DEFENESTRATION - Gutter Perdition
DEFENESTRATION-Gutter PerditionGenre: Death Metal
Label: XENOKORP (Militia Series)
Veröffentlichung: 09.02.2018
Bewertung: Bombe (9/10)

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Auch wenn sie noch jung sind – die Band wurde 2014 gegründet – DEFENESTRATION sind mit ihrer ersten EP „Gutter Perdition“ die eigentliche Essenz der frühen 90er Jahre, geradlinig und mit brutalem Death Metal.

Trotzdem spielen Melodien hier eine wichtige Rolle und es wird Wert auf Old School und Up-Tempo gelegt, auf Deutsch, hier wird unverfälschter wilder Death Metal gespielt. Die vier Franzosen aus Nantes hauen da ein ganz schönes Brett raus.

„Blinding Sublimation“ beginnt dann auch erwartet wild mit Blastbeats und harten Riffs. Die Growls versetzen einen in Angst und Schrecken und klingen recht brutal. In der Mitte des Songs wird es recht rhythmisch, bevor wieder die Keule geschwungen wird.

„Vintage Carnage“ heißt das nächste Stück und fängt gleich mit einem musikalischen Gemetzel an. Eine wilde Prügelei, in der aber die Melodien nicht zu kurz kommen. Immer wieder Tempowechsel, die in mehreren Stufen gezündet werden, saustarke Nummer. Dazu die immer wieder beängstigenden Growls von Cancrelat.

Nahtlos schließt sich „Jizzus“ an. Diese Definition des Songtitels unterliegt eigentlich der Zensur, aber wir sind ja da ein wenig anders. Ich zitiere den Wortlaut aus Urban Dictionary mit Google Übersetzer (die genaue Übersetzung könnt ihr euch zusammenreimen):

Jizzus ist, wenn ein Mann Geschlechtsverkehr mit einer Frau macht, die oft „Oh mein Gott“ in Momenten des Vergnügens ausrufen, und der Herr daher Höhepunkt zum geistigen Bild von Jesus Christus macht, und da der Mann nicht richtig hydratisiert ist, trocknet er in der Frau, aber sie wird immer noch imprägniert und spiegelt die Emulation von Jesus Christus wider

Gewohnt brutal wird hier abgeliefert, alle Old School Deather werden nicht enttäuscht.

Die kürzeste Nummer dieser EP „Sorry for Apologize“ geht auch voll auf die Fresse. Zwei Minuten und zehn Sekunden Spektakel mit kurzen Tempowechsel.

Das Schlussstück „Akkarian Oracle“ erinnert von den Riffs am Anfang etwas an Annihilator. Schöne rhythmische Einleitung, bevor die Growls ein schnelleres Tempo herbeibrüllen. Die mit Abstand langsamste Nummer bisher (wenn man davon überhaupt reden kann). Ab der Mitte ist es kurz vorbei mit der Ruhe, da wird mal mächtig angezogen. Gegen Ende hin wird es wieder ruhiger und man lässt das Ganze langsam ausklingen.

Also für Freunde des Old School Death Metal aber auch für die Liebhaber des gesamten Death Genres wird diese Scheibe ein Gewinn sein. Bei dieser 5 Song EP kann man keinen Fehler machen, jeder der Songs liefert ab.