Childrain - The Silver GhostGenre: Groove Metal / Melodic Death Metal
Label: Graviton Music Services
Veröffentlichung: 29.03.2019
Bewertung: Klasse (8/10)

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Oft kommen großartige Bands aus versteckten und geheimen Orten. CHILDRAIN ist aus einer neuen Generation baskischer und spanischer Metalbands hervorgegangen und bringt Entschlossenheit, Qualität und eine makellose Liveperformance. Die Band hat ihre eigene musikalische Signatur entwickelt, indem sie bereits drei Alben in Spanien veröffentlicht hat. Nun ist die Band bereit, mit ihrem neuen Album „The Silver Ghost“, den nächsten Schritt zu gehen und neue Territorien zu erobern.

Die Bindung der Brüder innerhalb einer Band kann die stärkste kreative Kraft sein. Schaut euch nur einige der mächtigsten Bands der Metal-Szene an, wie PANTERA, SEPULTURA, GOJIRA oder ARCH ENEMY. Und auch die Reise von CHILDRAIN begann einst, als die beiden Brüder Iñi und Iker aus dem zerklüfteten baskischen Gebiet begannen, die Energie zwischen ihnen auf einem gemeinsamen Weg in der Musik zu erforschen.

Ihr nächster Schritt ist nichts weniger als eine weltweite Veröffentlichung ihres vierten Albums „The Silver Ghost“ und wird das nächste Sprungbrett sein, um auf den Erfolgen, die sie bisher in ihrer Heimat erzielt haben, aufzubauen. Das Album wird am 29. März 2019 über Graviton Music Services veröffentlicht.

Mit „The Silver Ghost“ liefert CHILDRAIN ein technisch und progressiv klingendes Album, in dem moderner, melodischer Metal mit eingängigen Melodien und einer spirituellen Botschaft kombiniert werden. Die Texte sind tiefgreifend und episch, moderne baskische Poesie, die die Spiritualität der Band, aber auch ihre Verbindung zur Natur und zum Universum, widerspiegelt.

Los geht es mit „Wake the Ghost“, einer abgezockten Heavynummer. Musikalisch sofort ein Ohrwurm. Rasantes Tempo mit Geschrei wechseln sich ab mit langsamen Passagen und Cleangesang. Also Song Nummer eins hat mich schon mal.

Es folgt „Saviors of the Earth“, der Beginn rockig und ruhig. Eigentlich auch eine harte Nummer, man muss sich aber gedulden, bis das Ding sich entwickelt hat. Danach geht es wieder Richtung Groove Metal / Heavy Metal. Der richtige Ausbruch fehlt mir bei dieser Nummer.

Weiter geht es mit „The Valley of Hope“, ja, diese Klänge wollen meine Ohren hören. Anfangs wird ein ordentliches Tempo vorgelegt, geiler Song. Im Mittelteil wird es sehr melodiös, bevor es wieder knallt. Darf ich vorstellen, mein Favorit auf diesem Album.

„Saturnia“ ist dann wohl die Ballade des Longplayers. Hier wird gezeigt, dass man Gitarre spielen kann. Ganz okay die Nummer.

Mit „The Silver Walker“ geht es dann wieder härter zur Sache. Auch hier fühle ich mich wieder gut unterhalten. Treibende Drums und Gitarren bestimmen den Song, dazu die angenehme Voice von Sänger Iñi. Gegen Ende hin lässt man das Teil ruhig ausklingen.

„Interstellar“ ist auch wieder eine harte, groovige Nummer, die im Refrain etwas abflaut. Aber schöne harte Gitarren und Growls geben „Interstellar“ eine eigene Note.

Mit „Eon“ wird also nicht der Stromanbieter besungen, aber unter Strom sind die Jungs bei dem Lied schon allemal. Auch wieder abwechslungsreich, mal mit Tempo, dann wieder etwas ruhiger.

„Ten Thousand Moons“ fängt bedächtig an. Es entwickelt sich ein intensiver Song. Die Doublebasses versuchen die Gitarren zu animieren, mal richtig zu schreddern, doch man behält noch die Ruhe. Die Explosion folgt nach etwa dreieinhalb Minuten. Da wird ’ne richtig geile Nummer draus, fett.

„Omega“ bildet dann den Abschluss eines sehr interessanten und abwechslungsreichen Albums. Ich fühlte mich die ganze Zeit sehr gut unterhalten und war doch angetan von den Basken. Mit etwas mehr als 41 Minuten liegt man gut im Soll bei neun Liedern. Live kann man die Jungs übrigens im April unter anderem in Deutschland im Vorprogramm von SIX FEET UNDER bewundern.