MINISTRY – Al Jourgensens spricht über die neue Welle der Anklagen wegen sexueller Belästigung

Heute spricht MINISTRYs Al Jourgensen darüber, dass Anklagen wegen sexueller Belästigung in den Medien ernster genommen werden und größere Aufmerksamkeit bekommen als früher. Seht den Trailer hier:

Wie schon der einstige U.S. Senator Al Franken, gibt auch Jourgensen zu, in der Vergangenheit Dinge getan zu haben, auf die er nicht stolz ist. „Aber man wächst mit seinen Fehlern, man lernt und hört aufmerksamer zu“, erklärt er. In den letzten Jahren sei ihm bewusst geworden, dass Dinge, die er früher nicht als sexistisch erachtete, falsch waren und ihm erst später klar wurde, dass er Fehler begangen hatte, die nun zu einer neuen Perspektive führten.

„Es ist Zeit, dass wir Männer anfangen nachzudenken und etwas ändern“,
sagt er. „Unsere Gesellschaft ist ausbeuterisch und Männer haben daraus ihren Vorteil gezogen. Aber jetzt ist es an der Zeit, das zu überdenken. Es wird nicht über Nacht gehen, aber man muss den Ball ins Rollen bringen. Sei es nur mit selbstkritischen Gedanken wie ‚Okay, ich erinnere mich an diese Party vor 10 Jahren… damals habe ich etwas getan, was vielleicht falsch verstanden wurde und jemanden kränkte.‘ Allein dieses Bewusstwerden ist schon ein Schritt in die richtige Richtung. Dass Männer bemerken ‚Hey, das war blöd, was ich damals getan oder gesagt habe‘. Diese Diskussion müssen wir aufrecht erhalten und mit der Zeit wird sich hoffentlich die allgemeine Einstellung ändern.“

Am 9. März wird MINISTRYs »AmeriKKKant« erscheinen, das psychedelische, politisch beeinflusste Album, das aus Jourgensens unverblümter Wut auf die aktuelle politische Lage in Amerika entstand.