Fireburst-Lost Beyond RecallGenre: Melodic Metal
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 29.09.2018
Bewertung: Bombe (9/10)

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Heute wollen wir marschier’n
einen neuen Marsch probier’n
In den schönen Westerwald,
ja da pfeift der Wind so kalt.
In den schönen Westerwald,
ja da pfeift der Wind so kalt.
O du schöner Westerwald,
über deine Höhen pfeift der Wind so kalt,
jedoch der kleinste Sonnenschein
dringt tief in’s Herz hinein.

Warum fängt man ein Review mit „O du schöner Westerwald an“? Ganz einfach, damit die Leser dieses Reviews wissen, wo ungefähr der kleine Ort Weitefeld liegt. Der Ort, aus dem FIREBURST kommt, liegt mitten im Herzen des Westerwaldes. FIREBURST ist eine junge Band, die sich 2009 gegründet hat und in der Richtung Melodic / Power Metal ihre Berufung sehen. Im Jahr 2014 kam das erste Album „Force of Intention“ raus. In den folgenden Monaten durfte man Größen wie BLAZE BAYLEY, J.B.O., AZYLYA supporten. Zu einem Höhepunkt zählt mit Sicherheit auch der Auftritt 2015 beim ROCK IM FELD-Open Air, wo man vor über 2000 Leuten für VÖLKERBALL anheizen durfte. Nun, 2018 also, schießen FIREBURST ihre EP „Lost Beyond Recall“ nach, welche neben einem Intro vier neue Songs enthält.

Nach dem kurzen Cyber-Intro geht es dann los. Growls von Sänger Lukas kündigen den Anfang von „Surreal“ an. Harte Riffs geben den Rhythmus vor. Dann setzt der Gesang von Sängerin Yamina ein. Immer wieder zeichnen sich die Songs von FIREBURST durch angenehmen Wechselgesang zwischen den beiden aus. Musikalisch ist das Ganze gewohnt auf hohem Niveau.

Mit „Lost Beyond Recall“ folgt der Titelsong der EP. Mein persönliches Lieblingslied der Band. Im Ohr bleibende Gitarren, sanfter Gesang. Dann der Übergang zu der schnelleren Sequenz des Songs mit Lukas. Anschließend wechseln sich Yamina und Lukas wieder mit dem Gesang ab. Dann wieder die geilen Gitarren im Hintergrund, dazwischen die Growls. Meiner Meinung nach der perfekteste Song der Band ever. Auch Live kommt das Dingen super rüber. Den Song kann man übrigens auch bei Youtube anschauen / anhören.

„Hollow of Life“ beginnt da eher rockig und ruhig. Die Gitarren stehen da erst mal im Vordergrund. Dann wird es aber doch heavy und die Growls legen unnachahmlich los. Kurzer Moshpit und Yamina ist wieder an der Reihe. Was am Anfang eher wie ein Rock Song beginnt, endet in einer harten Heavy Nummer.

„Mercenary“ bildet den Abschluss einer richtig geilen EP. Auch hier gewohnt melodischer Metal mit dem perfekten Gesangszusammenspiel der beiden. Dazu immer wieder schöne Gitarrenzwischenspiele und Sänger Lukas überzeugt auch mit Cleangesang.

An dieser EP gibt es eigentlich nur auszusetzen, dass hier vielleicht 1-2 Songs fehlen. Denn es macht definitiv Lust auf mehr und verkürzt die Zeit zum neuen Album hoffentlich. Ganz starkes Ding.