ABHOR - Occulta religiO
740548Genre: Esoteric Horror Black Metal
Label: Moribund Records
Veröffentlichung: 25.05.2018
Bewertung: Bombe (9/10)

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Mit ihrem nunmehr siebten Studioalbum „Occulta religiO“ schlachten ABHOR alles um sich herum ab. Hier wird man in die Tiefen der Hölle verbannt. „Elemental Conjuring“ ist die kurze Einleitung zum Abstieg in die düstere, finstere Unterwelt des Satans.

Im Midtempo-Bereich geht es mit „Fons Malorum“ weiter. Fieser, kratzender Gesang dominiert, klarer Sprechgesang in Form einer schwarzen Messe schließt sich an. Die Keyboards geben dem Ganzen noch die Würze einer Blutorgie. Zum Schluss wird die Wut des Songs herausgeprügelt.

„Engraved Formulas“ beginnt auch wieder extrem düster mit der auffälligen Kratzstimme. Im Hintergrund diesmal nicht ganz so dominant die Keyboards. Langsame, eingängige Riffs begleiten nun den Sprechgesang, der immer mal wieder als Predigt eingebaut wird.

„Demons Forged from the Smoke“ geht dann noch mal eine Etage tiefer. Wenn man meint, man wäre schon in der Hölle, dann gibt dieser Song einem das Gefühl, dass es noch tiefer hinab geht. Vom Tempo her ist dieser Song etwas schneller als seine Vorgänger, zwischendurch die fast majestätisch klingenden Keyboards und der monsterhafte Kratzgesang. Beim Anhören der Lieder kreieren sich bei mir ganz kranke Bilder im Kopf, die ich besser nicht beschreibe. Vom Sänger her glaube ich, dass er einen Sponsorenvertrag mit einer Hustenbonbonfirma hat.

Bei „Exemplum Satanicus“ schaltet sich zum ersten Mal der Satan persönlich ein mit seiner beängstigenden Stimme. Man meint, je länger das Album dauert, desto düsterer und brutaler wird das Ganze. Nicht unbedingt wegen des Tempos, aber wegen der dunklen Stimmung.

Auch „Black Bat Recalls“ bleibt düster und bestialisch.

Zum Schluss gibt es den Titeltrack „Occulta religiO“. Er bildet den Abschluss eines düsteren, kranken und geilen Albums. Das war so ziemlich die düsterste Messe, an der ich in letzter Zeit teilgenommen habe. Die Italiener bleiben sich also treu und bieten weiterhin ihre dunklen Messen und Rituale an. Absolut gelungenes Album, sauber produziert. Sieben Schlachtfeste, die sich bis auf den ersten Song im fünf bis sieben Minuten Bereich befinden. Wenn ich die Scheibe nicht schon hätte, würde ich sie mir kaufen.