PÁNICO AL MIEDO - Formador
panicoalmiedoGenre: Death Metal
Label: Symbol Of Domination
Veröffentlichung: 27.04.2018
Bewertung: Gut (6/10)

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PÁNICO AL MIEDO ist eine Band, von der ich noch nie gehört habe, ebenso wenig weiß ich, welchem Genre die Band zuzuordnen ist. Dem Cover nach würde ich auf Death-Metal tippen. Aber lassen wir uns überraschen:
Nach dem kurzen, gesprochenen „Intro – Popol Vuh“ geht es mit „Formador (James Murphy Solo)“ los, das Riff treibt ordentlich. Was man zunächst mit klassischem Heavy Metal assoziiert, entpuppt sich beim Einsatz der Vocals als cooler Death Metal. Der Gesang ist guttural und – abgesehen von der sprachlichen Barriere – klar verständlich, die Gitarrensoli gut ausgefeilt.
Nach einem Intro, dessen Riffing sich immer mehr beschleunigt, geht es bei „La Fuente“ schnell zur Sache, besonders cool ist das unisono gespielte Lick des Refrains. Generell überzeugt der Song durch sehr starkes Songwriting.
„Hermanos De Sangre“ beginnt recht zügig, wird aber zur Strophe hin etwas gemächlicher. Die Gitarren spielen hier weniger Akkordbegleitung, was eine sehr coole Idee ist und die entspannte Atmosphäre des Songs unterstützt. Gegen Ende des Songs wird das Tempo nochmal etwas höher und lässt den Kopf beträchtlich mitnicken.
„Cebos Vivos (Bobby Koelble Solo)“ startet Media In Res und geht gut ab. Das Tempo bleibt hoch, in der Mitte wird der Song dann etwas langsamer, wodurch das Gitarrensolo besser und schneller rüberkommt. Anschließend steigt das Tempo wieder, bevor der Song abrupt endet.
Mit zügigen Gitarrenlicks geht es auch bei „Rompe El Cepo“ weiter. Neben den Saiteninstrumenten könnte man meinen, dass Gesang und Drums untergehen, doch das ist keineswegs der Fall, der Gesang ist sehr stark, das Drumming schnell und technisch sehr gut. Zudem fällt hier wieder auf, wie gut das Zusammenspiel zwischen Drums und dem Rest der Band sind.
Mit durchgehender Doublebass und einem entschleunigten Gitarrenmuster startet „Bautizado Por La Arrogancia“, nach einem coolen Fill-In des Schlagzeuges geht es zügiger zur Sache, spätestens beim Einsatz des Gesangs ist das gewohnte Tempo wieder erreicht. In der Bridge nach dem Refrain wird nochmal angezogen, was den Zuhörer aufweckt.
Direkt auf die Zwölf gibt es auch wieder bei „Punos“. Nach dem harten Intro geht es in der Strophe etwas ruhiger zur Sache, zwischendurch wird das Tempo dann wieder angezogen. Das bringt etwas Abwechslung in die Geschichte, sodass die Aufmerksamkeit erhalten bleibt.
Schluss mit Entspannung ist bei „No Voy A Perder“ angesagt. Hier geht es direkt wieder zur Sache, das Tempo ist hoch, der Gesang von Anfang an präsent. Der Song macht sofort Spaß! Cool kommt auch der Rhythmuswechsel und die Entschleunigung in der Mitte des Songs.
Mit einem interessanten Muster auf der Gitarre geht es bei „Asfixiar Con Verbo“ los. Dieses wird bald abgeändert, bevor der Gesang einsetzt. Die Band spielt hier auffällig gut miteinander, Drumbeat und Rhythmisierung beim Gesang und den übrigen Instrumenten passen sehr gut zusammen.
Sehr schnell startet „El Final De La Grandeza“, wird zwischenzeitlich langsamer und dann wieder schneller. Zu Beginn der Strophe hat sich das Tempo bei einem gesunden Mittelmaß eingependelt. Cool sind die Soli, die immer wieder den Raum zwischen den Pausen des Gesangs füllen.
Nach elf Songs folgt dann das „Outro – Popol Vuh“, diesem folgt dann noch der Bonus Track „Formador (Bobby Koelble Solo)“.

Den Spaniern PÁNICO AL MIEDO ist mit „Formador“ ein solides Death Metal – Album gelungen, das sich musikalisch und technisch auf sehr hohem Niveau bewegt. Auch das Songwriting ist sehr gut, jedoch fehlt hier die Abwechslung, sodass nach vier Songs klar ist, was als nächstes kommen wird. Dennoch finden sich auf „Formador“ viele starke Songs mit viel Potential!