SALIVA – Matrix / Bochum – 02.02.2018

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Es ist so weit: SALIVA sind nach 15 Jahren das erste Mal wieder zurück in Europa und geben ein paar Shows. Grund genug, um dafür extra aus Hamburg nach Bochum zu fahren, um sich den Traum SALIVA live zu sehen, endlich zu erfüllen.

Wer schon einmal im Matrix war, weiß, wie groß dieses ist. Etwas enttäuschend also, dass den ganzen Abend über relativ wenig Leute vor Ort sind. Auch bei dem Headliner ändert sich dies leider nicht.
Den ganzen Abend über gibt es hier und da ein paar Bierchen und einen netten Plausch mit den anderen Fans über vergangene Konzerte und über, wie sollte es anders sein, SALIVA.

Um kurz vor elf ist dann endlich der Moment gekommen. Es hat lange gedauert doch nach über zwölf Jahren als Fan dieser Band ist es nun endlich so weit und SALIVA stehen vor mir auf der Bühne. Es ist unfassbar. Zum einen ist die Freude unfassbar und zum anderen die Tatsache, dass weniger als 100 Leute vor der Bühne stehen, um diese grandiose Band zu sehen. Die Band gibt mit „Ladies And Gentlemen“ gleich Vollgas und haut auch danach einen Hammer nach dem anderen raus. Ob „Superstar“, „Always“ oder „Survival Of The Sickest“, die Fans, wenn auch nicht viele, zeigen sich textsicher und singen mit, was das Zeug hält. SALIVA, die bereits für 70000 Leuten bei Wrestlemania 18 gespielt haben, spielen hier vor weniger als 100 Leuten und dennoch hat die Band so viel Spaß und gibt Vollgas. Der Sound ist spitze und die Stimmung gut, was das Konzert noch besser macht. Die Band ist auch noch für ein paar Späßchen zu haben und covert kurzerhand Phil Collins und Pink Floyd – sehr zur Freude der Band. Sogar für eine Akustikeinlage ist die Band zu haben und spielt kurzerhand „Hero“ aus dem Film Spiderman. Wer es nicht wusste: Nickelback hatten bei dem Song nämlich etwas Unterstützung, denn SALIVA haben mitgewirkt. Den absoluten Höhepunkt des Konzerts bildet ein Song, der von jedem mitgesungen wird und definitiv einer der besten ist. Klar ist hier die Rede von „Click Click Boom“. Hier hätten auch nur drei Leute im Publikum sein können und es wäre dennoch eine Party geworden. Die Band gibt hier noch einmal alles und zeigt, dass es ihnen egal ist, ob sie vor 100 oder 100.000 LEuten spielen, sie haben einfach Spaß und wollen das Publikum begeistern- mit Erfolg!

Bleibt nur eine Frage: Hat es sich gelohnt einen halben Tag Urlaub zu nehmen, um um 12:00 Uhr Mittags von Hamburg nach Bochum aufzubrechen, Stunden auf der Autobahn im Stau zu verbringen, übermüdet und hungrig im Matrix anzukommen und dann, nach bereits 19 Stunden auf den Beinen, wieder Stunden durch die Nacht zurück nach Hamburg zu fahren?
Lasst es mich so formulieren: In wenigen Tagen spielt die Band in Berlin. Könnt durchaus sein, dass Ihr mich dort trefft. Der Weg hat sich gelohnt und wenn es wieder 12 Jahre dauert, bis ich diese Band live sehen kann, dann ist es so, denn das Warten lohnt sich!