ABSOLVA - Defiance
Absolva_Defiance-500x500Genre: British Heavy Metal
Label: Rocksector Records
Veröffentlichung: 28.07.2017
Bewertung: Bombe (9/10)

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Absolva ist eine britische Metal Band mit Sitz in Manchester, eine anregende und moderne Interpretation des herausragenden Genres. Sie wurde im Mai 2012 durch Chris Appleton und Martin McNee gegründet. Chris und Martin hatten bereits seit Oktober 2007 zusammengearbeitet im Rahmen des erfolgreichen Metal Trios Fury UK, einer Band, die sich an die vorderste Reihe der britischen Szene etabliert hatte. Dritter im Bunde war seit August 2008 Chris jüngerer Bruder Luke Appleton. Als dieser im April 2012 zu Iced Earth wechselte wurde Fury UK vorerst auf Eis gelegt während Chris und Martin sich entschlossen eine komplett neue Band zu gründen: Absolva! Kurz darauf stießen Tom Atkinson und Daniel Bate dazu, die aber beide früher oder später wieder das Handtuch geworfen haben. Seit dem 8. September ’14 ist Karl Schramm der neue Mann an der Bassgitarre. Mitunter springt Luke Appleton an der Gitarre ein, wenn es ihm zeitlich möglich ist.

Absolva lassen die Katze aus dem Sack. Keine langen Vorankündigungen, Designvorschau des Album-Covers oder sonstiges Naschwerk mit dem wir bisher immer gelockt wurden. Das Doppelalbum beinhaltet 12 neue Songs sowie Live-Tracks aus Schweden vom vergangenen Herbst 2016. Ebenfalls auf der Bonusscheibe sind noch 3 Akustik-Versionen und nicht zu vergessen die Harsh Reality Single, die Absolva während der ausgedehnten Tour mit Blaze Bayley aus dem Ärmel schüttelten.

Mit ihrem mittlerweile 4. Studioalbum Defiance haben sich Absolva einmal mehr gesteigert. Der erste Song „Life On The Edge“ knallt sofort schon mächtig los und lädt zum Headbangen ein. Mit dem Titeltrack „Defiance“ geht es in ruhiger Heavy-Manier weiter. Hier bleibt auf jeden Fall der Refrain im Ohr und saubere Solopassagen runden diesen Song ab.

Es folgt die erste Singleauskopplung „Rise Again“, die mich beim ersten Anhören überrascht hat. Neue Melodien, kräftige Backround-Vocals. Ein Song, der es mit Sicherheit auf die Bühne schafft. Chris Appleton tobt sich hier wieder an seiner Gitarre aus.

„Fistful Of Hate“ schließt sich an, fängt mit harten Basstönen von Karl Schramm an. Weiter geht es mit „Never Be The Same“. Achtung, es könnte gepogt werden. Wieder eine schnellere Nummer, die einem Live viel abverlangt und man Martin Mcnee den Spaß hinter seiner Schießbude anmerkt. „Alarms“ hat am Anfang eher rockige Töne, die aber im Finale heavy werden. Nun die Ballade des Albums: „Connections“. Da muss ich sagen, dass ich Chris Appleton sau gerne Balladen singen höre (TIPP: Soloalbum Chris Appleton – RESTLESS).

„Midnight Screams“ überzeugt mit harten Riffs. „Life And Death“ und „Eclipse“ sind wieder Heavy-Nummern, wo man auch wieder den Kopf bei kreisen kann. „Eclipse“ hat absolut das Zeug dazu, die neue Bandhymne zu werden. Richtig geile Gitarren, wo man sich wünscht, dass das Solo nicht endet.

Bei „Who Dares Wins“ könnte ich mir gut vorstellen, dass der Song auch als Single erscheint. Wieder ein Song, der im Ohr bleibt. Den Abschluss macht „Reflection“. Hier singt Chris Appletons Bruder Luke (Bassist bei ICED EARTH). Bei diesem Lied wird man spätestens bei der ersten Refrainwiederholung mitsingen und bildet einen guten Abschluss des Longplayers. „Reflection“ widmete die Band ihrem langjährigen Freund Wizz Wizzard, der leider 2016 verstorben ist. Erhältlich ist das Album als Doppel-CD. Auf der Bonus-CD ist die Single HARSH REALITY, sowie weitere Liveaufnahmen und Akustikversionen.

FAZIT: Wer auf British Heavy Metal steht, der kommt hier voll auf seine Kosten. Live legen die 4 Jungs aus Manchester noch mal ne Schippe drauf.