REJECT THE SICKNESS - The Weight Of Silence
Adobe Photoshop PDFGenre: Death Metal
Label: Mighty Music
Veröffentlichung: 16.03.2018
Bewertung: Bombe (9/10)

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Der Opener „Awakening“ wird seinem Titel gerecht, aber es dauert nicht allzu lange, bis es richtig zur Sache geht. Das Tempo ist hoch, das Riffing hart, der Gesang aggressiv, die Drums treiben ordentlich. Insgesamt eine runde Sache, die schön abwechslungsreich ist.
Kurzes Intro, dann muss es wieder härter werden. So lässt sich das Vorgehen bei „Bloodline“ beschreiben. Der Gesang ist durchgehend stark, ebenso das Drumming, das auffällig schnell ist. Trotz der Härte ist der Song nicht unmelodisch und hat coole Licks vorzuweisen.
Zügig und mit wie bisher sehr guter Arbeit an den Gitarren geht es mit „Face The Storm“ weiter. Die Band schafft es, die rhythmus- und melodielastigen Passagen sehr gut aneinander zu reihen, so dass sie gut ineinandergreifen, ebenso klappt das auch bei den Tempowechseln.
Streicher und Pauken läuten „My Ire“ ein und werden bald von einer cleanen Gitarre mit Klavierbegleitung verdrängt, bevor das komplette Bandgefüge einsteigt, der Song schnell wieder zu gewohnter Härte findet und einige rhythmische Überraschungen bereithält.
Zunächst clean, dann aber ungewohnt langsam und mit ruhigerem Gesang geht es bei „Never Trust A Liar“ los. Dieses Grundprinzip wird zwar beibehalten, jedoch wird zwischendurch immer noch die Death Metal – Walze ausgepackt.
„No More Secrets“ beendet die Verschnaufpause und die Band geht wieder zügiger und aggressiver zu Werke. Die Vocals schreien sich durch viele Facetten und die Gitarren spielen sich in einen Wahn – geht gut ab!
Drum Fill-Ins zieren das Bild von „Reclaim The Throne“, bei Einsatz der gesamten Band wird es richtig fett, das Tempo ist rasant hoch, der Moshpit spielt sich vor dem inneren Auge ab. Geil! Mehr kann man nicht sagen.
Der Beginn von „Saviour“ ähnelt dem des Vorgängers, jedoch ist das Tempo, das daraufhin gefahren wird, spürbar niedriger. Das Songwriting ist sehr gut, teilweise wird es fast schon episch.
Etwas entspannter scheint es bei „True Nature“ zu werden, aber der Schein trügt und schnell findet man sich im bewährten Death Metal wieder. Cool ist der Rhythmus- und Dynamikwechsel in der Mitte, der so Abwechslung ins Geschehen bringt.
„Wilted Flowers“ beendet das Album wie man es von einem Song mit diesem Titel erwartet, ruhig und mit einem harmonischen Gitarrensolo.

REJECT THE SICKNESS haben mit „The Weight Of Silence“ ein sehr starkes Album vorgelegt, das zu jedem Zeitpunkt Spaß bringt und durch gutes Songwriting besticht. Sehr oft fühlte ich mich an KATAKLYSM erinnert, was mich aber nicht gestört hat. Ansonsten gibt es keine Kritikpunkte.