MAGNA MORTALIS - Diluvian
magna-mortalis-diluvian_coverGenre: Death Metal
Label: Kernkraftritter Records
Veröffentlichung: 08.10.2013
Bewertung: Bombe (9/10)

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‚We start a war!‘ Damit startet „Capitalypse Now“ und es geht direkt zur Sache. Das Tempo ist hoch, das Riffing hart, der Gesang schön aggressiv. Das Zusammenspiel innerhalb der Band wirkt sehr harmonisch und durchdacht. Starker Song, der absolut Spaß macht!
„Morphogenetic“ startet mit einem coolen Riff, das etwas entschleunigter ist, dadurch aber nichts an Macht einbüßt, und in das sich bald ein melodisches Gitarrensolo einfügt. Das schnelle, akkurate Drumming und der starke Gesang tun ihr übriges dazu.
Genauso gehen die Hannoveraner an „Dominion“ heran. Schnell findet man sich mitten im Geschehen wieder und das geht gut ab – Headbangfaktor garantiert! Hier sticht besonders das technische Drumming hervor, das sehr abwechslungsreich und schnell ist.
Gnadenlos geht es mit „Feed Your Master“ weiter, das nach wie vor aggressiv vorwärts treibt und dem Schema der vorhergehenden Songs folgt, ohne langweilig zu werden. Die Breaks sind sehr gut akzentuiert und tragen zur harten Atmosphäre bei.
Mit einem cleanen (!) Intro beginnt „Catharsis“. Wer hier eine Verschnaufpause erwartet, wird nach sieben Sekunden eines besseren belehrt: zwar wird der Song etwas langsamer, aber dafür nicht weniger hart. Der Gesang kann sich sehr gut in das veränderte Riffing einfügen, kommt hier so richtig zur Geltung und entfaltet seine Macht! Die teilweise disharmonischen Riffs erzeugen eine schöne melancholische Stimmung.
„Blood Stained Ground“ startet in medias res, hält das Tempo direkt hoch und zündet gut. Endlich gibt es auch mal wieder ein Gitarrensolo und das geht auch nahtlos in den Gesang über – sehr cool! Ebenso wie die Tatsache, dass Gitarren und Drums teilweise verschiedene Rhythmen spielen, dann aber wieder zueinander finden.
Wer sich beim Intro von „Soul Collector“ an Metallicas „One“ erinnert, täuscht sich. Zwar ist der Song ruhiger, aber die bisherige Marschrichtung bleibt erhalten. Der cleane (Sprech-)Gesang erzeugt eine unheimliche Atmosphäre, sobald das Tempo angezogen wird, ist aber wieder alles gut und es geht straight forward weiter.
Wieder ein cleanes Intro, und tatsächlich wirkt „Terra Mortalis“ ruhiger. Als nach zwei Minuten immer noch kein Gesang zu hören ist (dafür aber ein gutes Gitarrensolo), ist klar, dass wir es hier mit einem Instrumentalsong zu tun haben. Eine gelungene Abwechslung.
„Last Of The Rotten“ startet von der Gitarrenseite aus getappt, was sich gut mit den Drums paart und sich nach deren Fill-In im gewohnten Schema wiederfindet. Der Rhythmus im Refrain ist genial ausgearbeitet: gerade dann, wenn man denkt, man hätte ihn durchschaut, ändert er sich wieder!
Hart und schnell geht es in „Diluvian“ zur Sache. Hier wechseln sich schnelle und ruhige Riffs sehr gut ab und lassen mehr als nur das Bein mitwippen. Der starke Gesang und die Rhythmusfraktion mit Bass und Drums geben den Rest zu einem gelungenen Abschluss eines starken Albums dazu.

Den Hanoveranern MAGNA MORTALIS ist mit „Diluvian“ ein sehr starkes Album gelungen, das zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Sie haben genau den richtigen Weg gefunden, ihre Stärken zu präsentieren, Überraschungen einzubauen und zugleich ihren Stil nicht zu verändern.