ARCHSPIRE - Relentless Mutation
Archspire_RelentlessMutation-230x230Genre: Technical Death Metal
Label: Season of Mist
Veröffentlichung: 22.09.2017
Bewertung: Klasse (8/10)

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Eines vorneweg, ich hatte erst mal drei ??? auf meiner Stirn stehen. Ich habe mich vorher noch nicht mit Technical Death Metal beschäftigt. Nun, was ist Technical Death Metal? Natürlich habe ich mich dann mal schlau gemacht. Es ist eine Abstammung des Death Metal (klaro, irgendwie logisch) mit Elementen aus dem Progressive Rock und Jazz-Fusion. Da waren sie wieder, die drei ??? O.k., dann mal los!

Beim ersten Track „Involuntary Doppelgänger“ hatte ich erst mal ein Schmunzeln im Gesicht. Doppelgänger ist ja eigentlich typisch deutsch, im englischen gesungen hört es sich doch fast genauso an. Los geht es mit schnellen Gitarren, Doublebass sowie Blasbeats. Sehr schneller Sprechgesang fließt mit hinein, der richtig zu diesem Stil passt. Instrumentalpassagen, bis der wilde Ritt weitergeht, immer wieder auch mal ruhigere Stellen. Das war schon mal ein Beginn, der mich neugierig gemacht hat, auf das, was da noch kommt.

„Human Murmuration“ fängt mit Keyboards an, man kann es auch als Intro dieses Songs bezeichnen. Dann setzt wieder der schnelle Gesang ein, der diesem Album eindeutig seinen Stempel aufdrückt. Und tatsächlich, als mittendrin der Bass ertönt, dachte ich, das könnte von dem Herrn Jazz da kommen. Habe ich auch nur gedacht, kann man ja mal machen, passt. Langsam werde ich glaube ich warm mit der Materie hier.

Neben dem hier üblichen schnellen Gesang kommt hier auch das liebliche Gegrunze nicht zu kurz. „Remote Tumour Seeker“ wirkt aber auch in diesem Moment nicht ganz so hektisch, wie die Lieder zuvor. Bedrückend und dramatisch klingen die langsamen Stellen. Absolut starker Song.

Der Titeltrack „Relentless Mutation“ setzt mit einem Basssolo an. Die Becken des Schlagzeuges rasseln, der Doublebass donnert auf einmal. Gitarren vermitteln den Eindruck eines Notfalls, bis Oliver Rae Aleron zum letzten Schlag ausholt mit seinen nach Satan klingenden Growl. Durch die Schreie und den langsamen instrumentalen Teil hat das letzte Drittel des Songs sogar einen Hauch von Black Metal.

„The Mimic Well“ geht sofort in die Vollen. Hier sollte man besonders auf die Gitarren achten, weil diese bei dem Song vehement herausstechen. Im Mittelpart kann man wieder schön dem Bass folgen, bis die langsameren Gitarren vom wilden Gesang von Oliver Rae Aleron weg gepuncht werden.

Maschinengewehrgesang setzt ein, ich denke nur „Hammer“. Kann man das echt so schnell machen? Die Musik begleitet den Gesang, es wirkt auf den Hörer, als ob ein wilder Krieg herrscht. Es gibt ja auf jedem Album, ob schlecht oder gut, mindestens einen Favoriten, bei dem man denkt,……O.k., das ist es. Und ich so,…..O.k., das ist es.

Und jetzt schon das letzte Lied? „A Dark Horizontal“ schließt meine erste Reise ins „Technik-Museum“ des Death Metal ab. Da ist ohne Witz eine Prise Jazz drin, Synthesizer und eine tickende Uhr beenden die Ruhe vor dem Finale. Und dieses ist würdig für das gesamte Album.

War ich doch am Anfang skeptisch, hat mich doch die Einsicht eingeholt, überall mal bei null anzufangen. Man hört sich so eine Scheibe ja nicht nur einmal an, um eine Kritik zu schreiben. Und bei mir ist halt der Funke übergesprungen, je öfters ich mir jedes Lied nach und nach angehört habe. Und ja, das hat wohl was mit Technik zu tun, was die fünf Jungs aus Canada abliefern.

