SAMSARA CIRCLE - The Dark Passenger
TDP_01_CoverFrontGenre: Metalcore
Label: Independent
Veröffentlichung: 26.08.2017
Bewertung: Klasse (8/10)

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„Skeleton Key“ haben die Jungs aus Düsseldorf als ihre erste Single auserkoren und diese habe ich dann auch tatsächlich gehört, bevor ich mich mit dem dazugehörigen Album „The Dark Passenger“ auseinandergesetzt habe. Das war letztendlich sogar eine gute Idee, denn der Song ist ein typischer Aperitif, wohingegen das erste Lied des Albums „The Driver’s Song“ ein ganz schöner Tritt in die Fresse ist. Wo „Skeleton Key“ noch recht melodiös ist und noch ein wenig mit der eigentlichen Wucht des Albums hinter’m Berg hält, zeigt der Opener ganz klar an, was Sache ist. Die Platte ist kein Ponyhof. Von Anfang an ist in jedem Lied die Energie spürbar, die ansteckend ist und von der ich mir vorstellen kann, dass sie live sofort zündet, die Songs sind sehr gut geeignet, um richtig schön abzugehen.

Die Produktion gefällt mir sehr gut, da jedes Instrument differenziert wahrzunehmen ist, was die gesamte Geräuschkulisse schön dynamisch macht und man so das Können des jeweiligen Bandmitglieds gut nachvollziehen kann. Die Gitarren in „Pale Waters“ und „Pandora Parts Of You“ gefallen mir persönlich sehr gut.

Der Titelsong „The Dark Passenger“ beginnt etwas ruhiger, ganz am Anfang sogar leicht doomig angehaucht. Außerdem ist er insgesamt viel düsterer als der Rest und passt deshalb perfekt zum Albumcover. Dieses möchte ich hier nochmal positiv hervorheben, weil ich das Artwork hier wirklich gelungen finde!

Den Abschluss bildet „Habits (Stay High)“, welches sich zwar vom Stil von den anderen Songs abhebt und wohl mit das größte Hit-/Ohrwurmpotential hat, aber trotzdem in das Gesamtkonzept des Albums passt. Der Text ist erwähnenswert, denn auch wenn man an einigen Stellen schmunzeln muss, wird doch ein recht unschöner emotionaler Zustand beschrieben, welcher jedoch treffend (und unterhaltsam) formuliert wurde. Aber worum es genau geht, werde ich euch nicht verraten, da müsst ihr schon selbst mit dem Album von SAMSARA CIRCLE auseinandersetzen. Von mir gibt es hier eine klare Empfehlung, auch für Nicht-Fans des Genres, da mit diesem nicht unbedingt das gesamte Spektrum, welches die Jungs hier zeigen, beschrieben ist.