ARMORTURA - Armortura
DVD ab 4s.BookletGenre: Melodic Thrash Metal
Label: Mighty Music
Veröffentlichung: 26.01.2017
Bewertung: Sehr gut (7/10)

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Armortura sind eine Melodic-Thrash-Metal Band aus North East England.
Obwohl die Musik auf Old School Thrash basiert, gibt es viele moderne und melodische Einflüsse, die aus harmonischen Gitarren bestehen, gepaart mit pochenden Bass Lines und kraftvollen Vocals.

Jeff Waters von Annihilator gastiert mit Gitarrensolo auf dem
Bonustrack „11th Hour“ (Remix). Als große Fans von Annihilator schickte die Band ihr Album an Waters, und tatsächlich, er mochte es wirklich. Jeff Waters stimmte zu, als Gastmusiker aufzutreten.

Mit „Zodiac“ startet also das Abenteuer ARMORTURA. Ein wirklich starker Beginn, man merkt, dass die Jungs ihr Handwerk verstehen. Schöne Gitarrensolos, dominierende Drums, ein guter Song zum Warmwerden.

„Insidious“ überzeugt auch wieder mit einem schnellen Anfang, und das Old School ist nicht zu leugnen. Hier und da erinnern Passagen an Xentrix, ebenfalls eine Thrash-Band aus England.

Auch mit „Hellbound“ kommt nichts Überraschendes. Ein solider Song, der an die ersten beiden Lieder anschließt.

„Cursed“ ist da schon ein anderes Kaliber. Hämmernde Drums, schöne Riffs eröffnen das bislang beste und abwechslungsreichste Stück. Der Song hat sich das Prädikat „Old School“ verdient, klingt aber dabei modern und passt in die heutige Zeit.

„Shadow Underworld“ fängt etwas ruhiger an, legt aber dann deutlich an Tempo zu. In der Mitte recht groovige Passagen, beim Refrain versucht man sich mit Chor.

Mit „Flight 19“ kommt wieder eine schnellere Nummer mit donnernden Riffs und des üblichen Doublebasses.

Bei „11th Hour“ stehen ganz klar die Gitarren im Vordergrund. Sägende Riffs zu Beginn, da kann man erahnen, warum Jeff Waters für die Bonusversion dieses Liedes zugesagt hat.

„Wanted Dead or Alive“ ist auch wieder ein typischer Song für ARMORTURA, als Gesamtpaket bietet das Stück von allem etwas. Tempo, Soli, Doublebasses und die sägenden Riffs.

Auch der nächste Song „The Keep“ steht dem in nichts nach.

Der letzte Song „Requiem for the Damned“ fängt mit langsamen Gitarrenzupfern an, Schlagzeug und Gitarrensolo schließen sich an. Es ist auf jeden Fall der unthrashigste  Song des Albums, der so in Richtung ACCEPT geht.

Zum Schluss noch der angesprochene Bonustrack „11th Hour“ in der Remix Version mit Jeff Waters von Annihilator. Als Fan von Jeff Waters erkennt man auch deutlich, wo der Meister in die Klampfen haut.

Fazit:

Wer hier ein gutes Thrash-Album erwartet, wird auf jeden Fall nicht enttäuscht. Immer wieder gute Instrumentalpassagen sind dabei. Jedoch hat man so was auch schon mal hier und da gehört. Es fehlen einfach die Überraschungsmomente auf dem Album. Dennoch liefern ARMORTURA hier technisch eine saubere Leistung ab. Bleibt zu hoffen, dass die Band ihr Potenzial, was ohne Wenn und Aber vorhanden ist, das nächste Mal noch mehr ausreizt.