CARACH ANGREN – Hamburg Kulturpalst – 28.01.2018

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Vor einigen Monaten haben die Horror Metaller CARACH ANGREN aus den Niederlanden ein neues Album veröffentlicht. Dies haben wir natürlich zum Anlass genommen, um das Konzert der Jungs zu besuchen, nachdem wir Mastermind Ardek vorher zum Interview geben haben.

Der Abend startet mit SVART CROWN aus Frankreich, die mit ihrem Blackened Death Metal das Publikum gleich für sich gewinnen wollen. Die Mannen geben gleich richtig Gas, aber haben sichtlich Schwierigkeiten die Fans, von denen ohnehin kaum welche vorhanden sind, mitzureißen. Die Stimmung ist eher mäßig und das Publikum größtenteils eher verhalten. Hier und da Headbangen ein paar Leute und brüllen ein paar Songabschnitte mit, mehr allerdings auch nicht. Der Sound ist jedoch einsame Spitze, auch wenn dieser ein wenig zu leise ist, sodass man gar keine Probleme hat, sich während des Konzerts zu unterhalten, auch wenn dies ohnehin nicht Sinn der Sache ist. Das relativ kurze Set ist dann auch schnell wieder vorbei, sodass SVART CROWN Platz für die nächste Band auf der Bühne machen: CARACH ANGREN!

CARACH ANGREN geben gleich so richtig Gas. Die Horror Metaller wissen wirklich, wie sie sich richtig in Szene setzen. Perfektes Corpse Paint mit einer grandiosen Bühnendekoration kombiniert und natürlich einiges an technischen Spielereien. Das Keyboard von Keyboarder Ardek scheint ferngesteuert zu sein, sodass dieses sich die ganze Show über immer wieder bewegt und so Ardek die Möglichkeit bietet, sich auch etwas zu bewegen. Auch hier ist der Sound einsame Spitze und zum Glück ein wenig lauter, als bei der Vorband. Jedoch nervt es ein wenig, dass der Kulturpalast überall Lampen und Lichter an hat, so auch beim Merchandise, welcher nicht abgetrennt ist, sodass alles sehr hell ist. Gerade bei CARACH ANGREN sollte man dies wohl vermeiden. Die Band gibt dennoch so richtig Gas und auch die Fans, wenn auch noch immer relativ wenig, haben sichtlich Spaß und feiern mit. Besonders herausragend ist die Performance von Sänger Seregor, denn dieser weiß wirklich, wie man sich passend zur Musik bewegt. Gerade bei „Pitch Black Box“ schafft er dies, durch sehr statische und abgehackte Bewegungen und auch sein Corpse Paint ist, wie immer, sehr gut gelungen und bringt nicht jeden beim ersten Anblick sofort zum Lachen, wie es z.B. bei Dani Filth von COF der Fall ist.
Die Band spielt sich durch ihre Alben durch und hat für jeden Fan etwas dabei, ob nun Klassiker wie „Bitte tötet mich!“ oder auch neuere Sachen wie „In De Naam Van De Duivel“

Nach etwa einer Stunde ist die Show leider schon wieder vorbei und für uns bereits der ganze Abend, denn der Arbeit geschuldet gibt es leider keine Möglichkeit, noch länger vor Ort zu bleiben.

Der Abend hat sich jedoch definitiv gelohnt, auch wenn das Ambiente des Kulturpalastes alles etwas zu Nichte gemacht hat. Den Raum etwas mehr abzudunkeln und den Lautstärkeregler etwas weiter aufzudrehen hätte viel geholfen.