decision to hate - anti - human artGenre: Black/Death Metal
Label: Turnip-Music
Veröffentlichung: 01.12.2018
Bewertung: Bombe (9/10)

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Die Siegerländer Black/Death Metal Formation DECISION TO HATE wurde 2001 gegründet. Im Frühjahr 2003 brachte man das Debütalbum „Inhuman Determination“ als Mini-CD heraus. DECISION TO HATE wurde durch diverse Liveauftritte unter anderem als Support für DISSECTION, MASTERS´S HAMMER, ROOT, DESASTER, HELL MILITIA, NARGAROTH, PROTECTOR immer bekannter.

2006 brachte man den ersten Longplayer „Prepare For Selfdestruction“ raus. Diese Scheibe sorgte für internationale Aufmerksamkeit in der Untergrundszene und bescherte ihnen eine Spitzenposition im Bereich Extreme Metal. Doch danach folgte eine sehr lange Pause, bis heute. Bis man sich entschloss, „Anti-Human Art“ 2018 auf die Menschheit loszulassen.

Mit 18 Songs hat man das Comeback Album versehen, wovon aber die Pianosongs als Intro für den Folgesong zu verstehen sind. Kurz zusammengefasst gibt es wohl nur wenige Alben innerhalb der Deutschen Szene, die eine Gratwanderung zwischen Death und Black Metal und klassischem Piano begehen – wenn überhaupt…

Heutzutage ein so noch nicht da gewesenes Konzept zu finden, ist schon was Besonderes. Die Lieder des Albums sind von Pianosongs umfasst, die gemäß Dantes Göttlicher Komödie die neun Kreise der Hölle beschreiben, musikalisch angelehnt an die eigentlichen Lieder. Entstanden sind alle Lieder in einem recht langen Zeitraum nach der Aufnahme des Vorgängers „Prepare for Self-Destruction“

Im Booklet sind Naturaufnahmen zu finden, die Sänger Patrick im Berchtesgadener Land, Allgäu und Elbsandsteingebirge selbst bei Wanderungen geschossen hat; getreu dem Motto „Natur statt Mensch“. Thematisch geht es bei DECISION TO HATE ja seit je her um die Abartigkeit des Menschen an sich, so im Großen und Ganzen auch bei „Anti-Human Art“. Bis hin zum Selbsthass, wie in „I Hate Myself“ beschrieben; wenn man Menschen hasst, jedoch nicht aus seiner Haut kann, man ist selbst so ein Mensch.

Und dieses Konzeptalbum hat es wirklich in sich. Walzende Drums, abwechslungsreiche Riffs und die kratzige Stimme von Sänger Patrick Thogarma drücken dem Album seinen Stempel auf. Untermalt wird jeder Song von den oben erwähnten Pianosequenzen.

Hier hat man sich wirklich Gedanken gemacht und ein umfassendes Werk vorgelegt, was zu keiner Zeit langweilig wird. Mal ist die Stimmung in den Songs beklemmend, mal lädt sie ein zum Ausrasten. Mit einer Gesamtspielzeit von etwas mehr als 55 Minuten liegt man gut im Soll. Abgemischt wurde das gute Stück in dem Turnip Music Studio in Freudenberg bei Frank Buchen.

Als Fazit bleibt mir da nur zu sagen, dass mit „Anti-Human Art“ die Messlatte für andere Projekte dieser Art ziemlich hochgelegt wurde. DECISION TO HATE haben es geschafft, nach so langer Pause ein beeindruckendes Werk des Hasses vorzulegen. In der Szene sollte man Augen und vor allem Ohren aufhalten, sobald der Name DECISION TO HATE erklingt. Absolut empfehlenswertes Album, welches die Jungs noch bekannter machen könnte.

Ein Kommentar zu „DECISION TO HATE – Anti-Human Art (Review)

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