NORTH HAMMER - Stormcaller
463865Genre: Folk Metal
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 16.03.2018
Bewertung: Klasse (8/10)

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Andrew James‘ Ein-Mann-Projekt aus Edmonton, NORTH HAMMER, tritt mit dem erdrückenden Debüt „Stormcaller“ in die Heavy Metal-Szene ein. Speziell für eine erste Veröffentlichung ist dieses Album intensiv, heavy und mit hochwertigen Ensiferum-Anbetungs-Riffs gefüllt. Aber NORTH HAMMER ist nicht nur ein Klon oder eine Hommage, der Sound der Band ist innerhalb der ersten Tracks klar definiert und entwickelt sich weiter und überrascht während des gesamten Albums.

„Die Erfahrung, die ich den Zuhörern zu geben versuche, ist die eines Gefährten. Ich möchte, dass die Leute euphorisch für andere Bands sind, die etwas für sie bedeuten, wie Ensiferum, Wintersun und Amon Amarth. Sich persönlich mit meiner Musik zu verbinden und zu erkennen, dass ich diese Bands liebe und verehre. “
Während NORTH HAMMER momentan ein Studioprojekt ist, plant Andrew, eine Band von gleich gesinnten Topmusikern zusammenzustellen.

Andrew erklärt die Bedeutung des Namens seiner Band: North ist eine Darstellung des Themas Winter, der in der Metal-Musik, einschließlich Folk Metal, auftaucht. Es ist auch eine Referenz zu meinem Heimatland Kanada. Hammer ist eine Anspielung auf Mjölnir, Thors Hammer!

Los geht es mit „Avatar“. Der Song heizt schon mal gut ein. Harter Metal, untermalt mit folkloristischen Klängen und dem kratzenden Gesang. Flotte Nummer zu Beginn, die Lust auf mehr macht.

Das zweite Stück „Wanderer“ wird von ruhigem Gesang eingeleitet. Doch schon wird Thors Hammer geschwungen. Beim Anhören der Songs kommt so etwas wie Partystimmung auf und man bekommt Bierdurst, in diesem Sinne Prost.

In den ganzen Songs wird von Reisen und Schlachten gesungen. Das alles verpackt in harte Melodien, die richtig Spaß machen. Zwischendurch schöne Gitarrensoli, gute Tempowechsel und eine fette Bass Drum.

Durchatmen kann man beim Instrumentalstück „Black Forest Rain“. Jedoch geht es anschließend bei „Spellbinder“ wieder gewohnt flott zur Sache.

Eigentlich sind die Songs einfach gestrickt, bringen aber doch Abwechslung mit sich. Der Sound stimmt und das Ganze kommt klar rüber. Mit knapp 37 Minuten ist das Album ziemlich kurzgehalten, Langeweile kommt keine auf.

Alles in allem ein sehr gelungenes Debütalbum, was richtig gut auf Festivals am Lagerfeuer kommt. Die ganz großen Mitgröhlsongs fehlen zwar, worunter der Hörgenuss aber nicht leidet.