ALTARAGE - Endinghent
ALTARAGE-EndinghentGenre: Death Metal
Label: Season of Mist
Veröffentlichung: 13.10.2017
Bewertung: Sehr gut (7/10)

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ALTARAGE liefert genau das, was man sich von einer Death Metal Band verspricht. Ihr zweites Album „Endinghent“ ist voller schwarzer und dissonanter Death-Metal-Wut, die sofort eine Fülle von unheimlichen Bildern im Gehirn hervorruft. Ihr unerbittlicher, seelenzerstörender  Sound versetzt den Zuhörer auf Hochtouren. Über dieses Death-Metal-Kollektiv ist nur wenig bekannt, außer dass sie aus Bilbao stammen, der größten Stadt im spanischen Baskenland. Im Jahr 2015 brachten ALTARAGE eine Demo heraus, die einfach nach ihrem Veröffentlichungsjahr betitelt wurde. „MMXV“ hat ein riesiges Interesse an der extremen Metalszene rund um den Globus hervorgerufen. Es folgte das Debütalbum „NIHL“ (2016), das von Kritikern und Fans gleichermaßen gelobt wurde. Nun 2017 folgte „Endinghent“, willkommen in dieser neuen Dimension von Sonic Darkness.

Beängstigend klingende Gitarren eröffnen „Incessant Magma“. Nach einer kurzen Anspielzeit ertönen düstere Stimmen. Man kommt sich vor, als wenn man in der Hölle bei Satan höchstpersönlich ist. Der Bass schreddert, die Gitarren klirren. Immer wieder diese Stimmen zwischendurch, die Drums hört man leise im Hintergrund. Ein sehr langes Intro, bis es anschließend mit „Spearheaderon“ zum Opferaltar geht. Hier gibt es zu Anfang ordentlich auf die Mütze, bis eingängige Riffs übernehmen, die an den Weg zu einer Hinrichtung in Filmen erinnern.

„Cataclysmic Triada“ legt auch los wie die Feuerwehr. Blastbeats, die Growls und dazu die schnellen Klampfen. Das Ganze hört sich an, wie eine einzige Schlacht. Dramatisch klingt da schon fast der Schluss.

„Fold Eksis“ fängt da eher ruhiger an, denkt man. Aber schon nach kurzer Zeit geht das Gemetzel weiter. Schonungslos wird auf die Drums eingeschlagen. Kleine, ganz kurze Breaks bringen Abwechslung in diese Orgie des Geknüppels.

„Rift“ erinnert an Titelmelodien alter Horrorfilme zu Beginn der 80er. Dann irgendwann wieder die Stimme des Satans, die von Gitarren untermalt wird. Langsam glaube ich wirklich, dass die Band aus der Hölle stammt. Sonst ist ja nicht viel über die Mitglieder von ALTARAGE bekannt.

Auch bei „Orb Terrax“ werden die Drums nicht geschont. Wilde Gitarren liefern sich ein Duell mit der Schießbude. Dann hält der Sänger seine kurze Predigt, bevor das weitere Unheil seinen Lauf nimmt.

„Weighteer“ setzt mit Bass und Doublebasses ein, dann wieder das Angst einflößende Gebrüll. Dazwischen die altbekannten düsteren Instrumentalteile, die man vielleicht manchmal etwas zu lang zieht.

Mit „Barrier“ wird es noch mal wirr und wild. Damit beendet man ein Album, dass sicher eingefleischten Fans in der Szene gefallen wird. Es hat seine Stärken eindeutig in seiner düsteren, bedrückenden Stimmung und in seinem zeitweise atemberaubenden Tempo. Jedoch klingt es nach einer Weile auch vorhersehbar, es fehlen größere Überraschungen. Aber aufgrund der kurzen Spielzeit des Albums ist durchaus der Drang da, es vielleicht nochmal zu hören.