carnation-chapel of abhorrenceGenre: Death Metal
Label: Season of Mist
Veröffentlichung: 17.08.2018
Bewertung: Heavy! (10/10)

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CARNATION ist der glühende Death Metal Wahnsinn aus Belgien. Anfang 2013 gründete Gitarrist Jonathan Verstrepen die Band, um seine Anerkennung für die alten Death Metal Legenden der 80er und frühen 90er Jahre zu zeigen. Sänger Simon Duson, Bassist Yarne Heylen, Gitarrist Bert Vervoort und Schlagzeuger Vincent Verstrepen vervollständigten die Band, und es dauerte nicht lange, bis die Chemie zwischen diesem Quintett die kritische Masse traf.

2015 brachte man den Erstling „Cemetery of the Insane“ raus. CARNATION lieferte sein Blutbad auf ausgewählten Festivals in ganz Europa in den Jahren 2015 und 2016 ab. Ihre nächste Reise führte sie in das ferne Asien zu ihrem ersten Trip durch das japanische Festland. Dies führte zu der berüchtigten Aufnahme „Live at Asakusa Deathfest“ (2017).

Diese Veröffentlichung, zusammen mit ihrem Ruf als bekanntermaßen beeindruckender Live-Act, erregte die Aufmerksamkeit der Fans weltweit und gaben CARNATION die Gelegenheit, auf mehreren europäischen Festivals zu spielen. Die Band war auf der brasilianischen Tour im April 2018 neben PESTILENCE unterwegs.

Und CARNATION begeistern nicht nur Live (ich konnte sie auf dem letzten Siegener Metaller Geballer bewundern), auch auf der neuen Scheibe macht man dem Genre Death Metal alle Ehre. Death Metal der alten Schule, modern gehalten mit treibenden Doublebasses und brutalem Gesang. In den Songs hat man immer mal wieder die Chance kurz durch zu schnaufen, aber den Großteil ist man doch damit beschäftigt, sämtliche noch vorhandenen Gliedmaße irgendwo sinnlos durch die Gegend zu schmeißen oder halt zu headbangen.

CARNATION rotzen hier die Songs nacheinander runter, das ist eine wahre Wonne. Ohne Rücksicht auf Verluste wird hier geballert, gegrowlt und gerifft. Beschrieben wird unter anderem der Abstieg in die Hölle bei „Hellfire“, und dass der Tod keine Flucht davor sein kann. Und wenn man CARNATION schon live gesehen hat, weiß man, dass sie die Texte und ihre Musik verinnerlicht haben. So brutal sie auf dem Album klingen, so brutal kommen sie auch live rüber, dieses nur mal als kleiner Tipp.

Dieses Album überzeugt durch gradlinigen, sauberen und brutalen Death Metal. Ganz klar eines der besten Alben des Jahres 2018. Während des Hörens bekommt man Lust, mit der Motorsäge durch Fleisch zu laufen und alles mit Blut zu beschmieren. Ich komme mir gerade vor, wie Ash Williams von Tanz der Teufel, meinem Bruder im Geiste. Im wahren Leben kann ich natürlich keiner Fliege was zuleide tun, da bin ich eher der Willi von Biene Maja.

Als Fazit bleibt da nur zu sagen, das Album hat mich von Anfang an gepackt. Von vorne bis hinten wird musikalisch gemetzelt, und das auf allerhöchstem Niveau. Ich kann „Chapel of Abhorrence“ nur jedem Death Metal Fan ans Herz legen, mit dem Kauf macht ihr keinen Fehler. Also in mein Fach wird das Dingen auf alle Fälle noch wandern.