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Wie fängt man einen Festivalbericht an, von einem Festival, dessen Abend so ziemlich perfekt lief? Es passte einfach alles. Eine super Location hat man sich mit dem Kulturhaus Lÿz ausgesucht. Dort wurde nun also zum ersten Mal geballert, war man doch zuvor immer im Vortex Surfer Club in Siegen-Weidenau.

Und aus Insiderkreisen hat man erfahren, dass es mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein wird. Man plant Großes. Ein Riesenlob hier auch an den Tontechniker und diese Wahnsinnsanlage, die den ganzen Abend über einen perfekten Sound lieferte. Ich habe selten so einen geilen Sound gehört, wie auf diesem Festival. Zuständig dafür war CODA AUDIO INTERNATIONAL, die diesen Abend eine neue Anlage getestet haben. Bleibt zu hoffen, dass man sich dafür entscheidet, diese Anlage dort fest zu installieren. Und nun das Perfekteste diesen Abend, die Bandauswahl.

Den Anfang machten SEKORIA. Black Metal vom Feinsten mit wunderbaren Melodien, das war das Motto der Jungs. Knappe 45 Minuten bretterten SEKORIA die Songs durch die Boxen. Auf jeden Fall begeisterten die Sieger-/Sauerländer das Publikum mit deutschem Gesang. Die Metalfront vor der Bühne hatte sichtlich ihren Spaß. Und am Samstag bin ich endlich mal dazu gekommen, mir die CD „Im Reich der Schatten“ von 2015 zu kaufen.

Hier die Setlist von SEKORIA:

  1. Im Reich der Schatten
  2. Wesen der Zeit
  3. Nachtmahr
  4. Nachtigall
  5. Todgeweihter
  6. Nie gestorben

 

Als zweite Band enterten DECISION TO HATE mit ihrem neuen Album „Anti-Human Art“ im Gepäck die Bühne, hier könnt ihr noch das Review nachlesen. Auch hier gab es Black/Death Metal vom Allerfeinsten. Hatten SEKORIA die Messlatte doch ziemlich hochgelegt, konnten DECISION TO HATE das Niveau sogar noch mal steigern und legten eine Super Show auf die Bretter. Auch der Stacheldraht um das Mikrofon von Sänger Patrick deutete den Hass an, der von DECISION TO HATE musikalisch perfekt zum Publikum transportiert wurde. Die Reihen vor der Bühne waren dicht gefüllt und die Haare der Metal-Fans rotierten im Takt. Auch DECISION TO HATE bekamen ihre 45 Minuten zum Zerstören und lieferten eine super Performance ab.

Hier die Setlist von DECISION TO HATE:

  1. Intro
  2. Mercy is Weakness
  3. The Thin White Line
  4. Between the Graves
  5. On Your Knees
  6. My Escape
  7. Anti Human Art
  8. I Hate Myself

 

GRACELESS folgte als dritte Band und was die Holländer da ablieferten, war einfach nur richtig geiler, wilder Oldschool Death Metal. GRACELESS waren für mich die heimlichen Gewinner dieses Abends, an dem es aber eigentlich nur Gewinner gab. Die Holländer donnerten den Putz von den Wänden und zerlegten die Hütte. Auch beim Publikum war die Begeisterung in den Gesichtern zu sehen. Die obligatorischen 45 Minuten hatten auch GRACELESS zur Verfügung und man hätte sich gewünscht, dass da noch mal so viel Zeit draufkommt.

Hier die Setlist von GRACELESS:

  1. We Will be Gods
  2. Legions of the Fallen
  3. Slashed and Served
  4. Lock Stock
  5. Shadowlands
  6. Die on Demand
  7. Sumerian Flames
  8. Iron Tears

 

Headliner des Abends waren nach der krankheitsbedingten Absage von BODYFARM diesmal THE SPIRIT. Musikalisch ist man im Bereich des melodischen Death/Black Metal unterwegs. Zweistimmige Gitarrenläufe, wuchtiges Drumming, kraftvoll gutturaler Gesang, geschickt eingesetzte Breaks. THE SPIRIT füllten die Rolle des Headliners perfekt aus und brachten schnell das Publikum auf ihre Seite. Alles in allem ein würdiger Abschluss eines perfekten Abends.

Hier die Setlist von THE SPIRIT:

  1. Sounds from The Vortex
  2. Cosmic Fear
  3. The Clouds of Damnation
  4. Cross the Bridge to Eternity
  5. Illuminate the Night Sky
  6. Instrumental
  7. Fields of the Unknown
  8. The Great Mortality

Was bleibt also hängen nach der fünften Auflage des mittlerweile fest etablierten Siegener Metaller Geballer? Heute Abend hat man den bisherigen Höhepunkt der Festivalserie erreicht. Perfekte Location, perfekter Sound (ich kann es nicht oft genug erwähnen), perfekte Auswahl der Bands und das Publikum war auch hellauf begeistert, was man so aus der Menge raushören konnte. Auch Veranstalter Thomas Hoffmann zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf des Abends. Circa 150 zahlende Metaller und Metallerinnen konnte man beim Geballer begrüßen. Und wie heißt es so schön: nach dem Geballer ist vor dem Geballer, wenn es am 18.Mai zu Teil 6 wieder ins Vortex geht. Wir sehen uns.