NYDVIND - Tetramental I - Seas of Oblivion
353668Genre: Pagan Metal
Label: Malpermesita Records
Veröffentlichung: 18.01.2018
Bewertung: Gut (6/10)

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„Seas of Oblivion“ ist das dritte Album der Franzosen. NYDVIND wollen auf eine Reise über die See einladen, die aus der Sicht eines Seemanns erzählt wird. Wirklich gelingen tut der Band das nur zum Teil.

Die Reise beginnt mit Wellenrauschen und Seemännern, die sich zum Schlag einer Trommel in die Ruder legen, dazu kommen nach und nach die Instrumente. Vor allem die Gitarre spielt hier ein hervorgehobenes, erhabenes Motiv. Grundsätzlich ist das Album vergleichsweise langsam und erhaben gehalten und nicht energisch nach vorne preschend, wie man es vielleicht von einem Pagan-Metal-Album erwarten würde.  In „Sailing Towards the Unknown“ werden zunächst die harschen Gesänge ausgepackt, wodurch eine Prise Black Metal in das Album eingebaut wird, die später auch immer mal wieder auftaucht. Ansonsten befindet sich auch einiges an Klargesang auf der Platte, welcher bei „Sea of Thalardh“ sehr an Heidevolk erinnert.

Beim näheren Betrachten und Zuhören merkt man, dass so gut wie alle Songs auf „Seas of Oblivion“ sehr lang ausfallen. Das Intro ausgenommen ist das kürzeste Lied schon bei knapp fünf Minuten. Alle anderen sind weit darüber hinaus. Doch wo man etwas Episches, Erhabenes kreieren wollte, hat man vor allem sich ähnelnde Songstrukturen, die auf Dauer keine Abwechslung reinbringen. Da helfen auch sowohl die ruhigeren Passagen als auch die zackigeren Schwarzmetalleinschübe nicht weiter. Gerade letztere hätten dem Album gut getan, da sie dem Album etwas mehr Wums gegeben hätten. Außerdem wäre das erhabene, eigentlich leicht düster angehauchte, Ambiente dadurch besser rübergekommen.

Die Instrumente sind auch soweit gut aufeinander abgestimmt, jedoch wirkt das Schlagzeug ab und zu eher stumpf und undynamisch. Zum Schluss wird das Motiv aus dem Intro in den letzten paar Minuten des Albums erneut aufgegriffen, zusammen mit dem Meeresrauschen, was dem ganzen eine runde Note verleiht. Trotzdem kann das Album nicht wirklich hervorstechen, da man doch wenig Neues oder spannend Interpretiertes zu hören bekommen.