EXEKUTION - The Worst Is Yet To Come
exekutionGenre: Thrash Metal
Label: Autoeditado
Veröffentlichung: 16.03.2018
Bewertung: Klasse (8/10)

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Heute widmen wir uns dem Thrash Metal – und zwar den Spaniern EXEKUTION, die am 16.03.2018 ein Album mit dem interessanten Titel „The Worst Is Yet To Come“ veröffentlicht haben.
Unisono gespielte Gitarren eröffnen das Album mit „An Eerie Down“, im Hintergrund ist ein Klavier zu hören, dann geht es auch schon los mit „Over The Altar“. Der Song beginnt vielversprechend mit konsequent ballernden Drums und starkem Riffing, der Gesang ist aggressiv und passt gut zur Instrumentalisierung. Sehr guter Einstieg!
„Hegemony Of Hatred“ steigt auch wieder direkt ein und marschiert nach vorne, die Gestaltung erinnert manchmal etwas an KREATOR, der Gesang gibt dem Ganzen aber seine eigene Note. Sehr gut ist auch, wie die Gitarren ihr Thema immer wieder verändern, sodass es nicht langweilig wird.

Etwas entschleunigter und melodiöser gestaltet sich der Beginn von „Escoria Humana“, aber schnell findet man sich wieder im gewohnten Muster. Der Gesang hat hier mehr Hall, wodurch sich der Song trotz des ähnlichen Aufbaus von den vorherigen abhebt. Die Stimmung ist hier etwas düsterer gehalten, das Gitarrensolo ist sehr stark.
Es folgt mit „On Your Mother’s Face“ ein Titel, der diverse Erwartungen weckt. Aber lustig ist hier eher weniger angesagt – es geht direkt zügig los, das Tempo ist hoch, das Riffing stark. Nach der ersten Strophe setzt ein kurzes, aber gutes Gitarrensolo ein.
Nahtlos fügt sich „The Worst Is Yet To Come“ ein, das Tempo ist hoch, die Doublebass geht straight durch. Das Schlagzeug glänzt hier ohnehin mit Härte. Dem folgt die übrige Instrumentalfraktion sehr gut, sodass hier durchaus von gutem Songwriting die Rede sein kann.

„Sodomize A Priest“ beginnt passenderweise mit Chorälen, weinenden Kindern und Gewehrschüssen, gefolgt von der Vorstellung des Riffs, zu dem sich schnell Drums und Gesang gesellen. Nach dem Refrain wird abrupt das Tempo rausgenommen, um dann zur Strophe wieder Gas zu geben. Besonders auffällig ist das breite Fundament, das Bass und Schlagzeug bereiten. Sehr starker Song!
Rülpsend wird „El Cepo De Mi Coche“ eingeleitet, anschließend geht alles sehr zügig: Das Tempo ist sehr hoch, der Rest ist sehr schnell und nach 48 Sekunden ist Schluss.
Wenn man „Epic Hangover“ als Titel wählt, ist man bereits auf der sicheren Seite. Genau hier der Fall – die Struktur ist wie gewohnt, das Tempo hoch. Auf den ersten Refrain folgt ein melodiöses Gitarrensolo, dass sehr gut zur Begleitung passt. Cool kommt übrigens auch der Tempowechsel in der zweiten Hälfte des Songs, der unbemerkt einfließt und gut zum Solo überleitet.

Der letzte Song des Albums trägt den genialsten Titel überhaupt: „God Is A Shemale“. Dieser beginnt eher langsamer, was sich aber bald ändert. Man findet sich dann wieder im gewohnten Umfeld aus schnellem Riffing und Doublebass, der Gesang tut sein Übriges dazu. Die Kernfrage des Songs schält sich dann im Refrain klar heraus, sodass der Zuhörer sein bisheriges Weltbild gerne hinterfragen darf.
Dass kleinere Bands es wert sind, abgecheckt zu werden, haben EXEKUTION mit ihrem Album „The Worst Is Yet To Come“ bewiesen. Hier gibt es feinen Thrash Metal ohne Kompromisse, aber mit einer Prise Humor auf die Ohren. Reinhören lohnt sich absolut!