WELK - Sein
welk_sein_coverGenre: Blackgaze
Label: Bharal Tapes
Veröffentlichung: 08.06.2017 
Bewertung: Gut(6/10)

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Direkt, schnell und hart starten WELK mit „Urne“ in ihr Werk. Die Stimmung ist Black-Metal-typisch, die Wechsel zwischen langsameren und schnelleren Parts tragen hierzu bei. In der Mitte wird das Tempo komplett herausgenommen, ebenso wie die Distortion, der einsetzende Gesang erzeugt in Kombination mit den Flagolett-Tönen der Gitarre eine angenehme Disharmonie. Ebendiese Kombo sorgt für einen erneuten Anstieg des Tempos und der Härte, die bis zum Ende beibehalten werden.
Langsam beginnt „Sonne“, doch auch hier wird wieder nach dem harten Schema des ersten Songs gearbeitet, jedoch nun auf eine Art und Weise, die der Bezeichnung ‚Blackgaze‘ schon eher gerecht wird. Hier geben sich melodische, langsame und harte, schnelle Motive die Hand und erzeugen einen Song, der leider zu schnell zu Ende geht.
Mit dezenter Instrumentalisierung und Schreien im Hintergrund beginnt „Statue“ und nimmt nach einer Minute schlagartig an Geschwindigkeit und Härte zu. Die Arbeit an den Drums fällt hier besonders positiv auf, ebenso wie die Breakdown-ähnlichen Einschnitte, die zum Mitnicken einladen.
Nach dem Interlude „Asche“, beginnt „Ruhe“  mit cleanen Gitarren und macht seinem Titel alle Ehre. Das Riff ist dennoch Black-Metal-typisch und büßt trotz fehlender Distortion nichts an Stimmung ein. Mit verzerrten Gitarren ohne Vocals, starker Arbeit an den Drums, und einem allein spielenden Bass endet dieser Instrumentalsong.
Das cleane Spiel setzt sich am Anfang von „Schlaf“ fort, jedoch ist an diesen spätestens bei Einsatz des Gesangs nicht zu denken. Viel zu interessant ist die Ausgestaltung dieses Songs. Die Arbeit an den Gitarren ist hier sehr gut und filigran, was die Gesangslinie sehr schön ergänzt. Durch die Vielseitigkeit, die WELK in diesem Song präsentieren, ist dieser nicht nur der längste, sondern auch der beste des Albums.

WELK haben mit „Sein“ ein gutes Album abgelegt, das dem Black Metal alle Ehre macht. Es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig und die musikalische Arbeit der Künstler führt sehr gut durch das Album, jedoch finden die vielen schönen Riffs für meinen Geschmack etwas zu wenig Platz, ebenso wie die Überraschungen.