MASTER and DEHUMAN - Decay into Inferior Conditions - LIVE
MASTER-DEHUMAN-Decay-into-Inferior-ConditionsGenre: Metal / Death Metal
Label: XENOKORP
Veröffentlichung: 08.12.2017
Bewertung: Sehr gut (7/10)

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Die legendären Death Metal-Vorväter MASTER im Team mit der neuen Generation des Bösen, die Touring-Maschine DEHUMAN … Revel in death!

Auf der einen Seite ist MASTER, die 1983 gegründete Kultband, eine der ganz wenigen, die so tun können, als gehörten sie zu denen, die ein eigenes musikalisches Genre kreierten, Death Metal.

Auf der anderen Seite, eine „junge“ und rasende Band, die der Tradition folgt und die Fackel hoch und stolz hält, geadelt von ihren Kollegen, DEHUMAN.

Es ist eine Geschichte von Leidenschaft und Freundschaft, gegenseitigem Respekt und Unterstützung, einer dieser wenigen legendären Geschichten, auf denen die „echte“ Underground-Metal-Szene basiert. Eine Geschichte, die 2012 begann. DEHUMAN bekam die Gelegenheit, MASTER in ganz Europa für die Veröffentlichung ihres Debütalbums „Black Throne of All Creation“ zu supporten. Gefolgt von anderen gemeinsamen Europa- und UK-Touren, darunter die vier Wochen im Oktober / November 2017 „Omens of Death Europa Tour“. Auf dieser Tour wurde dieses Split-Release gefeiert.

Master beginnen mit „Master“. Hier kommen sie sofort zur Sache und bringen die Massen zum Toben. Erinnert irgendwie beim Gesang von der Art zu Singen an Lemmy, Gott habe ihn selig. Weiter geht es mit „Subdue the Politician“, mindestens genauso schnell. Die Anfangsphase des Livealbums hat es in sich, kaum Zeit zum Durchschnaufen. Fette Drums, dumpfe Gitarrenriffs und dazu die brutale Voice von Paul Speckmann. Was hier störend wirkt, sind die Nebengeräusche und das Gequassel der Leute.

„All We’ve Become“ weiß auch mit schnellem Metal zu überzeugen, schöne Riffs machen diesen Song aus. Als Zuschauer und Zuhörer kommt man hier voll auf seine Kosten.

Nun schon das letzte Lied von MASTER mit „Slaves to society“. Es schließt sich nahtlos an seine Vorgänger an. Einfach ein geiles Konzert zum Abfeiern. Ich will und möchte hier Master nicht mit Motörhead vergleichen, aber teilweise erinnert die Art und Weise schon ein wenig an Motörhead. Ich sage hier aber auch bewusst erinnern und nicht hören sich so an, MASTER bringt schon den eigenen Saft auf die Bühne.

Nun stürmen DEHUMAN die Bühne mit „Morbid Sun“. Eine wilde Prügelei, die dort auf der Stage entsteht. DEHUMAN legt hier wirklich noch eine Schippe drauf.

Auch „Sepulcher of Malevolence“ schlägt in die gleiche Kerbe. Man hat den Eindruck, die wollen die Bude einreißen. Ein wildes Schlagzeuggewitter donnert zu eingängigen Riffs und den fiesen Growls von Shouter Andrea Vissol. Da bleibt kein Stein auf dem anderen.

„Apocalypse and Perdition“ bildet den Abschluss des gemeinsamen Livealbums. Heulende Gitarren spielen zu recht langsamen Drums. Bis es dann wieder richtig losgeht. Da wird auch nicht mit Blastsbeats gespart. Zum Ende hin wird noch mal alles aus den Instrumenten herausgeholt. Der recht abwechslungsreiche Mittelteil geht wieder zum schnellen Gebolze über.

Ein recht gelungenes Liveduett liefern MASTER und DEHUMAN ab, was richtig Bock macht. Einziger Kritikpunkt ist das schlecht abgemischte Album, was teilweise recht blechern und dumpf klingt und dem Album eine bessere Bewertung kostet. Dazu hört man halt hier und da etwas Getuschel. Von der Musik her ist nichts auszusetzen und so bleibt im Endeffekt ein positiver Eindruck.