NOCTURNAL GRAVES - Satan's Cross
Nocturnal Graves-Satans CrossGenre: Death Metal
Label: Season of Mist
Veröffentlichung: 08.12.2017
Bewertung: Klasse (8/10)

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Die Geschichte von NOCTURNAL GRAVES beginnt 2004. Nach den beiden Demos „Profanation of Innocence“ und „Deathstorm“ folgten im August erste Liveshows. 2005 spielt man in Melbourne, Bendigo und Brisbane/Australien, bevor der Drummer die Band verließ. 2006 erschien nach mehreren Line-Up-Wechseln die EP „Necromancer“. Zu Beginn des Jahres 2007 fing man an den Arbeiten der LP „Satan’s Cross“ an, welche Ende des Jahres als LP / Pic LP / CD in den Läden zu finden war. 2009 veröffentlichte man die Split-LP „The Gravespirit Sessions“ mit HELLFIRE zusammen, ehe man erst 2012 mit neuer Besetzung wiederauftauchte. Material für ein neues Album wurde den Rest des Jahres gesammelt, ehe man 2013 „… From the Bloodline of Cain“ veröffentlichte. Eine Reihe von weiteren Liveshows wurden gespielt, mit dem Ziel auch nach Amerika zu kommen und weitere Shows in Europa spielen zu können.

NOCTURNAL GRAVES veröffentlichen nun als Re-Release ihr Debütalbum „Satan’s Cross“, welches das Originaldemo als Bonustracks enthalten wird.
Die Australier haben den berühmten Maler Paolo Girardi (INQUISITION, MANILLA ROAD, HIEROPHANT) engagiert, um die erstaunliche Nachbildung der ursprünglichen Cover-Art zu schaffen.
NOCTURNAL GRAVES bereiten sich momentan darauf vor, die Welt mit ihrem bevorstehenden dritten Full-Length-Album zu erobern, das 2018 bei Season of Mist erscheinen wird.

Tauchen wir also mit dem Intro von „Aggressive Exterminator“ in die Tiefen der Hölle ab, so hat man zumindest den Eindruck. Nach einer gefühlten Ewigkeit setzen Gitarren und Drums so langsam ein. Die Gitarren werden schneller, Blastbeats donnern und die dunkle, kratzende Stimme erklingt. Was zu Beginn so langsam war, das überschlägt sich nun gewaltig beim Tempo. Vor dem Endspurt des ersten Stücks auch mal eine normale Heavypassage.

Weiter geht es mit der Knüppelnummer „Rotten Cremation“. Geile Gitarrenriffs ab der Mitte des recht kurzen Songs, bevor die Einäscherung ihr Ende findet.

„Skullthrone“ donnert im Anschluss am Zuhörer vorbei wie ein ICE. Beängstigend dabei die Vocals. So stellt man sich den Satan im Stimmbruch vor, passt aber perfekt.

Mit „Whore of Sodom“ und dem Dauerbeschuss der Schießbude geht es ohne Gnade weiter. Schöne Doublebasses sind kurz zu hören, ehe das Schlagzeug wieder wie eine Nähmaschine läuft. Ruhig lässt man jedoch das Stück auslaufen.

Auch bei „Nocturnal Maniac“ drückt man mächtig auf das Tempo. Immer mal wieder melodische Parts in den Liedern bieten hier doch Abwechslung.

Das anschließende „When the Demons Feast“ ist da nicht viel anders. Eigentlich ist das Album simpel gestrickt. Gnadenloses Geknüppel, welches aber immer wieder von guten, rhythmischen Parts unterbrochen wird.

„The Pestilence Crucified“ bietet da keine Ausnahme. Schöne Gitarrenriffs begleiten das schnelle Schlagzeug, das Bein wippt mit, der Kopf wackelt hin und her, was will man mehr.

„Satan’s Cross“ beendet dieses wirklich gelungene Album, das aufgrund der recht kurzen Spielzeit nochmals zum Anhören einlädt. Man hat gut daran getan, das Debütalbum neu zu veröffentlichen, um vielleicht 2018 beim neuen Longplayer an diese alten Zeiten anknüpfen zu können. Der Fan darf also gespannt sein.