Das Cover von „Relentless Mutation“ wurde von dem bekannten Künstler Eliran Kantor gezeichnet, der bereits in der Metalwelt für seine Arbeiten unter anderem für Testament, Atheist und Hate Eternal bekannt ist. Ich sag mal so, mir würde das Cover sofort auffallen, wenn ich im Plattenladen daran vorbeigehen würde. Eine Fratze, deren linke Augenhöhle auseinandergezogen wird. Auf jeden Fall ein Artwork, das dem Album gerecht wird.

2 Kommentare zu „ARCHSPIRE – Relentless Mutation (Review)

  1. Hallo Doc Bröh, dieses Album, als dein offensichtlich selbsternannter „Einstieg“ in das Genre: Technical Death Metal, ist achtungsvoll und benötigt wohl einige Anläufe, was nicht unüblich ist in dieser Musikrichtung.
    Deine Recherchen benötigen jedoch einige Nacharbeiten. Denn, es gibt gewisse Dinge, die du sehr oberflächlich kommentiert hast, die nicht nach Recherche aussehen.
    Diese „Reviews“ sind eine Art von Journalismus. Dieser Journalismus muss realitätsgetreu wiedergegeben werden. Doch dem ist nicht so in diesem Fall.

    Zitat 1 : „„Human Murmuration“ fängt mit Keyboards an“.
    Ein eindeutiger Hinweis, dass du dich nicht komplett mit diesem Subjekt auseinandergesetzt hast. Dieses Album basiert auf kompletter Instrumentalmusik, außgenommen dem Gesang und dem fragwürdig klingenden Break in „A Dark Horizontal“ ab Minute 3:03 bis 3:11, welcher komplett intrumental sein kann und nur durch verschiedene digitale Effekte und Bearbeitungen entstehen konnte. Davon gehe ich sehr stark aus.

    Zitat 2 : “ Durch die Schreie und den langsamen instrumentalen Teil hat das letzte Drittel des Songs* sogar einen Hauch von Black Metal.“
    *Relentless Mutation
    Tut mir Leid, doch da müsste ich nachhaken, denn ich höre im letzten Drittel, einen melodischen und sehr technischen Abschnitt in dem Song, welcher mit einem konstanten Blastbeat untermalt wird und einen „Slamming Death Metal“ lastigen part, welcher mit grunts, growls und pig squeals bestückt wurde. Darauf folgt der letzte Teil, der mit einem klaren Basssolo, einem im Hintergrund spielenden Schlagzeug (welches offensichtlich nur Akzente für den Bass setzt und sich nicht in den Vordergrund drängt) endet.

    Objektiv betrachtet ist dieses Review nicht schlecht doch sehr mau an Informationen, denen keine Beachtung zuteil wurde.

    Journalistisch gesehen, gibt es hier noch viel zu tun. Es sieht für mich so aus, als hätte man nicht einmal an der Oberfläche gekratzt.

  2. Hallo Phil, erst einmal danke für deine offene Kritik. Da würde ich gerne ein paar Sätze zu schreiben. Ich mache die ganze Sache hier erst seit nicht ganz zwei Monaten. Da ich beruflich fest eingespannt bin, „opfere“ ich hierfür meine Freizeit. Als ich damals die Chance erhielt, für dieses Magazin solche Sachen zu machen, habe ich sie beim Schopfe gepackt. Denn was jeden Musik-Fan verbindet, ist die Begeisterung und Leidenschaft zur Musik. Sicher muss ich noch einiges lernen, das steht außer Frage. Aber ich habe in meinem Review nur beschrieben, was ich in diesem Moment höre oder empfinde. Da bringt es dem Leser doch mehr, wenn ich ihm ein Instrument beschreibe, was ich in diesem Moment vielleicht höre, als wenn ich schreiben würde, digitale Töne erklingen. Ziel meiner Reviews ist es auch, die Leute neugierig zu machen und vielleicht auch eine Hilfestellung zu geben. Man kann es nicht jedem Recht machen, wie man Reviews schreibt. Es wird immer Leute geben, die finden gut, was man schreibt und es wird welche geben, die finden es nicht so gut. Aber bei einer Sache kannst du dir sicher sein. Was ich schreibe, ist absolut ehrlich und objektiv. Wie gesagt, ich beschreibe die Sachen so, wie ich es höre und empfinde. Sollte ich deinen „Lesenerv“ nicht getroffen haben, tut es mir leid. Ich werde an mir arbeiten. In diesem Sinne schönen Gruß.

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