STONE SOUR – HYDROGRAD (Review)
Stoen SourGenre. Alternative Rock
Label: Roadrunner Records
Veröffentlichung: 30.06.2017
Bewertung: Bombe (9/10)

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Ganz ehrlich – ich habe dieses Review 3 Mal begonnen und wieder verworfen, weil ich keine Ahnung hatte, wie oder was ich über STONE SOUR schreiben soll, so sehr fasziniert mich die Band. Hier also mal ein Review der etwas anderen Art.

Ihr kennt es doch auch, man hört eine Band so oft und so lange, dass man schon müde ist. Alle Texte sitzen perfekt und nicht Neues passiert, so erging es mir bei STONE SOUR. Das letzte Mal, dass ich diese Band gehört habe, ist bereits sieben Jahre her bis zu jenem Tag, an dem ich „Song #3“ im Radio gehört habe. Der Song lief und ich hasste mich ein wenig dafür Radiomusik zu mögen und wollte den Song gleich noch einmal hören, weil dieser so unfassbar eingängig und vertraut war. Genau in dem Moment in dem ich dachte „die Stimme kommt dir bekannt vor“, sagte schon der Moderator „bla bla bla STONE SOUR“ – Tag war gelaufen, Realtitätsverlust.

Naja, ab in den Plattenladen und das neue Album gekauft und ab in die Anlage. Was soll man sagen? Wieso habe ich diese Band so lange nicht gehört? „Hydrograd“ startet nach dem Intro „YSIF“ direkt mit „Taipei Person/Allah Tea“ und geht richtig in die Vollen. Wenn jemand Tanzmusik, Aggressivität und Eier perfekt Verbinden kann, dann ist es die einzig wahre Band von Mr. Corey Taylor – STONE SOUR. Wenn man beim ersten Hören eines Songs den zweiten Refrain bereits voller Endorphine mitsingt, dann hat die Band alles richtig gemacht. Apropos alles richtig gemacht: „Song #3“ ist zweifelsohne der mit Abstand beste Song des Jahres. Dieser Song hat einfach alles. Kraft, Aussage und unfassbar viel Persönlichkeit. Er ist wie Nickelback – halt nur in richtig gut und ohne das Kartoffelgesicht am Gesang.

Das ganze Album ist eine einzige Ansammlung an fetten Tracks. Ob nun der Song „Mercy“, der mit einem sagenhaften Intro, welches sofort zum Abgehen anregt, „Whiplash Pants“, der von Kraft und Energie nur so strotzt oder aber „St. Marie“, der wieder einmal aufzeigt, wie grandios Corey Taylor singen kann. Hier ist nicht nur für jeden etwas dabei, sondern auch für wirklich jeden Zeitpunkt oder jede Stimmung. Ob Candlelight Dinner mit der Frau, keine Tempobegrenzung auf der Autobahn oder aber beim Abseilen auf dem Klo – man findet schon was. Was dann ein klein wenig stört ist jedoch, dass „Somebody Stole My Eyes“ lieber auf ein Slipknot Album hätte gepackt werden sollen, da der Song doch sehr an die Männer mit der Maske erinnert, aber das ist halt so.

Manche Magazine, deren Name eine Zusammensetzung aus einem Genre und einem Werkzeug ist (gemeint ist nicht „Rock Wasserpumpenzange“) hat sich kürzlich darüber beschwert, dass eine unserer 10-Punkte Bands ein Album mit 16 Songs veröffentlicht hat, weil dies zu lang sei. Wir sagen: 15 Songs auf STONE SOURs „HYDROGRAD“ ist zu kurz!