thirdmoon_cover_terrarum_exuviaeGenre: Melodic Death Metal
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 01.12.2018
Bewertung: Klasse (8/10)

Facebook

Nach elf Jahren hat das Warten ein Ende! Am 1. Dezember 2018 veröffentlichten THIRDMOON ihr mittlerweile 6. Studioalbum „Terrarum Exuviae“: kritisch, brutal und mit den klassischen THIRDMOON-Trademarks in bisher unerreichter Soundqualität.

Mit „Terrarum Exuviae“ (sinngemäß „die leere Hülle der Welt“) zeigen sich THIRDMOON stilistisch wie inhaltlich gereift. Dem Titel entsprechend erwarten die Fans neun philosophisch-kritische Songs über den Umgang der Menschen mit sich selbst, miteinander und der Umwelt, von Depression über Vaterschaft bis zu Politik und Missachtung der Natur.

Das düstere Coverartwork unterstreicht die drastische Ernsthaftigkeit der Songs und wurde vom Linzer Tattoo-Künstler und Musiker Armin Schweiger in Kooperation mit Drummer Johannes Jungreithmeier entworfen.

„Terrarum Exuviae“ ist ein musikalischer Brückenschlag von den modernen Melodic-Death-Elementen des letzten Albums zurück zu den frühen Black-Metal-Tagen der Band mit sämtlichen Trademarks der THIRDMOON-Historie: brutal und melodiös zugleich, zwischen hoffnungsvollen Akustikgitarren und stinksauren Blastbeats.

Der Sound des 6. THIRDMOON-Albums klingt trotz wesentlich mehr orchestralen Arrangements zu jeder Sekunde druckvoll, warm und kristallklar. Verantwortlich für Mixing und Mastering ist Lukas Haidinger (Deep Deep Pressure Studio; UGF, GodHateCode).

Das Intro mit dem anfänglichen Meeresrauschen und dem Trommeln ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Melodiös, aber auch mit der nötigen Härte und dem schnellen Tempo, findet man eine ausgeglichene Mischung an kraftvoller Mucke. Ausreichend Tempowechsel bringen Abwechslung in die Songs.

Mit „Kaleidoscope“ hat man sogar eine ruhigere Nummer im Gepäck. Dafür geht es in den darauffolgenden „Invisible“ und „Hateshaped“ wieder richtig zur Sache. „Ghost Of Tears“ ist mir im Ohr geblieben, obwohl der Song auch eher Richtung Ballade geht.

Mit „Terrarum Exuviae“ ist den Österreichern ein echt gelungenes Werk aus den Boxen gesprungen und beweist, dass unsere lieben Nachbarn nicht nur Skifahren können. Teilweise kommt richtig düstere Stimmung auf, die von totaler Zerstörung abgelöst wird. Soundtechnisch gibt es nichts auszusetzen, saubere Produktion. Dann will ich hoffen, dass ich auf der Tour einen Platz in der ersten Reihe bekomme.