FOZZY / HARDCORE SUPERSTAR – 25.11. Hamburg / Grünspan

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Pünktlich zur kalten Jahreszeit sind die schwedischen Sleaze Könige von HARDCORE SUPERSTAR wieder in Deutschland, mit im Gepäck haben sie neben vielen neuen Songs gleich ein paar neue Schnurrbärte und die Jungs von FOZYY um Sänger Chris „Y2J“ Jericho.

Typisch für Hamburg ist der Verkehr mal wieder so sagenhaft dickflüssig, dass ich mit viel Gepöbel und viel Hektig gerade noch pünktlich im Grünspan angekommen bin, um den Beginn von FOZZY zu sehen. Die beiden Supports MADAME MAYHEM und THE LAST BAND waren leider schon durch, jedoch waren die bereits anwesenden Fans schwer begeistert. Danach direkt auf Platte angehört und für gut befunden!

FOZZY legten gleich mit dem Titeltrack des neuen Albums „Judas“ los und gaben damit richtig Gas. Vom ersten Moment an hatte Y2J das Publikum komplett im Griff und bereits beim zweiten Song „Drinkin‘ With Jesus“ war die ganze Meute komplett am eskalieren. Dass es Sänger Chris gewohnt ist vor vielen Menschen eine tolle Show abzuliefern, merkt man in jeder seiner Bewegungen und Gestiken. Zwischen den Songs sind perfekt abgestimmte Ansagen vom Ayatollah of Rock’n’Rolla zu hören und das Publikum hat er komplett im Griff. Der Sound ist hier, wie man es vom Grünspan nicht anders kennt, natürlich wieder absolut perfekt und so macht die Show der Jungs noch deutlich mehr Spaß. Mit Songs wie „Light’s Out“ oder „Wanna Start A War“ animieren die Jungs noch einmal den gesamten Club zum gemeinsamen Feiern, bevor es dann mit „Sandpaper“ in die Verabschiedung geht und Platz für den zweiten Headliner gemacht wird: HARDCORE SUPERSTAR!

Setlist FOZZY:

Judas
Drinkin with Jesus
One Crazed Anarchist
Sin and Bones
Painless
Do You Wanna Start a War
Lights Go Out
SOS (ABBA COVER)
Bad Tattoo
Enemy
Sandpaper

Nach einer relative kurzen Umbaupause treten dann auch schon HARDCORE SUERSTAR auf die Bühne, die es sich offenbar direkt zur Aufgabe gemacht haben, die komplette Hütte abzureißen. Zu Beginn gibt es gleich „Beg For It“, „Liberation“ und „My Good Reputation“ nacheinander. Keine Frage, dass das Publikum komplett am Ausrasten ist. Was jedoch etwas ablenkt, ist, so banal es auch klingt, der neue Porno-Schnorrer von Sänger Jocke Berg. Etwas gewöhnungsbedürftig und es erinnert etwas an das Autounfallprinzip: Man kann einfach nicht wegschauen. Wie dem auch sei, meistens ist es ja eh dunkel und die Fans können ordentlich feiern. Die Band nimmt ihre Fans mit auf eine Reise durch die ganzen Alben der Bandgeschichte und spielt ein sagenhaftes Best Of. Zu Songs wie „Moonshine“ wird beinahe ebenso gefeiert wie zu „Last Call For Alcohol“ oder „Have Mercy On Me“. HARDCORE SUPERSTAR sind und bleiben die unangefochtenen Könige des Sleaze Metal und beweisen dies live auch immer wieder. Eine grandiose Show und ein top Sound locken sogar Y2J wieder raus, den man auf der Tribüne abgehen sieht. A propos abgehen: Überflüssig zu erwähnen das der komplette Club am Toben und am Feiern ist.
Was beim Auftritt jedoch ziemlich negativ hängenbleibt ist, dass HARDCORE SUPERSTAR und FOZZY jeweils gerade mal eine Stunde gespielt haben. Auch wenn es sich um eine doppelte Headliner Show handelt, ist das Ganze schon ein wenig traurig und es hätte mehr sein können.

Nichtsdestotrotz kann man nach diesem Auftritt gerne einmal jedem, der nicht dort war, unter die Nase reiben, zwei sagenhaft gute Shows verpasst zu haben, die sicherlich allen Fans noch lange in den Knochen stecken werden.

Setlist:

Beg for It
Liberation
My Good Reputation
Dreamin‘ in a Casket
Touch the Sky
Sensitive to the Light
Dear Old Fame
Have Mercy on Me
Above the Law
Last Call for Alcohol
Moonshine
We Don’t Celebrate Sundays