Breaking News: Alle Vorwürfe gegen DECAPITATED vorerst fallengelassen

Wie Spokesman berichtet, sind nun alle Vorwürfe gegen die polnischen Deather zunächst fallengelassen worden. So ist sichergestellt, dass sie nach Polen zurückkehren können, nachdem sie monatelang in den USA festgehalten worden waren. Am 16. Januar sollte eigentlich die Verhandlungen gegen die vier Bandmitglieder im Spokane County Superior Court wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung und Entführung beginnen, die am 31.8.2017 mutmaßlich stattgefunden haben.

Heute nun reichte der Staatsanwalt Kelly Fitzgerald einen Antrag ein, die Vorwürfe fallenzulassen. Ein Grund, der dafür genannt wird, ist die Unversehrtheit des Opfers. Allerdings schließt das eine zukünftige Anklage nicht aus.

Der Anwalt von Sänger Kieltyka, Steve Graham, sagte, dass die Neuigkeiten surreal sein, aber zu erwarten gewesen wären. Alle seien erleichtert und freuen sich auf ihre Heimkehr. Graham sagte außerdem, dass zwei Wochen zuvor Beweise ans Tageslicht gekommen seien, die ernsthafte Zweifel an der Anklage aufkommen haben lassen, die vor allem auf den Aussagen der zwei mutmaßlichen Vergewaltigungsopfern fußten. Im Krankenhaus seien Blutergüsse am Oberarm und kleinere Abschürfungen an den Fingerknöcheln bei einem Opfer festgestellt worden.

Die genauen Gründe für den Antrag seien nicht genau bekannt, allerdings mutmaßte der Anwalt, dass die Polizisten in Spokane wohl nicht richtig darüber informiert gewesen seine, was auf Metal Konzerten passiere, was die Verletzungen der Frau erklären könne. Einige Konzertbesucher bestätigten, dass die Frau in vorderster Reihe im Mosh Pit gesehen wurde, auch wie sie auf die Bühne stieg und wie jeder andere herumgeschubst wurde.

Wäre es zu einer Anklage gekommen, hätten die Anwälte auch noch Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Frau auf den Tisch gebracht, die schon vorher durch falsche Zeugenaussagen aufgefallen war. 2014 gab sie falsche Angaben zu einem Zwischenfall, bei dem ihr Freund in eine Messerstecherei verwickelt gewesen war. Sie sagte aus, dass sie dabei verletzt worden sei, allerdings waren ihr die Wunden durch ihren Freund zugefügt worden.

Die Bandmitglieder sind seit Ende letzten Jahres auf freiem Fuß, nachdem die Kaution aufgehoben wurde und sie nach einer Sicherheitsleistung freigelassen wurden. Sie durften allerdings nicht ausreisen. Dies wurde außerdem möglich durch einen Brief des polnischen Politikers Dominik Tarczynski.

Bei den Anhörungen spielte außerdem eine schriftliche Erklärung von Andy Marsh von THY ART IS MURDER eine Rolle, der an diesem Tag ebenfalls auf dem Konzert spielte und aussagte, dass er die Frau im Mosh Pit beim Violent Dancing gesehen hatte, was ihre Verletzungen erklären würde.

21741185_10155459892415991_1212521381182382810_o