RAMMSTEIN gehen gerichtlich gegen Viagogo vor

Die Ticketplattform Viagogo ist mittlerweile bekannt dafür, für vermeintlich ausverkaufte Veranstaltungen noch Resttickets zu horrenden Preisen zu verschachern. Um es der in der Schweiz ansässigen Firma zu erschweren, Tickets für die Rammstein-Konzerte zu verkaufen, wurden (wie schon in Jahren zuvor) die Eintrittskarten personalisiert. Trotzdem findet man bei Viagogo noch Tickets.

Nun sind Rammstein juristisch gegen das Unternehmen vorgegangen und haben ein Verbot des Verkaufs von Tickets für ihre Konzerte beim Hamburger Landgericht erwirkt. Viagogo darf nun weder den Kauf ermöglichen, noch behaupten, dass bei ihnen gekaufte Tickets Gültigkeit besitzen und zum Eintritt berechtigen. Auch Werbeanzeigen bei Google dürfen nun nicht mehr geschaltet werden.

Doch es ist immer noch möglich bei Viagogo Tickets (wie erwartet zu absurden Preisen) für die kommenden Rammstein-Konzerte zu erwerben. Ignoriert die Plattform also die einstweilige Verfügung? Dazu das Hamburger Landgericht: „Eine einstweilige Verfügung kann erst durchgesetzt werden, wenn sie auch zugestellt wurde.“ Da das Unternehmen in der Schweiz ist, läuft die Übermittlung über die Ämter und das kann bekanntlich dauern.

Seit Jahren beschweren sich Veranstalter und Künstler über die Ticketbörse, die gerne mal das drei- bis vierfache auf den ursprünglichen Preis draufschlägt. Leider ist das ein lukratives Geschäft, da viele verzweifelte Fans doch besseren Wissens dort kaufen. Außerdem, verweist Viagogo bei Nachfrage auf die allgemeinen Informationen, sie bieten keine Tickets an, sondern agieren nur als Marktplatz, womit die Verantwortung von sich geschoben wird.