SIEGENER METALLER GEBALLER PART III – Der Festivalbericht (inkl. Galerie)

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In der nunmehr dritten Runde wurden abermals vier Hochkaräter aus dem Bereich Oldschool Deathmetal verpflichtet. Dieses kleine Festival ist mittlerweile mehr als etabliert in der Krönchenstadt. Mit am Start waren diesmal AEON OF DISEASE, TRIAL OF DEATH, ERASERHEAD und als Headliner konnte man DISBELIEF für sich gewinnen.

Durch einen dringenden privaten Krankheitsfall wurde das Line Up zu Beginn getauscht. Den Anfang machten AEON OF DISEASE. Und diese schickten sich an, dem Siegerland mal so richtig in den Allerwertesten zu treten. Nach einer viel beachteten und schnell vergriffenen Demo-CD, mit der sie den Untergrund mächtig aufmischten, ließen Neckbreaker Records sich nicht lange bitten und brachten den ersten Longplayer „Veil of Oblivion“ des Quintetts aus Vechta erfolgreich unters Volk. Besser kann man so einen Abend nicht beginnen. Die Jungs haben wirklich alles gegeben und der Bude mächtig eingeheizt. Ganze 50 Minuten dauerte diese Death-Orgie.

Hier die Setlist von AEON OF DISEASE:

1. Disease Rising (Intro)

2. Mercanaries of the Ancient Ones

3. Global Suicide

4. Fathomless Instincts

5. Schizophrenia

6. Sadistic Rites of Carnage

7. Divine Rage

8. Dawn of Sickness

9. Veil of Oblivion

10. Trail by Combat

11. Merciless Northern Chapter

12. Iron Domination

13. Message of Heresy

Nun zum eigentlichen ersten Highlight des Abends. Der Auftritt der einheimischen TRIAL OF DEATH war zugleich auch die Release Party ihrer neuen EP „Exorcism of the Goatman“. Wer TRIAL OF DEATH kennt, weiß, dass die Siegerländer Jungs keine Gefangenen machen. Groovender Death Metal in guter alter Six Feet Under-Manier wird hier präsentiert. Da wird auch schon mal die blutverschmierte Metzgerschürze übergezogen und auf der Bühne findet das Schlachtfest statt. Gewohnt brutal und auf einem technisch hohen Niveau wird hier die Setlist runtergeballert, die wie folgt aussah:

1. Euthanasia

2. Fuck Religion

3. Female Victims

4. The Mask

5. Death by Exorcism

6. Butchers of Death

7. Mothermeat

8. The Goatman

Auch TRIAL OF DEATH bekamen 50 Minuten Spielzeit.

Dann enterten ERASERHEAD aus Gießen die Bühne. Mit neuer CD im Gepäck wollten die Jungs den Anwesenden mal so richtig die Läuse aus den Haaren blasen. Wer sie schon live erlebt hat, weiß, was Phil, Nico und die anderen Jungs für ein Feuerwerk abfackeln werden. Bier holen und ab vor die Bühne…..und ERASERHEAD haben abgeliefert. Übelster Deathmetal ist dort durch das Vortex gewalzt. Man musste in der ersten Reihe schon gut auf sein Bier aufpassen, das war ein wildes Geprügel und brachte die Massen zum Kochen. In einer knappen Stunde wussten auch ERASERHEAD zu überzeugen mit folgender Setlist:

1. Collection of Scalps

2. Digital Absorption

3. On Death Row

4. Deathhammer

5. Holdout

6. Blood Stains the Floor

7. Limburgian Decadence

8. Unintentional

9. Teach us Wisdom

Langsam steuerte man auf den Höhepunkt des Abends zu: DISBELIEF wollten den Leuten das Fleisch von den Knochen raspeln. Stolz, sie präsentieren zu können (Aussage Veranstalter Thomas Hoffmann), gehören die 1990 gegründeten Deather aus dem Raum Darmstadt zweifellos zur Spitze der deutschen Todesliga. Nach einigen Besetzungswechseln ist man mit dem aktuellen Longplayer „The Symbol of Death“ stärker denn je zurück. Und was DISBELIEF diesen Abend ablieferten, glich einem Erdbeben der schlimmsten Kategorie. Man war drauf und dran, das Vortex in Schutt und Asche zu legen. Ich habe lange nicht mehr so einen Abend erlebt, der so brutal gut war. Alle Bands haben eine super Performance abgeliefert, aber DISBELIEF haben noch mal ne Schippe draufgelegt. Vielleicht lag es auch daran, dass man viele Sachen vom neuen Album „The Symbol of Death“ gespielt hat. Für mich eines der besten Deathmetal Alben des letzten Jahres. Circa 80 Minuten dauerte das Gemetzel, was in keiner Minute langweilig wurde.

Hier die Setlist von DISBELIEF:

1. Intro

2. The Symbol of Death

3. Full of Terrors

4. The Unsuspecting One

5. Navigator

6. The Circle

7. Misery

8. To the Sky

9. Evil Ghosts

10. Sick

11. One by One

12. To Defy Control

13. Intro II

14. Rest in Peace

15. Rewind it All

16. Into Glory Ride

Fazit des Abends: Scheiße war das geil!!! Der Name SIEGENER METALLER GEBALLER hat auch in seiner dritten Auflage seinem Namen alle Ehre gemacht. In der Auswahl waren mal wieder nur Abrissbirnen, die das Vortex in seinen Grundmauern erschüttert hat. Ein nahezu ausverkauftes Vortex, knapp 170 Karten konnte man an den Mann/die Frau bringen. Auch der Sound war wieder mal erstklassig an einem rundum gelungenen Abend. Die Tage werden nur sehr langsam gezählt werden bis zum SIEGENER METALLER GEBALLER Part IV am 20. Oktober. Mit am Start werden diesmal LONE GUNMAN, INCERTAIN, VILE und CARNATION sein.