DROWNING IN YOU
DROWNING IN YOU - Here Is Hope - CoverGenre: Post-Hardcore
Label: Boersma-Records
Veröffentlichung: 7.09.2018
Bewertung: Bombe (9/10)

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DROWNING IN YOU – das steht für einen energetischen Mix aus Elementen des Hardcore, Post-Hardcore und Metalcore. Während in einem Song noch brachiale Gitarrenriffs auf raues Screamo stoßen, wechselt die Band von einem zum anderen Moment zu ruhigeren Klängen und glänzt durch emotionale Melodien mit mehrstimmigem, klarem Gesang, ehe doppelstimmige Gitarrensoli der Menge wieder einheizen.

Nach ihrer EP „Worth Fighting For“ aus dem Jahr 2015 und der Veröffentlichung der Single „A Million Fires“ samt dazugehörigem Musikvideo im Jahr 2016, folgt nun im September 2018 endlich das lang ersehnte erste Album der Band. Auf dem Album Here Is Hopezeigt sich die Band von ihrer tiefgründigen Seite und spricht schonungslos offen auch private Themen wie Verlust, Verrat und das Gefühl im Stich gelassen zu werden an. Unterstützung erhalten sie dabei unter anderem von Tom Weinhold (Meloco, veröffentlichen übrigens Anfang 2019 ein neues Album über Boersma-Records), der zusammen mit Michael Gerhard im Song „Heart and Blood“ zu hören sein wird.

Bei Hardcore denkt man sofort, sobald man die CD eingeschoben hat, jetzt wird erst mal geknüppelt und gebrüllt. Diesmal laufe ich da in einen großen Irrtum hinein. Hier steigt man mit einer Ballade ein. Ruhig, bedächtig und langsam benutzt man „Failure Closure“ quasi als gesungenes Intro in dieses Album.

Mit „Rely on Yourself“ kommt dann auch Tempo in das Album. Auf dem Longplayer sind immer gute Wechsel zwischen Clean Gesang und Screaming. Sicher haben DROWNING IN YOU den Hardcore nicht neu erfunden, jedoch muss ich sagen, dass mir das, was ich da höre, sehr zusagt. Die zwölf Songs haben keine Überlänge, bewegen sich alle im drei bis vier Minutensektor, also alles sehr kurzweilig.

Für ein Debütalbum haben die Jungs da ein ganz starkes Brett abgeliefert und mich dazu gebracht, seit Langem noch mal etwas in der Hardcore-Richtung zu hören. Die Lieder strotzen vor Abwechslung, mal etwas ruhiger, dann wieder brutaler und irgendwie finden die Jungs den Schlüssel, um zwischen ruhig und brutal eine Brücke zu bauen.

Auch musikalisch ist da alles an seinem richtigen Platz, gut abgemischt, das Cover interpretiere ich mal als Engel mit Kerze, welcher die Hoffnung bringt.

Ich von meiner Seite kann diese Scheibe mit ruhigem (Metaller-) Gewissen weiterempfehlen.