metalbands pro Kopf am höchsten, Schulbands spielen Metal, nicht Pop! Grandios. Quantität heißt zwar nicht notgedrungen Qualität, aber im Fall von MAGENTA HARVEST darf man das ruhig feststellen.

Die fünf Jungs präsentieren uns hier ihr zweites Studioalbum, das zeigt, dass sie nicht erst seit gestern in diesem Metier unterwegs sind. Die Platte bringt alles mit, was ein Death Metal Album haben sollte – kraftvolle, straighte Riffs, die nicht überladen oder banal sind. Die Riffs sind kraftvoll, aber nicht zu extrem verknüppelt, sondern lassen melodischen Parts noch Raum. Sie bewegen sich im Fahrwasser von At the Gates oder The Crown, so dass sie eigentlich recht schwedisch klingen, vor allem in den hohen Frickelpassagen, die sich mit groovigeren und etwas basslastigeren abwechseln.

Die Growls sind rotzig-dreckig und geben den nötigen Touch an Härte. Leicht in Screams übergehend zeigen sie sich auch variabel. Die Drums sind ebenfalls recht abwechslungsreich, aber klassisch gehalten, rhythmisieren das Ganze ohne viel Schnickschnack. Lobenswert ist, dass die Chose fast ohne Keyboards und Synthies auskommt, ein bisschen Blasinstrument und einen Hauch Keys im Intro/Outro konnte ich entdecken – überflüssig, aber nicht überzubewerten. Insgesamt hat die Band sicher das Rad nicht neu erfunden, aber das muss man ja auch nicht immer. Never change a winning team.