CLOAK - To Venomous Depths
SOM428-Cloak-1500X1500px-300dpi-RGBGenre: Blackened Rock 
Label: Season of Mist
Veröffentlichung: 10.11.17
Bewertung: Sehr gut (7/10)

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„To Venomous Depth“ ist das erste Album der Südstaatler und kann sich durchaus sehen lassen. Die Jungs warten mit einer Mischung aus Rock und Black Metal auf und nennen viele große Namen (wie Dissection, Fields of the Nephilim, Tribulation…) als Einflüsse. Die Mischung, welche vor allem ziemlich groovig daherkommt, hört sich erstmal wild an und weckt auch hohe Erwartungen, aber insgesamt bildet die dargebotene Geräuschkulisse ein in sich geschlossenes Bild. Man kommt um das beiläufige Kopfnicken nicht herum.

„To Venomous Depths/Where No Light Shines“ leitet das Album zunächst mit einer Klavierpassage ein, bis dann die Instrumente mit Wucht einsetzen. Der kehlige Gesang folgt erst nach fast zwei Minuten. Mal sind die Songs etwas langsamer, mal etwas zügiger, aber an allen haftet eine gewisse Düsternis. Trotz des dreckigen, verzerrten Sounds der Gitarren sind diese ziemlich melodiös, sodass ein differenziertes Klangerlebnis entsteht. Zwar klingt das Schlagzeug im Gegensatz zu vielen Bands ein wenig dezenter, aber trotzdem untermauert es druckvoll und zuverlässig alle Songs. Auch der Bass ist deutlich hörbar.

In „The Hunger“ wird ein Abschnitt mit akustischer Gitarre hinzugefügt, sodass noch ein wenig mehr Abwechslung in die Strukturen reinkommt. „In the Darkness/The Path“ ist richtig schön heavy und dröhnig. Das Lied ist vollgepackt mit Klangkulissen. Hier kommt auch die Produktion des Album zur Geltung, da die Instrumente dreckig, aber differenziert klingen. Auch ist der Sound insgesamt nicht zu blechern.

Leider muss man auch feststellen, dass, so sehr sich auch die Platte gut hören lässt, keiner der Songs wirklich heraussticht oder im Gedächtnis verbleibt. Trotzdem sind die Songs deswegen nicht langweilig. „To Venomous Depths“ ist ein Album, welches sich am besten am Stück hören lässt. Außerdem werden wohl einige Hörer die klangliche Nähe zu Tribulation feststellen, dennoch sind CLOAK nicht einfach nur ein Abklatsch. Für das Debütalbum ist das Werk sehr gut, aber in der Zukunft kann die Band ihrem Sound mit Sicherheit noch eine eigene Note verleihen.