EF_F-C_1500x1500Genre: Neo-Thrash Metal
Label: AFM Records
Veröffentlichung: 16.02.2018
Bewertung: Durchschnitt (5/10)

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Wer es mag, wenn es richtig zur Sache geht und man musikalisch voll auf die Fresse bekommt, der ist in den Gefilden des Thrash und auch bei EKTOMORF genau richtig. Das Album beginnt mit „The Prophet of Doom“ ziemlich zügig und an das Tempo kann man sich auch schon gewöhnen, denn es wird in den kommenden Songs kaum rausgenommen. Aber sonst wäre es ja auch kein Thrash-Album. Für den Haarwirbelfaktor ist also gesorgt.

Gleich der zweite Song heißt „AK 47“ und erstaunlicherweise gibt es gar nicht mal so viel Maschinengewehrschlagzeug zu hören. Da erfüllt der der Titel nicht so wirklich die Erwartungen, die man als Hörer an so einen Song hat. Das Gitarrensolo kann das auch nicht mehr wirklich rumreißen.

Als dritten Song gibt es den Titelsong „Fury“. Gerade bei diesem Lied kommt das nicht vorhandene lyrische Potential so richtig zur Geltung. Hier ist man textlich noch simpler als bei den anderen Liedern. Aber für poetische Höhenflüge sind die Ungarn auch nicht unbedingt bekannt.

Während einige Songs sich anhören wie ein brutaler Tod in Zeitlupe, sind andere mehr in der Zombie-Duracellhäschen-Fraktion anzusiedeln, wie zum Beispiel „Internal Warfare“. Ansonsten endet das gesamte Album auf das Wort „die“ – das ist ja sowas von Metal.

Wer ein kompromisloses Album haben möchte, welches sich zum Mitnicken Haareschleudern und grimmig gucken eignet, der wird mit „Fury“ von EKTOMORF zufrieden sein. Da diese Eigenschaften aber bei sehr vielen Metalalben angewandt werden können, können die Ungarn auch nichts Besonderes oder Hervorstechendes bieten. Somit bleibt die Bewertung bescheiden.