Bony Divesuit Release Konzert

Zum Release ihrer EP „Parasites“ dachten sich die Hamburger BONY DIVESUIT, man könnte doch ’ne fette Party schmeißen, denn so ein Ereignis kommt ja nicht jeden Tag vor. Gesagt, getan und mit RIPE & RUIN im Gepäck, stürmten sie die kleine Bühne im Indra, welches sie dank einer Menge an Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten ordnungsgemäß ausfüllen konnten.

RIPE & RUIN arbeiten derzeit noch an ihrem Album, weshalb es ihnen vermutlich sehr entgegen kam, einen kleinen Vorgeschmack ihrer Songs in die Welt zu entlassen. Das Trio lieferte mit ihrem Set eine gesunde Auswahl an bluesigen Rock Stücken, die nur so vor sich hin waberten und zeitgleich mit viel Power nach vorne trieben. Gelegentlich wurde es für ein paar Augenblicke auch gerne ruhiger, wobei man merkte, dass RIPE & RUIN zu viel Energie haben, als dass sie sich zu sehr in ruhige Sachen stürzen könnten. Dem Publikum schien es zu gefallen, denn überall war wohlwollendes Kopfnicken zu sehen und jeder Song wurde mit großzügigem Applaus anerkannt und das obwohl wenig Interaktion von der Band ausging, was dem Auftritt allerdings so gar nicht zu Schaden kam, denn die Menge machte von ganz allein mit.

Als sich dann die Stars des Abends, BONY DIVESUIT, auf die Bühne begaben, gab es dann allerdings kein Halten mehr. Obwohl ihre Musik (grooviger Alternative Rock) eher weniger der Typ für saftige Circle Pits ist, schaffte es die Menge doch immer wieder aufs Neue, ohne müde zu werden, komplett auszurasten. Am extremsten vermutlich bei der Single „New Day“, welche sogar ein eigenes Musikvideo bekommen hat und dementsprechend schon im Voraus für dicke Ohrwürmer gesorgt haben muss.

Obwohl die Jungs nur zu dritt sind, fegten sie alles weg, was zum einen ihrer überzeugend charismatischen Austrahlung zu verdanken war und zum anderen der guten Abmische, die auf den Punkt genau perfekt gewesen zu sein scheint. Was vermutlich auch der Grund dafür war, dass man selbst neuen Songs wie „Miracles“ gut folgen konnte, ohne einen Knoten im Kopf zu bekomme. Und obwohl sie nur mit einer Gitarre am Start sind, deckt diese alles Nötige ab und es klingt zu keinem Zeitpunkt zu dünn.

Am Ende war deutlich spürbar, wie glücklich das Trio über die gelungene Release Show war und von der ausnahmslosen positiven Resonanz fast schon überfordert wirkte. Doch zurecht, denn nicht nur die EP sondern auch die Show war abwechslungsreich, grade wenn man solche Kandidaten wie RIPE&RUIN als Vorband am Start hat, und voller Energie, die gar nicht mehr aufzuhören schien. Jeder Song hatte seine eigene Besonderheit, doch nichtsdestotrotz war ein klarer roter Faden zu erkennen, dem sie zum einen ihren Erfolg zu verdanken haben und zum anderen einen Wiedererkennungswert mit Potential geschaffen haben.