HOODED MENACE - Ossuarium Silhouettes Unhallowed
SOM433LP.inddGenre: Death Doom Metal
Label: Season Of Mist
Veröffentlichung: 26.01.2018
Bewertung: Klasse (8/10)

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Death Doom klingt doch verlockend, also bin ich gespannt, was HOODED MENACE auf ihrem Album „Ossuarium Silhouettes Unhallowed“ zu bieten haben.
Den Erwartungen entsprechend geht es bei „Sempiternal Grotesqueries“ mit fettem Sound und einem doomigen, melodischen Riff direkt gut los. Der Gesang ist sehr stark und fügt sich gut in das Grundgerüst der anderen Musiker ein. Sehr gut gelungen ist der Wechsel in etwas schnelleren Death Metal, ebenso die Arbeit an den Gitarren.
Zügiger geht es bei „In Eerie Deliverance“ zur Sache, mit coolen Drum Fill-Ins. War es anfangs eher Death-lastig, wird in der Mitte des Songs das Tempo rausgenommen und eine Frauenstimme ziert das Geschehen. Im Anschluss werden langsamere und schnellere Passagen kombiniert, das Ende fällt dann melodisch aus – sehr cool!
„Cathedral Of Labyrinthine Darkness“ wird dann dem Genre gerecht, denn jetzt wird es schön langsam und schleppend, wodurch die Macht der Vocals so richtig zur Geltung kommt. Generell zeigt sich hier, dass die Band sowohl langsam als auch schnell richtig gut abliefern kann. Zur Mitte hin wird dann so beschleunigt, dass es kaum auffällt, aber diesmal bleibt es nicht lange so. Ein starker Doom-Song, der dieser Bezeichnung alle Ehre macht!
Dem selben Schema folgt „Cascade Of Ashes“ und das ist ziemlich geil! Sehr schön ist die Melodie der Gitarren, die einen Kontrast zum düsteren Gesang darstellt. Der Wendepunkt in der Mitte des Songs ist genau richtig platziert, bevor es zu monoton wird. So kommen frischer Wind und eine neue Dynamik ins Geschehen.
Mit cleanen Gitarren beginnt „Charnel Reflections“ und das entwickelt sich schnell zu einem coolen Doom-Song. Riffing und Drumming sind sehr stark, der Gesang passt sehr gut! Geschickt wird dann das Tempo bis zur Mitte gesteigert und der Hörer findet sich in einem coolen Gitarrensolo wieder, bevor es mit melodischem Death Metal weitergeht.
„Black Moss“ ist mit etwas mehr als 2 Minuten der kürzeste und letzte Song des Albums und wird zunächst nur von der Rhythmusfraktion gestaltet, bevor eine Gitarre ein Solo darüber spielt. Das Tempo ist ungewohnt hoch, die Lautstärke wird erst kontinuierlich erhöht, fällt dann aber ab der Mitte wieder, um zu einem cleanen Outro hinzuleiten.

Die Finnen HOODED MENACE haben meine Erwartungen an ein Death-Doom-Album absolut erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Das Songwriting ist durchgehend stark und durchdacht, sodass jeder Song direkt überzeugt. Hoffentlich gibt es hier noch mehr zu hören!