NO RETURN - The Curse Within
No Return album cover 2017 (1400x1400)Genre: Thrash / Death Metal
Label: Mighty Music
Veröffentlichung: 17.11.2017
Bewertung: Bombe (9/10)

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No Return ist eine französische Melodic-Death-Thrash-Metal-Band, die 1989 gegründet wurde.
Die Band nahm ihr erstes Album „Psychological Torment“ (1990) in Deutschland mit Coroners Schlagzeuger und Marky Marquis als Art Director auf und produzierte dann mit Hilfe von Scott Burns das zweite Album „Contamination Rises“ (1992) in den Morrisound Studios in Tampa, Florida .
Seitdem teilt die Band ihre Leidenschaft für Metal-Musik mit anderen Bands wie Arch Enemy, Samael, Napalm Death, Sepultura, Coroner, Motörhead und vielen anderen und veröffentlichen regelmäßig neue Alben.
Im März 2015 veröffentlichten sie weltweit (mit dem dänischen Label Mighty Music / Target) „Fearless Walk To Rise“ von Jacob Hansen (Volbeat, Aborted, Pretty Maids …..).
Mehrere Tourneen folgten dieser Veröffentlichung einschließlich einer französischen Tour, die mit einer Aufführung auf der Mainstage des Hellfest Open Air abgeschlossen wurde.
Zwei weitere europäische Tourneen folgten, eine mit Dew Scented und Angelus Apatrida im Oktober 2015, die andere mit Onslaught und Mors Principium Est im September 2016.

Im Februar 2017 ging die Band zurück zu Jacob Hansen (Dänemark), um das nächste Album mit dem Titel «The Curse Within» aufzunehmen.

Das Intro „Inhale“ macht das, was ein Intro machen soll. Es bereitet einen dramatisch auf den ersten Song, in diesem Fall „The Will To Stand Up“ vor. Ein guter Einstieg, wo man sich im Thrash-Metal-Zeitfenster der 90er bewegt. Modern gestaltet mit schönen Tempowechsel, der Gesang klingt dunkel.

Weiter geht es mit „The Crimson Rider“. Schnelle Drums und Gitarrenriffs eröffnen den Song, bis die düsteren Vocals erklingen. In vielen Liedern sind Backround-Vocals zu hören, welche dem Album das gewisse Extra verleihen. Zwischendurch mal wieder ein Gitarrensolo, Growls setzen ein.

„Despise Your Heroes“ fängt mit einem futuristischen Intro an, was dann vom gnadenlosen Schlagzeug verdrängt wird. Auch hier auffällig die Backround-Vocals. Ab und an ziehen Blastbeats das Tempo nochmals an.

Etwas langsamer geht es in den Instrumentalpassagen von „To The Dark Side Of The Sun“ zu. Dafür tobt man sich woanders bei dem Stück wieder aus. Das Schlagzeug am Ende des Songs gibt die Aggressivität wieder, die in „To The Dark Side Of The Sun“ steckt.

„Just Passing Through“ beginnt mit einem sanften Intro. Dann setzen Drums und Gitarren ein und führen das Intro fort. Die Vocals ertönen. So steigert man sich langsam in das Stück hinein, eine sehr abwechslungsreiche Nummer.

Auch mit „Memories Turns To Ashes“ kommt wieder eine moderne Nummer daher. Man kann sagen, dass dieses Album in ihren Songs vor Ideen strotzt. NO RETURN haben sich nach all den Jahren ihres Wirkens nicht abgenutzt und gehen den Weg durch die Zeit gnadenlos mit.

„My Last Words“ fängt schön rhythmisch melodisch an, dann geht es wieder Richtung Thrash. Schon das ganze Album über wippen meine Beine mit. Für ein Metal-Album immer ein gutes Zeichen. Man vergisst aber bei aller Aggressivität und Härte die Melodie nicht.

Es gibt Alben, bei denen manchmal nur ein bis zwei gute Lieder herausstechen. In diesem Fall ist es so, dass aus einem sehr guten Metal-Album ein noch besserer Song diesen Thron erobert. Mit „Stare At My Reflection“ haben NO RETURN es geschafft, dass ich mir den Track nun schon dreimal um die Ohren gehauen habe. Also neben “My Last Words“ der Anspieltipp des Longplayers.

Das Schlussstück „Serpent’s Curse“ fängt nach der Gitarre mit schönem Doublebass an, ehe das Tempo angezogen wird. Auch das letzte Lied passt in das Raster des Albums. Viele Tempowechsel, dazu immer wieder die auffälligen Backing-Vocals, die sich positiv durch die ganze Scheibe ziehen. Unerwartet langsam lässt man „Serpent’s Curse“ ausklingen.

Fazit:
Hier wird Old School Thrash verpackt mit Death-Gesang, absolut modern an den Mann / die Frau gebracht. Mich hat der Longplayer auf jeden Fall begeistert. Ein Metal-Album, dass ich so in dieser Form lange nicht gehört habe. Aber man kann ja nicht überall sein. „The Curse Within“ bietet sehr viel Abwechslung und NO RETURN beweisen, dass es manchmal nicht schlecht ist, mit der Zeit zu gehen.