DARK AGE - Dark Age (Review)
DarkAgeCoverKleinGenre: Metal / Heavy Metal
Label: No Remorse Records 
Veröffentlichung: 29.9.2017
Bewertung: Gut (6/10)

Website

Diese Platte ist eine Neuauflage des gleichnamigen Debütalbums aus 1984, das von der mittlerweile aufgelösten Band DARK AGE stammt.

Der Opener, „Metal Axe“, startet eher hart und doch gleichzeitig melodisch. Zuerst ist er recht gitarrenlastig, dann setzt jedoch die sich überschlagende Stimme des Sängers, Robert Stevens, ein. Er ruft mehrmals den Songtitel und der Gesang klingt etwas unrhythmisch; ersterer ist gleichzeitig ziemlich hoch, weshalb ich die dunkleren Stellen angenehmer finde. Zwischendurch steht wieder eine Gitarre mit Solo im Vordergrund, welches sich immer weiter aufbaut und auch von den anderen Instrumenten ausgebaut wird. Man denkt, ein greller Schrei würde das Ende des Songs markieren – und liegt falsch. Die Instrumente machen noch einen kurzen Moment weiter, ehe der Song mit dem Lachen des Sängers beendet wird

Die Melodie des zweiten Liedes gefällt mir super; sie ist nicht so schnell und wirkt weniger durcheinander. Die Stimme des Sängers ist ruhig und etwas melancholisch; die Töne werden sauber gehalten und sind nicht zu hoch. Die Instrumente und Tempowechsel der Stimme bringen Abwechslung in „Tales of Medusa“. Gerade, als ich denke, dass es langweilig werden könnte, nimmt der Song durch einen Instrumentalpart wieder an Fahrt auf. Stevens singt hier sowohl hoch als auch tief. Es folgt wieder ein Gitarrensolo. Der sehr hohe Gesang nervt mich persönlich etwas, aber sicherlich gibt es genug Leute, die genau das an der Band schätzen. Der Song wechselt zurück zum Ruhigeren und es gefällt mir, wie der Vibrato einer der Gitarren eingesetzt wird. Die Drums markieren das Ende, das durch einen Schrei des Sängers endgültig erfolgt.

Instrumente führen in „Rock Revelation“ ein; das lädt zum Mitmachen ein, genau wie die Stimme des Sängers. Sein schrilles Schreien hält sich in Grenzen, was auch gut so ist; die Höhenlagen werden nicht so übertrieben wie vorher. Oh, Moment – doch, werden sie. Ein kehliges „wuäh“, wieder ein Gitarrensolo, darauf ein interessanter Tempowechsel, bei dem Schlagzeug und Stimme eine Einheit bilden und von Gitarren umrahmt werden. Passt, obwohl das Lied mir insgesamt wieder etwas zu schrill ist.

Es folgt „The Execution“, welches mit 30 Sekunden Länge auch etwa mit der Zeit einer Hinrichtung zu vergleichen ist- Der Song ist vor allem instrumental geprägt. Das diabolische Lachen des Sängers führt zum nächsten Song über.

Oha, da hat der Gitarrist aber schnelle Finger. Darauf folgen jedoch schnell „entspanntere“ Gitarrentöne und die Drums setzen ein. Robert klingt nicht so voluminös wie in den vorherigen Liedern, wobei auf das hohe Schreien natürlich trotzdem nicht verzichtet werden kann. Die Melodie im Hintergrund ist rhythmisch wie ein Pferdegalopp und typisch Heavy-Metal. Natürlich folgt wieder ein Gitarrensolo; natürlich ist dieses wieder mit schnellen Fingern gespielt. Recht abrupt folgt darauf dann das Ende von „Messenger To Ascheron“ mit dem Abbrechen der Instrumente.

„Warrior“ beginnt mit dem gleichnamigen Ausruf des Sängers. Mit dem darauf folgenden „Come Out To Play“ setzen die Instrumente ein und ein stetiger Rhythmus beginnt. Dieser wird von den Instrumenten fortgesetzt, bis der coole, tiefere Gesang einsetzt und wiederum Pausen für die Instrumente schafft. Nach längerem Solo sind dann wieder helle Töne vom Sänger zu hören. Dieser gleichberechtigende Wechsel aus Stimme und Instrumenten bestimmt das Lied bis zum Schluss.

Einige helle Schreie, immer dicht gefolgt von dunkleren, röhrenderen, läuten „Viper“ ein; die Instrumente brechen darauf aus ihrer Hintergrundrolle aus und lassen eine Melodie erklingen, die im Kopf bleibt: rockig, stimmig, heavy. Die Stimmlagen wechseln rasch und häufig, weshalb sie von den schnell gespielten Gitarren untermalt werden. Ein Rhythmuswechsel zum Refrain bringt Abwechslung, bis die Gitarren wieder im Vordergrund stehen und ihr Bestes geben. Sie werden durch einen hellen Schrei zum Refrain abgelöst, nachdem sie jedoch wieder dominieren. Nach erneutem Gesang ziehen die Instrumente den Schlussstrich und vollendet damit diesen ausgeglichenen Song.

Das letzte Lied beginnt melodisch und langsam; die Drums spielen nur eine untergeordnete Rolle, während die Gitarre im Vordergrund steht. Plötzlich wechselt die Gitarre in „richtige“ E-Gitarren-Riffs, womit auch der Gesang einsetzt. Gleichzeitig folgen jedoch wieder ruhige auf harte Parts; der Song bekommt damit eine ganz eigene, aber keinesfalls schlechte Note, was auch daran liegt, dass Stevens sich in eher entspannteren Tonlagen bewegt. Es folgt ein heavy Gitarrensolo und die Instrumente lassen den Gesang fast vergessen. Als dieser wieder einsetzt, ergänzen sich alle gleichermaßen. Der Gesang wird leiser und die Instrumente klingen aus, wobei das Schlagzeug das letzte Wort hat. Ein sehr gut gelungener Song, der den Namen der Band und des Albums sowie seinen eigenen angemessen vertritt.

Fazit: Es wirkt bei DARK AGE das ganze Album hindurch so, als seien Gesang und Instrumente gleichberechtigt; beide stehen ähnlich lang im Vordergrund und haben gleichermaßen ihre Daseinsberechtigung. Trotzdem schaffen die Metaller es, genug Abwechslung in ihre Lieder zu bringen, sodass man sich nicht langweilt. Der Wiedererkennungswert fehlt mir allerdings; sie klingen typisch Heavy Metal, ich kann jedoch nicht sagen, ob ich sie von anderen Bands des Genres sicher unterscheiden könnte. Die hellen Tonlagen des Gesangs nerven mich persönlich zwar etwas, die Songs waren jedoch in sich geschlossen und ausbalanciert, weshalb man sich die Platte als Ganzes gut und gerne anhören kann.

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